Übersicht zum Thema "Baurecht"

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Baurecht: Städte-Sanierung zur Stärkung des Tourismus

Eine städtebauliche Sanierung kann mit dem Ziel verfolgt werden, den Tourismus in dem Sanierungsgebiet zu fördern. Das gilt nicht erst dann, wenn der Tourismus eine nachteilige Entwicklung genommen hat, sondern auch schon, wenn das Potential des Gebiets nicht ausgeschöpft ist, urteilte das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen am 24. Juli 2009.

Baurecht im Bereich der Bauleitplanung mehr
Bauleitplanung ist Bürgerbegehren nicht zugänglich

Ist eine Frage der Bauleitplanung nur formell "in ein anderes Gewand" gekleidet, kann ein Bürgerbegehren dazu unzulässig sein. Das OVG Nordrhein-Westfalen hat am 11. März 2009 in einem Fall entschieden, bei dem es um das Freihalten von Bebauung oder Nutzung eines gemeindlichen Grundstücks als Gewerbefläche ging.

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Architekt haftet für undichten Balkon

Ein Architekt, der das Abdichten von Balkonen nicht hinreichend überwacht, haftet für spätere Mängel. Das stellte das Oberlandesgericht Stuttgart in einem Urteil vom 21. April 2008 klar. Der Architekt habe die Aufsichtspflicht nur unzureichend ausgeübt.

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Festsetzung einer Skateranlage im Bebauungsplan

Bei der Festsetzung eines Standortes für eine Skateranlage im Bebauungsplan muss eine Gemeinde unrechtmäßige Lärmbelästigungen oder gar potentiellen Hausfriedensbruch durch Nutzer auf benachbarten Grundstücken nicht berücksichtigen, urteilte das OVG NRW am 23. Oktober 2008.

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Zahlungspflicht aus Folgekostenvertrag trotz Abweichens von Vertragsgrundlagen

Auch wenn die Vertragsparteien eines Folgekostenvertrages nach § 11 BauGB die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanes anstreben, dieser aber nicht zustande kommt (hier: statt dessen Erstellung eines normalen Bebauungsplans), geht die Zahlungspflicht dadurch nicht unter, entschied das VG Münster im Urteil vom 22. Oktober 2008.

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Wirkung eines Teilverzichtes bei einer Baugenehmigung

Verzichtet ein Bauherr teilweise auf die Ausnutzung einer Baugenehmigung, muss die Baubehörde eine Änderungsgenehmigung erteilen, um diesen Verzicht wirksam werden zu lassen, so das OVG Nordrhein-Westfalen mit Beschluss vom 27. Oktober 2008.

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Gestaltungssatzungen und Zitiergebot

Gestaltungssatzungen, die über § 9 Abs. 4 BauGB Eingang in einen Bebauungsplan finden, unterliegen nicht dem verfassungsrechtlichen Zitiergebot, so das OVG Rheinland-Pfalz mit Urteil vom 01. Oktober 2008. Erforderlich sei aber eine ausdrückliche Auseinandersetzung mit den Eigentümerinteressen im Plangebiet.

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Kein Baustopp nach Fertigstellung des Rohbaus

Nicht jede Verletzung des Grenzabstandes löst einen nachbarlichen Abwehranspruch aus, widerspricht das OVG Niedersachsen anderen Obergerichten. Sei ein Rohbau bereits errichtet, fehle im Eilverfahren über eine Rückbauverpflichtung darüber hinaus das Rechtsschutzbedürfnis, so dass ein entsprechender Nachbarantrag scheiterte.

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Nachbarschutz gegen rechtswidrige Bauvorhaben

Es gibt keinen Rechtssatz des Inhalts, dass Nachbarschutz desto eher in Betracht kommt, je rechtswidriger die angegriffene Genehmigung ist, so das OVG Niedersachsen in seinem Beschluss vom 31. Oktober 2008.

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Bekanntmachung von Flächennutzungsplänen

Für die Bekanntmachung der erstmaligen Aufstellung eines Flächennutzungsplans, dessen Geltungsbereich das gesamte Gemeindegebiet erfasst, reicht die Bezeichnung als Flächennutzungsplanung und die geografischen Angaben über den Planbereich aus, um die erforderliche Anstoßwirkung auszulösen, so das Bundesverwaltungsgericht mit Beschluss vom 17.September 2008.

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Vorbauten müssen seitliche Abstandsflächen einhalten

In einer grundsätzlichen Entscheidung hat sich das OVG Nordrhein-Westfalen am 17.Juli 2008 zur Abstandsflächenrelevanz von Vorbauten geäußert und dabei der eigentlichen gesetzgeberischen Intention widersprochen.

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Sondereigentümer können auch Angrenzer sein

Laut einem Urteil des Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen vom 24.Juni 2008 ist der Angrenzerbegriff im Gebührenrecht weit auszulegen und umfasst auch die einzelnen Sondereigentümer einer Wohnungseigentümergemeinschaft. Dies hat Konsequenzen für die Gebührenermittlung.

