Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin (2005)
Im Zentrum Berlins, inmitten des größten Trubels zwischen Postdamer Platz, Brandenburger Tor und ehemaligem Reichstag, dem Deutschen Bundestag, steht man -unvermittelt alleine mit sich, in einem sanft wogenden Meer aus Betonpfeilern. Eben noch von Stimmengewirr und Verkehrslärm betäubt, scheint man wie abgetaucht; die Geräuschkulisse ist gedämpft, dringt kaum von ferne hinein in den Wald aus makellosen Kunststeinoberflächen, der in alle Richtungen durchwandert werden kann und will. Das Schlendern durch die Stelen, deren Oberfläche je nach Lichtstimmung und -Witterung mattgrau oder tiefschwarz spiegelnd erscheinen, ist in jedem Fall eine ganz ungewöhnliche Erfahrung.
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