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Flughafenähnlicher Omnibusbahnhof in München

ZOB
Foto: Frank Kaltenbach
Nach zweijähriger Bauzeit wird heute der neue Zentrale Omnibusbahnhof ZOB an die bayerische Landeshauptstadt, die Reisenden und Pendler, die Betreiber und Pächter übergeben. Der ZOB ist das Ergebnis einer Kooperation zwischen Hochtief Projektentwicklung als Privatinvestor und der öffentlichen Hand. Als Standort für den ZOB hatte die Landeshauptstadt München ein innerstädtisches Areal in der Nähe des Hauptbahnhofs gewählt.

ZOB, München, Auer Weber
Foto: Frank Kaltenbach

ZOB, München, Auer Weber
Foto: Frank Kaltenbach
Das ganzheitliche Konzept verbindet die Funktionen Reisen, Büro, Einzelhandel, Gastronomie und Event zu einem funktionalen Ganzen. Dem gibt der markante Entwurf der Architekten von Auer + Weber + Assoziierte ein gemeinsames Äußeres aus Aluminiumrohren: Einem ICE-Triebwerkkopf ähnlich spiegelt die formgebende Hülle die Nähe zum Hauptbahnhof und verleiht dem Objekt eine Ausstrahlungskraft, die für Modernität und Zukunftsorientierung des ZOB München steht und seinen einzigartigen Charakter unterstreicht.

ZOB, München, Auer Weber
Foto: Frank Kaltenbach
Kernstück des ZOB sind die 29 Terminals des Omnibusbahnhofs, der sich über eine Bruttogrundfläche von 6 150 Quadratmetern erstreckt. Im 24-Stunden-Betrieb an 365 Tagen des Jahres dient er als Knotenpunkt für den internationalen Linienbusverkehr ganz Europas und den Reisebusverkehr mit Ziel München. Jährlich werden den neuen ZOB München allein im Linienverkehr 2,2 bis 2,9 Millionen Passagiere nutzen, pro Tag sind das 6 000 bis 8 000 Personen. Bis zu 5,4 Millionen Touristen und Ausflugsgäste, so wird geschätzt, kommen jedes Jahr noch dazu. Für den professionellen Betrieb der Verkehrsbereiche konnte das Bayerische Rote Kreuz gewonnen werden, das einen Pachtvertrag über 25 Jahre abgeschlossen hat. Nach dem Vorbild der Non-Aviation Bereiche von großen Flughäfen wird der Omnibusbahnhof von einem 5 260 Quadratmeter großen Dienstleistungs- und Servicebereich ergänzt.

ZOB, München, Auer Weber
Foto: Frank Kaltenbach
Um innerhalb der insgesamt 25 000 Quadratmeter Bruttogrundfläche großen Immobilie Übersicht zu bewahren, sind die verschiedenen Bereiche und Angebote des ZOB klar voneinander getrennt angeordnet: Das Erdgeschoss ist klassisch ausschließlich dem Bus- und Anlieferungsverkehr vorbehalten. Von den Busterminals aus werden die Reisenden über ein eindeutiges, symbolgestütztes Leitsystem in die ZOB-Passage mit Handels- und Dienstleistungsangeboten geführt und von dort weiter zu den ÖPNV-Anschlüssen. Die ZOB-Passage liegt auf dem gleichen Niveau wie die Hackerbrücke und bekommt dadurch ebenfalls Erdgeschosscharakter. Neben Dienstleistungen und Handel ist hier auch die Gastronomie angesiedelt und sorgt für ein hochwertiges, ausgewogenes Angebot. Eine Glasfront gibt hier eine einzigartige Aussicht auf den Hauptbahnhof und die Frauenkirche frei.




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Detail, 10.02.2012