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Nutzung einer Turnhalle auch als Festhalle

Eine Baugenehmigung, die die Nutzung einer Turnhalle in einem Wohngebiet auch als Festhalle für zwölf Veranstaltungen jährlich gestattet, verletzt nicht das Rücksichtnahmerecht des Nachbarn, wenn konkrete Lärmgrenzwerte vorgegeben werden. Das bestätigte das Bundesverwaltungsgericht in einem Beschluss vom 11.Juni 2008.

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Ungenehmigte Wohnnutzung

Eine ungenehmigte Wohnnutzung darf schon vorab durch die Bauaufsichtsbehörde untersagt werden. Das VG Ansbach hat am 27. Mai 2008 ein präventives Nutzungsverbot der entsprechenden Behörde bejaht.

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Wann muss eine Bauaufsichtsbehörde einschreiten?

Bei einem Verstoß gegen nachbarschützende Vorschriften des öffentlichen Baurechts muss die Bauaufsichtsbehörde einschreiten, entschied der Hessische VGH am 26. Mai 2008. Diese vom OVG NRW und OVG Saarland ebenfalls vertretene Auffassung wird vom Bayerischen VGH sowie den OVG Niedersachsen und Sachsen-Anhalt nicht geteilt: Diese Gerichte fordern zusätzlich eine nicht unerhebliche Beeinträchtigung des Nachbarn.

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Keine gebietsbezogene Verkaufsflächenobergrenze im Sondergebiet

Eine vorhabensunabhängige gebietsbezogene Kontingentierung von Nutzungsmöglichkeiten ist unzulässig, wenn die BauNVO sie nicht ausdrücklich zulässt, urteilte das BVerwG am 3. April 2008 und erklärte daher eine Sondergebietsfestsetzung in einem Bebauungsplan für unwirksam.

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Heilungsmöglichkeit verhindert Außervollzugsetzen eines Bebauungsplans

Kann ein Mangel eines Bebauungsplans bei der Ermittlung und Bewertung der abwägungsrelevanten Belange ohne weiteres im Wege des ergänzenden Verfahrens durch einen neuen Ratsbeschluss behoben werden, muss er nicht nach § 47 Abs. 6 VwGO außer Vollzug gesetzt werden, beschloss das OVG Nordrhein-Westfalen am 25. Januar 2008.

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Innen- oder Außenbereich? - Keine Antwort durch einen Vorbescheid

Ob sich die Zulässigkeit eines Vorhabens auf einem bestimmten Grundstück nach § 34 BauGB beurteilt, kann nicht Gegenstand eines Vorbescheids sein, urteilte der Bayerische VGH am 14.02.2008.

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Baulücke im Außenbereich

Ein Vorhaben im Außenbereich, das in eine vorhandene Splittersiedlung eingefügt werden soll, ist zulässig, wenn es eine Baulücke schließt, ohne bodenrechtliche Spannungen zu erzeugen. Wegen mangelnder Vorbild- und Zersiedlungsgefahr wurde einer Klage auf eine Baugenehmigung vor dem OVG Nordrhein-Westfalen am 28.02.08 stattgegeben.

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Erhöhte negative Vorbildwirkung rechtfertigt bei Schwarzbauten im Außenbereich den Sofortvollzug

Das VG München 08.04.2008 - M 8 S 08. 568 hat bauaufsichtliche Maßnahmen in Bezug auf eine ungenehmigte bauliche Anlage im Außenbereich bestätigt und sich hierbei besonders zur Adressatenproblematik positioniert.

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Die Montage weiterer Antennen an einem vorhandenen Mobilfunkmast ist genehmigungsbedürftig

Das VG Neustadt 30.04.2008 - 3 K 1384/07.NW hat sich zur Mobilfunkproblematik im Baurecht positioniert und mit der Entscheidung teilweise in Gegensatz zu anderen Urteilen gesetzt.

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Naturschutzbund kann Raumordnungsverfahren nicht erzwingen

Für die Ansiedlung eines Autohofes an der A1 kann ein nach niedersächsischem Recht anerkannter Naturschutzverein keinen Anspruch auf ein Raumordnungsverfahren durchsetzen, entschied das VG Lüneburg am 02.06.2008.

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Amtshaftung bei formell rechtswidriger Planung

Steht ein Baugesuch in Widerspruch zu einer gemeindlichen Planung, so hat die Bauaufsichtsbehörde, wenn sie einen formellen Mangel der gemeindlichen Planung feststellt, der Gemeinde vor der Entscheidung Gelegenheit zu geben, diesen zu beheben, führt der BGH im Beschluss vom 19.03.2008 - III ZR 49/07 seine Rechtsprechung vom 25.03.2004 - III ZR 227/02 fort.

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Nachbarschutz bei festgesetzter offener Bauweise

An ein grenzständig gelegenes Haus darf kein Haus angebaut werden, wenn der Bebauungsplan eine offene Bauweise vorschreibt. Diese Festsetzung sei nachbarschützend, urteilte das VG Gelsenkirchen am 17.04.2008.

