Messehalle in Paris

Die neue Messehalle nördlich von Paris ist der Auftakt einer Erweiterung des Geländes um 300.000 m². Da die großflächigen Strukturen nur temporär belegt sind, sollte das neue Messegebäude möglichst vielfältig auch für andere Veranstaltungen nutzbar, sowie umweltverträglich und nachhaltig sein. Für besondere Events kann daher in den höheren, stützenfreien Trakt der zweiteiligen Halle ein temporäres Auditorium mit 800 – 2000 Plätzen eingebaut werden. Rund um diese Flächen spannt sich eine doppelschalige Fassade aus Polycarbonat-Wellplatten um die Stahlkonstruktion und erlaubt so eine natürliche Belichtung und Belüftung der Halle. Im zwei Meter breiten Zwischenraum ranken Kletterpflanzen am Stahlgerüst nach oben, deren Blätter im Sommer als Verschattung dienen. Dieses »Gewächshaus« bildet eine Pufferzone, die Außen- und Innenbereiche über Lüftungsflügel je nach Bedarf verbindet oder trennt. Im Winter öffnet sich die Zone tagsüber nur zur Halle und leitet so die von der Sonne erwärmte Luft in den Innenraum; im Sommer bleiben die innere Fassade und der Sonnenschutz in Form alukaschierter Rollos im Fassadenzwischenraum tagsüber geschlossen, während nachts die abgekühlte Luft einströmen kann. Bewässerung der Pflanzen, Wärmepumpe und Beleuchtung werden zentral und vollautomatisch geregelt.

Messehalle in Paris
© Philippe Ruault