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Mit Leidenschaft am Sammeln: Francisco Vasconcelos über seine Kollektion von Detail-Ausgaben

Haben Sie eine Lieblingsausgabe von Detail? Der portugiesische Architekt und Fotograf Francisco Vasconcelos schätzt besonders die erste Ausgabe von 1961. Sein Lieblingstext ist ein Interview mit Peter Zumthor, das 2001 in Detail erschien.

Wann sind Sie zum ersten Mal auf die Zeitschrift Detail aufmerksam geworden?
Im zweiten Jahr meines Architekturstudiums habe ich Detail zum ersten Mal gesehen. Mein Dozent für Bauwesen, Jorge Barros, empfahl mir, nicht nur Bilder anzuschauen, sondern auch zu entdecken, wie Architektur tatsächlich funktioniert. Detail war eine Referenz, die er uns für unsere eigene Bibliothek nannte. Ich erinnere mich, wie ich mir als Student die schönen Architekturbeispiele angesehen habe, die von den maßstabsgetreuen Konstruktionsdetails begleitet wurden.

Wann haben Sie mit Ihrer Sammlung begonnen?
Ich bin sofort dem Rat meines Lehrers gefolgt und habe 1999 ein Jahresabonnement abgeschlossen. Um 2001 habe durch die Detail-Jubiläumsausgabe zum 50-jährigen Geburtstag erkannt, wie wichtig die großen Meister in der Architektur sind, besonders in den 1960er- und 70er-Jahren. Jede Jede Seite der Zeitschrift zeigte mir die Geschichte, bis zurück in die 60er-Jahre. Da ich diese Dekade für eine der intensivsten Phasen in der Architektur halte, war es in jeder Ausgabe unschätzbare architektonische Konstruktionsdetails von vielen Meistern geben muss. Also ich, Detail-Ausgaben zu kaufen. Über Online-Auktionsplattformen gelang es mir, viele Exemplare aus den Jahren 2001 bis 2009 zu finden. Manchmal waren es einzelne Ausgaben, ein anderes Mal ganze Jahrgänge. Schließlich hatte ich es geschafft, fast jede Printausgabe, von 1961 bis in die 90er-Jahre und dann die 2000er-Jahre mit meinem Abonnement zu erwerben.

Haben Sie eine Lieblingsausgabe?
Ja, die habe ich. Obwohl die erste Ausgabe das Juwel meiner Sammlung ist, ist meine Lieblingsausgabe diejenige, die meinen Weg in der Architektur verändert und den Ausgangspunkt meiner Masterarbeit definiert hat. Es ist die Detail 1.2001 und der Artikel auf Seite 20: "Ich baue aus der Erfahrung der Welt ..." –  ein Interview mit Peter Zumthor. Dieser Text hat mich in die Phänomenologie in der Architektur eingeführt. Er war immer an meiner Seite, als ich meine Magisterarbeit über "Architektur und Phänomenologie" geschrieben habe. Insgesamt möchte ich sagen, dass Detail einen großen Einfluss auf die Definition der Disziplin der Architektur hatte, die ich mir auch selbst aneignen wollte.

Francisco c.p. Vasconcelos (*1978 in Porto) ist Architekt und Fotograf. Er studierte Architektur und Phänomenologie und arbeitet derzeit bei csxlab.org sowie als BIM Verantwortlicher im Büro NN - Arquitectura e Planeamento in Porto, Portugal. Er hat mehrere Fotografie-Preise gewonnen und internationale Ausstellungen in seinem Portfolio. Er arbeitet kontinuierlich an Forschungsprojekten, die sich mit Fragen der Architektur und Phänomenologie beschäftigen. Im Anschluss an sein fotografisches Projekt Multiverse hat Francisco in Griechenland, den Niederlanden, Deutschland und Japan gelebt, gearbeitet, geforscht und kulturelle Formen von „Realität“ erlebt.

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