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Wesentliche Mängel im Sinne von § 214 BauGB

Im Urteil vom 09.04.2008 definiert das Bundesverwaltungsgericht "wesentliche Punkte", deren Verletzung zu beachtlichen Fehlern im Sinne von § 214 Abs. 1 Nr. 1 BauGB führen können: Entscheidend ist die Beachtlichkeit in der Abwägung.

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Festsetzung von Baugebieten in Überschwemmungsgebieten

Das Verbot in § 31b Abs. 4 Wasserhaushaltsgesetz (WHG), in Überschwemmungsgebieten Baugebiete festzusetzen, gilt nur für Gebiete, die nach Inkrafttreten des WHG zu Überschwemmungsgebieten bestimmt worden sind. Auf frühere - gesetzliche oder natürliche - Überschwemmungsgebiete ist das neue verschärfte Hochwasserschutzrecht nicht anzuwenden, urteilte das OVG Niedersachen am 28.03.2008.

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Abhängigkeit einer Betriebswohnung vom bestehenden Betrieb

Wird ein Gewerbebetrieb endgültig aufgegeben, erlischt mit dessen Baugenehmigung auch die Baugenehmigung für eine dazugehörige Betriebswohnung. Daher kann eine Behörde auch nicht zum Einschreiten gegen Lärmimmissionen verpflichtet werden, die diese Wohnnutzung beeinträchtigen, so der Beschluss des OVG Nordrhein-Westfalen vom 17.03.2008.

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Illegale Fenster in einer Grenzwand dürfen faktisch zugemauert werden

Das VG Neustadt hat sich in einem Urteil zur Zumauerung von Fensteröffnungen in der geschlossenen Bauweise geäußert und hierbei die Reichweite (und Grenzen) des Rücksichtsnahmegebotes aufgezeigt.

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Baulast hindert Aufschüttung mit Zufahrt nicht

Laut dem OVG Niedersachsen darf in einer Flächenbaulast eine Aufschüttung angelegt werden, auch wenn diese die Funktion einer Zufahrt zu einem Parkdeck hat.

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Voraussetzungen für eine einstweilige Anordnung in einer Normenkontrolle

Können Mängel in einem Bebauungsplan durch ein ergänzendes Verfahren geheilt werden, kommt eine einstweilige Außervollzugsetzung des Plans dann in Betracht, wenn die Mängel Rechte des Antragstellers berühren, beschloss das OVG Niedersachsen am 15.04.2008 und wich insoweit von der Rechtsprechung des OVG Nordrhein-Westfalen ab.

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Gebietsverträglichkeit als ungeschriebenes Erfordernis

Ein Dialysezentrum mit 33 Behandlungsplätzen ist im allgemeinen Wohngebiet unzulässig, bestätigt das Bundesverwaltungsgericht am 28.02.2008. Auch regelmäßig nach der BauNVO zulässige Vorhaben müssen das Erfordernis der Gebietsverträglichkeit erfüllen.

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Maßgebliche Bestimmungen zur Lärmbewertung

Soll anlagenbezogener Lärm, der durch Zu- und Abfahrtsverkehr in einem räumlich überschaubaren Bereich unterscheidbar vom übrigen Straßenverkehr hervorgerufen wird, bewertet werden, sind die TA-Lärm und die VDI-Richtlinie 1058 zur Bestimmung der Zumutbarkeit von Geräuschimmissionen heranzuziehen. Die Grenzwerte der 16. BImSchV (Verkehrslärmschutzverordnung) finden dann keine Anwendung.

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Jagdhütten im Außenbereich

Jagdhütten sind im Außenbereich nur unter strengen Grenzen privilegiert,: die Privilegierung gelte insbesondere dann nicht, wenn sich in der Nähe Ortschaften, Bauernhöfe oder ähnliche Übernachtungsmöglichkeiten befinden.

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"Kreuz der Liebe" in Reihenhausgarten unzulässig

Ein 7,38 m hohes "Kreuz der Liebe" (auch "Glorreiches Kreuz Christi" genannt) darf in einer Reihenhaussiedlung, die durch kleine mit zweigeschossigen Häusern bebaute Grundstücke geprägt ist, nicht aufgestellt werden.

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Rücksichtnahmegebot und Stellplätze

In einem Streit über islamische Gebetsräume fasste der VGH Baden-Württemberg am 10.01.2008 die Hürden für einen Verstoß gegen das bauplanungsrechtliche Rücksichtnahmegebot im Zusammenhang mit Stellplätzen zusammen.

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Investorenauswahl und Vergaberecht

Während das OLG Düsseldorf in seinem Beschluss vom 6. Februar 2008 die Investorenauswahl einer Kommune weiterhin für vergabepflichtig hält, gehen die VK Baden-Württemberg, die VK Hessen und die VK Brandenburg nicht von einer Anwendbarkeit der Vergabevorschriften auf städtebauliche Verträge und darin enthaltene Bauverpflichtungen aus.

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Kein passiver Schallschutz im Land Hessen

Vergeblich versuchte eine Nachbarin des Frankfurter Flughafens vom Land Hessen als Genehmigungs- und Planfeststellungsbehörde passive Schallschutzmaßnahmen zu erstreiten: das Bundesverwaltungsgericht wies die Nichtzulassungsbeschwerde am 21.01.2008 ab.

