Projektbeschreibung
Der Neubau des niederländischen Ökologieforschungsinstituts steht an einer Ausfallstraße am nördlichen Stadtrand von Wageningen. Das vier Hektar große Areal wurde von der örtlichen Universität zur Verfügung gestellt, deren Campus gleich auf der anderen Straßenseite liegt. Trotz der administrativen Trennung der beiden Einrichtungen sind Synergieeffekte durchaus beabsichtigt. Der Neubau des NIOO sollte so weit als möglich nach dem Cradle-to-Cradle-Prinzip konzipiert werden. Für die Baukonstruktion bedeutete dies: Alle Bauteile sollten bei einem eventuellen Rückbau sortenrein zu trennen und ohne größere Qualitätsverluste zu recyceln sein. Neuland betritt das NIOO mit seiner Art der Erdwärmenutzung. Der Neubau kombiniert zwei Arten der Geothermie: zum einen zwei herkömmliche Erdsonden von 80 Meter Tiefe, die zur sommerlichen Kühlung des Gebäudes herangezogen werden. Zwei weitere Bohrungen reichen 300 Meter tief hinab. Sie laden die dortige Erdschicht mit der Wärme aus 478 m2 Solarkollektoren sowie der Abwärme aus den Gewächshäusern auf. Im Laufe der Jahre soll so ein Wärmereservoir mit einer Temperatur von 40–45 °C entstehen, das auch ohne Wärmepumpe zur Heizung des Gebäudes verwendet werden kann. Die Energieplaner DWA rechnen durch dieses neuartige System mit einer Energieeinsparung von 70 bis 80 Prozent für Heizen und Kühlen.Projektdetails
Gebäudetyp: Bildungs- und Forschungsbauten, Hochschule, Labor- / ForschungsgebäudeTragwerkkonstruktion: Skelettbau
Dachkonstruktion: Flachdach, Gründach
Material Tragwerk: Stahlbeton, Ortbeton, Betonfertigteil
Material Fassade: Holz, Glas
Thema: GREEN, Fassade
Ausgabe-Nr.: GREEN 02/2012



