In den 1970er-Jahren war sie eines der absoluten Kultspielzeuge: Die Stahlfeder Slinky – die, so man nicht das Pech hatte, sie zu verheddern – von einer Hand in die andere sprang und mühelos Treppen hinunterlief. Jetzt hat Slinky späten Ruhm als Inspirationsquelle für eine Brücke erreicht, indem sie gerade mit dem Stahl-Innovationspreis 2012 ausgezeichnet wurde.
“Slinky springs to fame” heißt die ausgezeichnete Spannbandbrücke in Oberhausen, die vom Berliner Ingenieurbüro schlaich bergermann und partner und dem Studio Tobias Rehberger aus Frankfurt am Main gestaltet wurde und Teil des Projekts “EMSCHERKUNST.2010! im westlichen Ruhrgebiet ist.
Die Brücke wirkt wie ein farbiges Band, das sich über den Schifffahrtsweg windet, umschlungen von einer überdimensionalen Spirale. Entsprechend dem Konzept des Künstlers Tobias Rehberger umhüllen 496 Spiralwindungen mit einem Durchmesser von je fünf Meter die insgesamt 406 Meter lange Brücke. Um die erforderliche Durchfahrtshöhe für Schiffe zu gewährleisten, gliedert sich das Bauwerk in zwei gewundene Brückenrampen mit einer leicht begehbaren Steigung von sechs Prozent sowie eine dreifeldrige Hauptbrücke mit Spannweiten von 20 Meter, 66 Meter und 20 Meter.
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