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Folgen einer unterbliebenen Umweltprüfung

Allein das Unterlassen einer gebotenen Umweltprüfung führt noch nicht zur Aufhebung einer Baugenehmigung, beschloss das Bundesverwaltungsgericht am 21.01.2008.

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Planungsgrenzen bei der Ausweisung von Konzentrationsflächen

Der Umgang mit Pufferzonen, also mit Flächen, die von Windrädern frei bleiben müssen, ist ein zentrales Thema des Urteils des Bundesverwaltungsgerichts vom 24.01.2008.

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Sozialadäquate Belästigungen in einem touristischen Zentrum

Lästige Immissionen wie Lärm und Blicke müssen in einem touristischen Zentrum hingenommen werden. Daher scheiterte eine Klage gegen die Errichtung eines Sea-Life-Centers vor dem OVG Nordrhein-Westfalen am 20.02.2008.

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Schutz vor gebietsfremden Nutzungen

Gebietsfremde Nutzungen können von Grundstückseigentümern außerhalb des Plangebietes angegriffen werden. Ein gebietsübergreifender Schutz des Nachbarn ohne konkrete Beeinträchtigungen existiert nicht, bekräftigt das BVerwG im Urteil vom 18.12.2007.

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Kinderspielplätze und Lärmschutz

Für die zumutbaren Lärmbelästigungen durch einen Kinderspielplatz gibt es zwar keine rechtlichen Regelungen. Werden die in der Freizeitlärmrichtlinie genannten Beurteilungspegel eingehalten, scheidet eine Rücksichtslosigkeit jedoch aus, urteilte das Vewaltungsgericht Trier am 23. Januar 2008.

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Grenzanbau muss privatrechtliche "Lichtrechte" des Nachbarn berücksichtigen

Ein privatrechtlich gesichertes Lichtrecht (Zulässigkeit von Fenstern in einer Grenzwand) ist bei der planungsrechtlichen Zulässigkeitsprüfung zu beachten. Daher hob das OVG NRW mit Urteil vom 17.01.2008 einen Vorbescheid auf, der eine Grenzbebauung zuließ, die zur Schließung von Fenstern im grenzständigen Giebel des Nachbargebäudes geführt hätte.

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An Sonderbauten können besondere materielle Anforderungen gestellt werden

Das OVG Nordrhein-Westfalen hat sich am 07.02.2008 aus Anlass eines Antrages auf Zulassung einer Berufung zum bauordnungsrechtlichen Begriff des Sonderbaues positioniert.

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Nachbar muss im Eilverfahren einen Anordnungsgrund- und -anspruch dartun und glaubhaft machen

Das VG des Saarlandes hat in einer Entscheidung vom 23.01.2008 einen Antrag auf einstweiligen Rechtsschutz zurückgewiesen und dabei Ausführungen zu den Voraussetzungen für eine Eilbedürftigkeit gemacht. Eilbedürftigkeit ist dann gegeben, wenn es unzumutbar ist, die Hauptsachentscheidung abzuwarten.

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Kein Windrad unter Verstoß gegen den Regionalplan

Ein Windrad, das außerhalb einer Eignungsfläche im Regionalplan errichtet werden soll, ist auch dann unzulässig, wenn der geplante Standort in einer ausgewiesenen Konzentrationsfläche im Flächennutzungsplan der Gemeinde liegt. Dass in der Gemeinde kein Eignungsbereich ausgewiesen ist, ändert daran nichts, urteilte das OVG Nordrhein-Westfalen am 28.11.2007.

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Nachbarliche Abwehrrechte sind im Vereinfachten Verfahren eingeschränkt

Das OVG des Saarlandes zeigt in einer Entscheidung vom 03.01.2008 die Grenzen nachbarlicher Einwendungen im Vereinfachten Baugenehmigungsverfahren auf.

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Abweichende Bauausführung rechtfertigt Stilllegung

Das VG München hat sich in einer Entscheidung zu den Voraussetzungen einer Stilllegung bei einer Planabweichung geäußert.

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Schwarzstörche verhindern Windräder nicht

In einem im Raumordnungsplan ausgewiesenen Vorranggebiet für Windkraftanlagen begründen Schwarzstorche, die rd. 5 km vom geplanten Standort entfernt nisten, keine entgegenstehende Belange. Daher gab das VG Lüneburg am 29.11.2007 einer Klage auf die Erteilung einer immissionsschutzrechtlichen Genehmigung für 4 Windräder statt.

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Sonderbauten können besondere Brandschutzvorkehrungen erfordern

Das OVG Nordrhein-Westfalen hat am 11.01.2008 die Befugnis der Bauaufsichtsbehörde für besondere Brandschutzanforderungen auch bei kleinen Sonderbauten bestätigt.

