
Das im 18. Jahrhundert errichtete spätbarocke Handwerkerhaus erfuhr Mitte der 90er-Jahre eine unsachgemäße Sanierung mit historisch unpassenden Stuckformen und Farben. Durch einen Eigentümerwechsel ergab sich die Chance für einen sensiblen Rückbau.

Modell Bestand

Variante mit großer Dachgaube (nicht ausgeführt)
Die Architekten von Hild und K wollten dem Baudenkmal seine Würde zurückgeben, ohne die dafür nötigen Eingriffe zu vertuschen. Die nicht genehmigte Dachterrasse wurde zurückgebaut, die atypischen Fassadenverzierungen und die Holzverkleidung im Erdgeschoss wurden entfernt, die Struktur der Wandflächen – wie für Münchner Altstadthäuser typisch – bis zum Boden geführt.

Putzfaschen um die Fassadenöffnungen stellen einen Bezug zum Nachbarhaus her, welches Gestaltungselemente des 18. Jahrhunderts aufweist. Durch eine eigene Interpretation der Putzfaschen – gegenläufig aus der Fassade gekippte und eingedrückte Flächen – wird die ursprüngliche Formensprache in die Gegenwart transponiert. Die Wirkung der Faschen wurde vor Ausführung durch vom Gipser angefertigte 1:1 Modelle überprüft.
Architekten: Hild und K, München
Andreas Hild, Dionys Ottl
Mitarbeiter: Andrea Sommer (Projektleitung), Paul Oledzki
Tragwerksplaner: Sailer Stepan und Partner GmbH, München











wie man sieht, sieht man nix.
Ausser Putzfaschen nichts gewesen...
Kommt etwa noch mehr?