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HENN + C.F. Møller Architects, Uniklinimum Aachen

Aus Maschine wird Park: HENN + C.F. Møller Architects gewinnen internationalen Wettbewerb in Aachen

Das Universitätsklinikum in Aachen – 2008 unter Denkmalschutz gestellt – war in den 1970er-Jahren eine der größten Baustellen in Europa. Das futuristische Gebäude von den Aachener Architekten Weber & Brand galt für die Eingeweihten als ein Meisterwerk – vergleichbar mit dem berühmten Centre Pompidou in Paris –, für alle anderen als ein »Monsterkrankenhaus«: so wurde das neue Klinikum zumindest vom Spiegel 1984 bezeichnet. Apropos »Monster«: es ist kein Geheimnis, dass medizinische Fortschritte untrennbar von technischen Innovationen sind. In einem Krankenhaus hat inzwischen die Technik und nicht der Mensch das erste Wort; ähnlich einer Maschine werden seine Bestandteile und technische Ausrüstung permanent erneuert und ausgetauscht. Von diesem Standpunkt aus ist der (negativ besetzte) Begriff nicht weit von der Wahrheit entfernt.

Das Krankenhaus als eine Maschine ins Bild zu setzen war eine besondere architektonische Leistung. Bei dem Wettbewerb für die Krankenhauserweiterung, der letztes Jahr initiiert wurde, ging es unter anderem darum, dieses Bild zu überprüfen und gegebenenfalls zu korrigieren. Das Architekturbüro HENN in Zusammenarbeit mit C.F. Møller Architects setzen sich in einem internationalen Wettbewerb für die Erweiterung der Universitätsklinik gegen zwölf weitere Büros durch: und zwar mit einem Vorschlag, der ein ganz anderes Bild von Krankenhaus evoziert. Das neue Klinikgebäude wirkt auf den ersten Blick wie ein Park. 

Im neuen Krankenhauskomplex werden weitere hochmoderne Operationsbereiche und Intensivstationen sowie ein neuer Eingangsbereich untergebracht; die Entwurfsentscheidung, den Großteil der Räume unterirdisch zu platzieren, ist von außerordentlicher Bedeutung: Dadurch entgehen die Architekten einerseits der Konkurrenz zwischen dem bestehenden Gebäude und dem Neubau, auf der anderen Seite bietet die Parklandschaft ein wohltuendes Umfeld für die Patienten und ihre Angehörige.

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