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Bauaufsichtsbehörde in NRW nicht mehr für Dichtheitsprüfung von Abwasseranlagen zuständig

Mit dem Gesetz zur Änderung des Landeswassergesetzes, der Landesbauordnung und des Landesabfallgesetzes vom 11.12.2007 wurde u. A. § 45 BauO NRW aufgehoben. Das Gesetz ist am 01.01.2008 in Kraft getreten.

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Mobilfunkmast kann gebäudegleiche Wirkung haben

Das OVG Nordrhein-Westfalen hat am 05. November 2007 entschieden, dass auch ein schlanker Mobilfunkmast die Einhaltung von Abstandflächen erfordert.

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Baugenehmigung muss inhaltlich bestimmt genug sein

Das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen hat in einer Entscheidung vom 20. September 2007, Az. 10 A 4372/05 Kriterien für die inhaltliche Bestimmtheit einer Baugenehmigung postuliert.

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Carports dürfen weiterhin grenzständig errichtet werden

In einer Entscheidung vom 09. Oktober 2007 hat sich das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westen (Az. 10 A 159/07) klärend zur Neufassung des § 6 Abs. 11 BauO NRW geäußert.

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Abwehr von Lebensmitteldiscountern

Anhand eines schlüssigen Einzelhandelskonzepts inklusive Festlegung von Ortszentren kann eine Gemeinde die Ansiedlung von Lebensmittelläden positiv steuern. Anders als bei Einzelhandelsausschlüssen nur zum Schutz von bestimmten Gebieten ist dann eine Ermittlung der konkret zentrenschädlichen Sortimente nicht erforderlich, urteilte das OVG Nordrhein-Westfalen am 25. Oktober 2007.

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Grundsatzentscheidung zu § 34 Abs. 3 BauGB

Um die schädlichen Auswirkungen eines außerhalb eines zentralen Versorgungszentrums anzusiedelnden Betriebes auf das Versorgungszentrum zu beurteilen, ist nicht vorrangig auf die jeweiligen Verkaufsflächen abzustellen. Diese Methode ist nur eine von mehreren Beurteilungsmöglichkeiten und hat keinen Anwendungsvorrang. Insoweit widersprach das Bundesverwaltungsgericht am 11.Oktober 2007 einer Entscheidung des OVG Nordrhein-Westfalen und klärte im Rahmen der Prüfung von § 34 Abs. 3 BauGB wichtige Rechtsfragen.

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Gesamtnutzfläche von Gaststätten

Die Überschreitung einer bestimmten Flächensumme für Gaststätten in einem Baugebiet ist nicht durch eine Regelung nach § 1 Abs. 9 oder 10 BauNVO zu verhindern, beschloss der VGH Baden-Württemberg.

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25 m hohes Minarett gerichtlich abgelehnt

Bauvorhaben, die religiösen Zwecken dienen, genießen bauplanungsrechtlich keine Sonderrechte. Daher wurde vom Verwaltungsgericht Düsseldorf ein 25 m hohes Minarett in Mönchengladbach abgelehnt.

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Ingenieurbüro im reinen Wohngebiet

Sind die Räumlichkeiten für ein Ingenieurbüro im Kellergeschoss kleiner als die Wohnnutzung in dem Gebäude, ist eine solche Nutzung auch im reinen Wohngebiet zulässig, entschied das Oberverwaltungsgericht Niedersachsen am 17. August 2007.

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Bebauungsplan zur Enteignung von Privateigentum

Es ist zulässig, zur Schaffung einer dauerhaft rechtlich gesicherten Durchfahrmöglichkeit für Fahrzeuge der öffentlichen Ver- und Entsorgung privates Eigentum zu überplanen, um es anschließend zu enteignen, urteilte das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen am 13. September 2007.

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Beseitigungsverfügung darf in der Regel nicht für sofort vollziehbar erklärt werden

Das Verwaltungsgericht des Saarlandes hat am 01. Oktober 2007 - Az. 5 L 1071/07 den Sofortvollzug für eine Rückbauverfügung kritisch hinterfragt und sich dabei zu den Anforderungen an solche Entscheidungen geäußert.

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Fünfminütiges Glockenläuten für Nachbarn zumutbar

Nachbarn müssen Überschreitungen der Spitzenwerte in der TA-Lärm hinnehmen, wenn die Anzahl der Überschreitungen des Spitzenpegels gering ist und auch hinsichtlich der Tageszeit als sozialadäquat einzuordnen ist, urteilte das Verwaltungsgericht Arnsberg am 30. August 2007.

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Teilfortschreibung eines Flächennutzungsplans

Will eine Gemeinde Konzentrationsflächen für Windräder im Flächennutzungsplan aufheben, muss sie das gesamte Gemeindegebiet erneut in den Blick nehmen. Werden bei der Teilfortschreibung des Flächennutzungsplans nur die betroffenen Flächen betrachtet, liegt ein Abwägungsfehler vor, entschied das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen am 19. Juni 2007.

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Bolzplatz im allgemeinen Wohngebiet

Gegenstand des Urteils des Verwaltungsgerichts Aachens war ein kleiner Bolzplatz, durch den ein Anwohner sich gestört fühlte. Seine Klage auf Schließung war zwar nicht erfolgreich, die Stadt wurde jedoch verpflichtet, Vorkehrungen für weitere Lärmschutzmaßnahmen zu treffen.

