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Städtisches Interieur – Informelle Erkundungen, Interventionen und Beschäftigungen


Das Buch Urban Interior beschäftigt sich mit dem Grenzbereich zwischen dem herkömmlich als Privatbereich wahrgenommenen Interieur und dem städtischen Interieur, das im Allgemeinen als öffentlicher Bereich aufgefasst wird. Die in dem Buch aufgeführten Projekte zielen darauf ab, den traditionellen Dualismus zwischen diesen Domänen zu überwinden, indem die Projekte sich mit den räumlichen und zeitlichen Dimensionen der bewohnten städtischen Umgebung beschäftigen.
Der zentrale Punkt dieser Projekte ist die gemeinsame Auseinandersetzung mit ästhetischen, experimentellen, poetischen, politischen, sensorischen, sozialen sowie technologischen Beziehungen. Urban Interior versteht sich als Sammlung von Essays und Fragestellungen und erweitert die Definition von Praktiken und Domänen der Stadt- und Innenarchitektur durch informelle Erkundungen, Interventionen und Beschäftigungen im öffentlichen Bereich.
Die einzelnen Kapitel wurden von Forschern, Fachleuten und Akademikern aus den Bereichen Architektur, Innendesign, Industriedesign, Landschaftsarchitektur, Kunst, sowie Kultur und Kommunikation verfasst und erörtern Projekte, die sich von sozialengagierten Praktiken bis hin zu phänomenologischen Untersuchen erstrecken, von flüchtigen Phänomenen bis hin zu Eingriffen mit Installationsbedarf, von leistungsorientierten Untersuchungen bis hin zu beobachtungsbasierten Fragestellungen, sowie von projektbezogenen Beteiligungen bis hin zu sozialen Ausgaben.
Diese Projekte befinden sich in verschiedenen Städten rund um die Welt, sind eingebettet in den Besonderheiten von Melbourne, Berlin, Karachi, New York, Seoul sowie Tokyo, und gehen auf diese ein. Die Mitwirkenden an diesem Buch sind Forscher, Fachleute und Akademiker aus Australien, Europa und Nordamerika.
Jane Rendell, Leiterin des Bereichs Architekturforschung an der Bartlett UCL in London, hat ein Intermezzo beigesteuert, das sich aus verschiedenen Ausführungen vor und nach jedem Kapital zusammensetzt, jeweils im Hinblick auf die behandelten Konzepte und Ideen. Hierdurch entstehen Räume zwischen den verschiedenen Fragestellungen und gleichzeitig Verbindungen zwischen den einzelnen Kapiteln des Buches.
Jane Rendell beschreibt das Intermezzo als eine Reihe von doppeltseitigen Verbindungen, die zwischen den Innenräumen der neun Essays gefügt sind und die städtische Textur des Buches formen.
Rochus Urban Hinkel ist ein praktizierender Architekt, Dozent und Kurator. Er hat bereits verschiedene Architekturausstellungen kuratiert, einschließlich des Weißenhof-Architekturpreises für junge Architekten. Aktuell unterrichtet er Innenarchitektur an der RMIT Universität in Melbourne, nachdem er bereits an der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, der Universität Stuttgart sowie der Technischen Universität Berlin lehrte und Vorträge und Workshops an zahlreichen anderen Schulen hielt, so zum Beispiel  an der ETH Zürich, Rietveld Academie Amsterdam und der Parsons School of Art and Design New York. Zudem ist er Doktorand im Fach Architektur an der Universität von Melbourne.
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