Besucherzentrum KZ–Gedenkstätte Dachau
Bericht S. 572 - 572Architekt Florian Nagler Architekten |
Im Rahmen der 1995 begonnenen Neugestaltung des Geländes mit dem außerhalb des Lagers geschaffenen »Weg des Erinnerns« wurde nun der frühere Eingang wieder geöffnet. Am Rande dieses Zugangswegs, ohne städtebaulichen Bezug zu den bestehenden Gebäuden, steht das neue Besucherzentrum für die rund 800 000 Menschen, die jährlich aus dem In- und Ausland hierher kommen.
Die Idee einer gläsernen Fassade hinter teils schräg stehenden Stützen aus grau lasierter, sägerauer Douglasie entnahm der Architekt Florian Nagler dem Wäldchen, das dem Gebäude weichen musste. Die Stützen verbinden Decke und Bodenplatte, die beide gleichermaßen in sandgestrahltem Sichtbeton ausgeführt sind. Sie zeichnen im Grundriss ein 40 ≈ 40 Meter großes Quadrat nach. Unterbrochen wird dieses von mehreren Höfen, aus deren Kiesbelag, der sich auch auf dem Weg zum Eingang des Lagers findet, verschiedene Arten von Zierbäumen wachsen. Über diese Höfe erhalten die Räume – Buchladen, Foyer mit Informationsbereich, Audioguide-Ausgabe und Küche – ausreichend Licht. Auch an die Caféteria ist ein Hof mit Bänken und Tischen angegliedert.
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