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Beruf: Stadtplaner

Niedersachsen hat die Berufsbezeichnung Stadtplaner als letztes verbliebenes Bundesland gesetzlich geschützt.

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Unbestimmtheit einer Baugenehmigung

Eine Baugenehmigung für einen Gewerbebetrieb muss erkennen lassen, welche konkrete Betriebsgestaltung gestattet wird. Evt. Lärmkonflikte können nicht durch einen pauschalen Verweis auf ein Lärmgutachten gelöst werden. Daher bestätigte das OVG im Beschluss vom 20. September 2007 die Aufhebung einer Nutzungsänderung für eine Produktionshalle in "Holz- und Lehmbau - ökologisches Bauen".

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Außenwerbung darf Gebäude und Umfeld nicht verunstalten

Das Verwaltungsgericht Ansbach musste am 16. August 2007 die Auswirkungen einer Werbeanlage beurteilen und hat sich hierbei über die materiellen Anforderungen von Außenwerbung explizit geäußert.

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Gartenumgestaltung kann genehmigungsbedürftig sein

Das Ober Verwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen hat am 06.Juni 2007 einem nachbarlichen Antrag auf Stilllegung einer Baumaßnahme zur umfangreichen Neugestaltung eines Gartens entsprochen und sich hierbei zu den Begriffen der baulichen Anlage und der Nebenanlage klärend geäußert.

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Nutzung ohne Anzeigeverfahren formell illegal

Das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen 12. Juli 2007 hat sich zu den bauaufsichtlichen Folgen einer Nutzungsänderung geäußert, die ohne das Anzeigeverfahren nach dem Bürokratieabbaugesetz I aufgenommen worden ist. Die Entscheidung bedeutet auch unter Berücksichtigung der aktuellen Verfahrenserleichterungen keine Aufweichung der bisherigen Voraussetzungen für ein Nutzungsverbot.

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Bauvorbescheid und Schlusspunkttheorie

Eine Bauvoranfrage kann nicht mit der Begründung versagt werden, es fehle noch eine separate landschaftsschutzrechtliche Genehmigung. Der Bauvorbescheid setzt keinen Schlusspunkt, urteilte das OVG Rheinland-Pfalz am 04. Juli 2007.

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Konzept für Mobilfunkanlagen kann Bauvorhaben nicht verhindern

Es ist zwar anerkennenswert, wenn eine Gemeinde ein Konzept aufstellt, um den Bau von Mobilfunkanlagen zu steuern. Ein Baugesuch verhindern kann es aber nicht, urteilte das VG Düsseldorf am 23. Juli 2007.

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Änderungsplanung erfordert intensive Abwägung

Ändert eine Gemeinde einen Bebauungsplan, so dass Wohnbebauung näher an einen Kälbermastbetrieb heranrücken kann, ist eine besonders sorgfältige Erarbeitung des Abwägungsmaterials und der Abwägungsentscheidung erforderlich. Eine Berufung auf die "Rechtskraft" des Ursprungsplans ist ein zur Unwirksamkeit führender Abwägungsausfall, urteilte das OVG Nordrhein-Westfalen am 15. Juli 2007.

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Doppelhauscharakter ist nachbarschützend

Soll eine Doppelhaushälfte so umgebaut werden, dass anschließend die Gebäudehälften nur noch als aneinandergebaute Baukörper erscheinen, ist dies rücksichtslos gegenüber der verbleibenden Haushälfte, entschied das VG Gelsenkirchen am 20. Juni 2007.

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Darlegungs- und Beweislast in § 34 Abs. 3 BauGB

Darlegungs- und beweispflichtig für die Tatsache, dass ein nicht großflächiges Vorhaben schädliche Auswirkungen hat und daher nach § 34 Abs. 3 BauGB abzulehnen ist, ist die Genehmigungsbehörde, entschied das OVG Nordrhein-Westfalen im Urteil vom 13. Juni 2007.

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Novellierung der Landesplanung in NRW

In Nordrhein-Westfalen ist durch Einfügung eines neuen § 24a LEPro und Änderungen des Landschaftsgesetzes die Landesplanung zum 05.Juli 2007 neu geregelt worden.

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Anwendungsbereich von § 1 Abs. 10 BauNVO

Eine bestandssichernde Festsetzung nach § 1 Abs. 10 BauNVO kann auch dann getroffen werden, wenn nicht erstmalig oder neuerlich ein Baugebiet festgesetzt wird, entschied das OVG Rheinland-Pfalz.

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Modernisieren wird einfacher möglich

Der Bundesrat hat die Novelle des Wohnungseigentumsgesetzes verabschiedet. Durch die Novelle, die am 01. Juli 2007 in Kraft tritt, wird die Verwaltung von Eigentumswohnungen vereinfacht. Konnte bisher bereits ein einzelner Eigentümer wertsteigernde Investitionen auf Jahre blockieren, so lassen sich Modernisierungen ab sofort leichter auch gegen den Widerstand einer Minderheit durchsetzen.

