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100% solar beheizt: neue Mehrfamilienhäuser geplant

Der Schweizer Solarunternehmer Josef Jenni will in Oberburg zwei neue, komplett solar beheizte Mehrfamilienhäuser errichten. Damit tritt er den Beweis an, dass Solarwärme in Gebäuden auch in Zeiten der Wärmepumpe noch technisch vorteilhaft und wirtschaftlich konkurrenzfähig ist.

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Bereits 2007 weihte Josef Jenni Europas erstes vollständig mit Sonnenenergie beheiztes Mehrfamilienhaus ein (Foto). Die acht Wohnungen darin sind seit rund drei Jahren vollständig vermietet. Sie konnten während dieser Zeit auch im Winter stets ausschließlich mit Sonnenenergie beheizt werden, so Jenni. Im Betrieb stellte sich sogar heraus, dass die Solaranlage bei dem Pilotprojekt wesentlich – etwa um den Faktor 2 – überdimensioniert worden war.

Die grundlegende Funktionsweise der Anlage soll nun auch bei den beiden geplanten, neuen Solarhäusern beibehalten werden: Sonnenkollektoren auf dem Dach heizen das Wasser in einem grossen Solarspeicher auf. Anschließend wird die gespeicherte Wärme nach Bedarf über die Fussbodenheizung in den Wohnungen verteilt. In den Saisonspeicher integrierte Boiler erwärmen das Brauchwarmwasser für den Haushaltsbedarf. Eine optimale Bewirtschaftung des Speichers mit geschichteter Ladung und Entladung ist laut Jenni entscheidend für die Effizienz des Solarsystems.

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Für die beiden Neubauten, die in Sichtweise des Unternehmenshauptsitzes entstehen sollen, haben die Ingenieure von Jenni Energietechnik AG diese Technik nunmehr weiterentwickelt. Vor allem soll die Solaranlage kleiner dimensioniert werden: Auf dem geneigten Dach werden nur noch 180 statt 360 Quadratmeter Kollektoren installiert; der Solarspeicher soll nur noch 120 statt 200 Kubikmeter Warmwasser fassen. Laut Jenni ermöglicht dies nicht nur eine Senkung der Baukosten, sondern erlaubt auch eine bessere Belichtung und damit bessere Ausnutzung des Dachgeschosses.

Die Solarheizung, so Jenni, solle kaum teurer sein als eine gute Wärmepumpenheizung. Die Baukosten pro Gebäude bezifferte Jenni gegenüber der „Berner Zeitung“ auf 3,7 bis 3,8 Millionen Euro. „Damit bewegen wir uns bei Mieten wie Kaufpreisen im Rahmen dessen, was man sonst in der Region für neue Wohnungen zahlt“, so der Bauherr.

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