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Achtsamer Umgang mit Ressourcen: Andy Senn über vergangene Freiheiten und zukünftige Herausforderungen

Geringe Regeldichte damals, ökologische Anforderungen heute und morgen: Andy Senn aus St. Gallen blickt 60 Jahre nach vorne und zurück anlässlich des 60-jährigen Jubiläums von Detail.

Was haben uns die 60er-Jahre in der Architektur hinterlassen?
Die filigrane Leichtigkeit auf der eine Seite und den in massiven Beton gegossenen Brutalismus auf der anderen. Die Architektur der 60er-Jahre war geprägt von einem ungebrochenen Zukunftsglauben, der die dazumal geringe Regeldichte formal genussvoll auskostete. Diese positive Grundhaltung ist in den Bauten aus dieser Zeit noch heute spürbar und ein guter Ansporn für unsere gegenwärtige Arbeit.

Wann sind Sie Detail zum ersten Mal begegnet?
Bereits während der Ausbildung im Lehr-Büro und auch danach im Studium waren die DETAIL-Hefte ein umfassend dokumentiertes und im wahrsten Sinne detailliertes Nachschlagewerk. Sie sind seit jeher stets ein verlässlicher Kompass beim Entwurf, bei der Planung und in der Ausführung.

Wo glauben Sie steht die Architektur in 60 Jahren?
Jede Architektur bildet den Zeitgeist ab und bedient die aktuellen und vorausschauend auch die zukünftigen Bedürfnisse der Gesellschaft. Dabei hält sie die Balance zwischen der Wirtschaftlichkeit und den ökologischen Anforderungen. Ein achtsamerer Umgang mit den Ressourcen zeichnet sich da bereits ab. Dazu gehört z.B. die respektvolle Sanierung des Altbestands. Vielleicht geht die Technisierung der Gebäude wieder etwas zurück, da man realisiert hat, dass diese weniger bringt wie zuerst erhofft. An ihre Stelle treten neue (alte) Technologien und ein intelligenter Umgang mit dem Baumaterial. Die Erwärmung des Klimas stellt erhöhte Anforderungen an die Gebäudehüllen und die Innen- und die Aussenräume. Mögliche Lösungsansätze sind die Regulierung des Raumklimas auf natürliche Weise und die Gliederung und Gestaltung der Fassaden unter Berücksichtigung des Sonnenschutzes.

Andy Senn, Architekt BSA SIA
1965        Geboren in Bern
1982-1986    Lehre als Hochbauzeichner
1987-1990    Hochbauzeichner in div. Architekturbüros
1991-1994    Fachhochschule Burgdorf, Architekturstudium
1994-1995    Architekt bei Rolf Mühlethaler, Architekt BSA SIA, Bern
1995-1997     Architekt bei Beat Consoni, Architekt BSA SIA, Rorschach
seit 1998    freischaffender Architekt, St.Gallen

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