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Berücksichtigung nachbarlicher Belange bei Stellplatzstandort

Ein Nachbar wandte sich gegen eine Wohnmobilgarage mit Abstellraum. Das Verwaltungsgericht Osnabrück bewertete den Standort als rücksichtslos und gab dem Antrag des Dritten auf Regelung der Vollziehung statt. Das Oberverwaltungsgericht Niedersachsen am 27. März 2007 die Beschwerde zum Anlass, sich noch einmal grundsätzlich zu den Zulässigkeitskriterien für Stellplätze und Garagen zu äußern.

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Überschreitungen der Lärm-Orientierungswerte

Wird im Bebauungsplan ein neues allgemeines Wohngebiet festgesetzt, in dessen Gebietsrändern die Orientierungswerte der DIN 18005 deutlich überschritten werden, ist es nicht unbedingt abwägungsfehlerhaft, auf aktiven Schallschutz zu verzichten. In dicht besiedelten Räumen kann auch eine Minderung der Immissionen durch eine Kombination von passivem Schallschutz, Stellung und Gestaltung von Gebäuden sowie Anordnung der Wohn- und Schlafräume abwägungsgerecht sein, urteilte das Bundesverwaltungsgericht am 22. März 2007.

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Kein Denkmalschutz im "Gewande" des Städtebaurechts

Denkmalschutz darf nicht mit städtebaulichen Erhaltungssatzungen nach § 172 BauGB verfolgt werden. Maßnahmen im Zusammenhang mit der Umsetzung einer Erhaltungssatzung dürfen daher nur auf die in § 172 BauGB genannten Gründe gestützt werden, entschied das OVG Nordrhein-Westfalen am 10. April 2007.

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Örtliche Bauvorschriften regelmäßig nicht nachbarschützend

Das VG des Saarlandes hat sich in einer Entscheidung vom 14. März 2007 zu den Voraussetzungen für den Anspruch eines Dritten auf bauaufsichtliches Einschreiten geäußert. Danach seien örtliche Bauvorschriften grundsätzlich nicht nachbarschützend, sondern dienten der Schönheit des Ortsbildes.

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Bauaufsichtliches Nutzungsverbot nicht unverhältnismäßig

Das Verwaltungsgericht Saarland hat sich in einer Entscheidung vom 17. April 2007 zum einstweiligen Rechtsschutz bei einem sofort vollziehbaren Nutzungsverbot geäußert. In dem konkreten Fall ging es um eine ungenehmigte Büronutzung in einem Wohngebiet.

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Veränderungssperre und unwirksame Bauleitplanung

Das Schicksal einer Veränderungssperre bei Unwirksamkeit des zugrunde liegenden Bauleitplans war Gegenstand der Entscheidung des OVG Lüneburg vom 24. April 2007. Eine Gemeinde hatte die Unwirksamkeit eines durch eine Veränderungssperre gesicherten Bebauungsplans erkannt. Einem der Planung zuwiderlaufendes Bauvorhaben (hier: ein Bordell) wurde die Veränderungssperre entgegengehalten, auch nachdem der Bebauungsplan im Mai 2005 bekannt gemacht worden war.

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Entscheidung zum Vereinfachten Verfahren

Das VG Saarland hat am 14. März 2007 eine Drittklage wegen einer Grenzgarage abgewiesen und hierbei Ausführungen zum Regelungsgegenstand im Vereinfachten Verfahren und zur Kombination eines Wohngebäudes mit einer Grenzgarage gemacht. Klar wurde, dass im Vereinfachten Verfahren im Saarland bauordnungsrechtliche Fragen nicht geregelt werden.

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Zu starke Einmischung durch Bauherr: Kündigungsgrund für Firma

Dass ein Bauherr größtes Interesse am Gelingen seines Immobilienprojekts hat, versteht sich von selbst. Deswegen kann und darf er ständig Kontakt mit den beauftragten Firmen halten und unzureichende Arbeit beanstanden. Doch wird er ohne einsehbaren Grund zur Nervensäge, dann kann das Bauunternehmen aus dem Vertrag aussteigen.

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Bebauungspläne zur Grundstücksbeschaffung zulässig

Will sich ein Grundstückseigentümer auf ein gemeindliches Grundstücksbeschaffungsmodell nicht einlassen, kann eine Außerachtlassung der Bauwünsche dieses Eigentümers im Bebauungsplanaufstellungsverfahren abwägungsgerecht sein, grenzte das OVG Niedersachsen am 20.04.07 seine Rechtsprechung aus dem Jahr 1999 zu dieser Problematik ein.

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Verkauf von baurechtlichen Abwehrrechten bindend

Hat sich ein Nachbar seine Abwehrrechte gegen ein Vorhaben "abkaufen" lassen, ist sein diesbezügliches Abwehrrecht nicht mehr schutzwürdig oder abwägungserheblich. Das gilt auch gegenüber späteren Eigentümern, urteilte der BGH Baden-Württemberg am 14.Februar 2007.

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Wer Bau-Rechnungen nicht aufhebt, riskiert Geldstrafe

Die meisten Bauherren verlassen sich auf ihren Architekten, der die Rechnungen des Projekts für sie prüft und zur Bezahlung freigibt oder bei Fehlern zurückweist. „Solche Rechnungen“, warnt Rechtsanwältin Heike Rath, Frankfurt „müssen bestimmte formale Vorschriften erfüllen.“ Dies betrifft alle Rechnungen, die ein Bau- oder Bauausbauunternehmen an den Bauherrn richtet, wie auch alle Rechnungen, die der Architekt selbst seinem Bauherrn stellt.

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Fehlende Nachbarbeteiligung reicht nicht für Abwehrrecht

Das Verwaltungsgericht Saarland lehnte den Antrag eines Dritten auf einstweiligen Rechtsschutz bezüglich einer Carportanlage für ein größeres Wohnhaus ab. Hierbei machte das Gericht Ausführungen zu den Voraussetzungen der Regelung der Vollziehung zu Gunsten eines Nachbarn und zum Rücksichtnahmegebot.

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Keine Normenkontrolle gegen Flächennutzungspläne

Auch wenn Flächennutzungspläne bei der Ausweisung von Vorrangflächen rechtliche Wirkungen auch gegenüber Privaten entfalten, ist eine Normenkontrolle und damit eine direkte Überprüfung von solchen Plänen nicht statthaft, beschloss das OVG Niedersachsen am 8. März 2007.

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Bauvertrag nur als Vertreter unterzeichnen

Architekten sollten sich bei der Mitwirkung der Vergabe davor hüten, für ihren Bauherrn einen Bauvertrag selbst zu unterzeichnen.

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Nutzung ohne Baugenehmigung darf mit Nutzungsverbot beantwortet werden

Der VGH Baden-Württemberg hat ein vorläufiges Nutzungsverbot für ein Wettbüro bestätigt und dabei Ausführungen zu den Voraussetzungen für eine solche bauaufsichtliche Maßnahme und zum planungsrechtlichen Charakter eines Wettbüros gemacht.

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Entscheidungen zum neuen Abstandflächenrecht

Das OVG Nordrhein-Westfalen hat sich in zwei Entscheidungen erstmals zum neuen Abstandflächenrecht geäußert und die Rechtsprechung zur restriktiven Auslegung der Abweichungstatbestände fortgesetzt.

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Löschung einer Baulast

Zurückweisung einer Berufung durch den VGH Baden-Württemberg 10.01.2007 - 3 S 1251/06. Hierbei hat sich das Obergericht detailliert mit den Voraussetzungen für die Wirksamkeit, den zulässigen Inhalten und den Rahmenbedingungen für einen Anspruch auf Löschung einer Baulast beschäftigt.

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Planung eines Wintergartens

Wintergärten sind Anbauten im Sinne des Baurechts, prinzipiell also bauanzeigepflichtig, in vielen Bundesländern auch genehmigungspflichtig.

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Mieter und Pächter sind keine Nachbarn i.S.d. öffentlichen Baurechts

Das VG Trier 17.11.2006 - 5 L 899/06.TR hat den Nachbarschutz von Mietern bzw. Pächtern im öffentlichen Baurecht grundsätzlich und nachbarliche Abwehrrechte gegen eine Mobilfunkstation bei Einhaltung der in der Standortbescheinigung vorgegebenen Mindestabstände verneint.

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Novellierung des Baugesetzbuches besteht im Großen und Ganzen Praxistest

Im Auftrag des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung (BBR) führte das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu), Berlin, einen Praxistest mit sechs Fallstudienstädten (Bocholt, Bochum, Forst, Freising, Leipzig und Reutlingen) zur Praxistauglichkeit der BauGB-Novelle 2006 durch.

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Lebensfremde Auflage führt zur Rücksichtslosigkeit eines Vorhabens

Wird ein Vorhaben mit Auflagen zum Lärmschutz genehmigt, obwohl feststeht, dass die Einhaltung dieser Auflagen lebensfremd ist, verstößt die Baugenehmigung gegen das Rücksichtnahmegebot, beschloss das OVG Sachsen-Anhalt am 04.05.2006 mit erfrischender Lebensnähe.

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Handwerkerpark neben reinem Wohngebiet grundsätzlich zulässig

Die Aufstellung eines Bebauungsplans mit dem Ziel, auf einer Konversionsfläche neben einem reinen Wohngebiet für kleine und mittlere Handwerksbetriebe zu erschwinglichen Preisen Betriebsgrundstücke in Form eines "Handwerkerparks" zur Verfügung zu stellen, ist städtebaulich möglich, entschied das OVG Rheinland-Pfalz.

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"Festhalle" für türkische Hochzeiten darf nicht ins Industriegebiet

Eine Festhalle für türkisch-kurdische Hochzeiten und andere Feste mit bis zu 500 Besuchern ist eine kerngebietstypische Vergnügungsstätte, die im Industriegebiet unzulässig ist.

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Detail, 21.03.2010