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10.000 Quadrameter Glasfassade für Bonner Hotel

Lifestyle- und Business Hotel Kameha Grand Bonn

Aus mehr als 10?700 Quadratmeter Glasflächen besteht die Fassade des im Herbst 2009 eröffnenden Lifestyle- und Business Hotel Kameha Grand Bonn am Bonner Bogen. Jetzt wurde das letzte 2,80 x 3,52 Meter große Fensterelement im Atrium eingesetzt und komplettiert somit die gläserne Außenhaut, die später den unverbauten Blick auf Rhein und Siebengebirge freigeben wird. Allein das zum Rhein hin gewölbte Glasdach, das in einer Höhe von 12 bis zu 21 Meter die Eventhalle überspannt, hat eine Fläche von 1?800 Quadratmeter. Insgesamt wurden seit dem Richtfest rund 3000 Glaselemente eingebracht, die zusammen 590 Tonnen Gewicht betragen. Dies war eine schwierige Aufgabe, denn die Verbundglasscheiben müssen millimetergenau in die filigranen Metallrahmen eingepasst werden.

Mit Hochdruck geht es jetzt an die Fertigstellung der zweischaligen Dachverkleidung. Die wetterfeste Unterschicht ist bereits weitgehend montiert. Danach folgt die Montage der 6,5 x 1,6 Meter großen Aluminiumtafeln, die in Bahnen vorgefertigt werden und silbergrau im Licht schimmern. Die Arbeiten an der Fassade werden von dem Fassadenspezialist Schindler ausgeführt. Danach wird sich das Kameha Grand Bonn mit seiner Außenhaut erstmals so präsentieren, wie es Architekt Karl-Hein Schommer zusammen mit dem Bauherrn, der BonnVisio-Gruppe, geplant hat.

Das Fünf-Sterne-Hotel verfügt über insgesamt 254 Zimmer, davon 62 Suiten, und multifunktionalen Veranstaltungsflächen für 2500 Personen. Die außergewöhnliche Interieurausstattung stammt von Marcel Wanders. Durch die weiche Gebäudeform mit dem gewölbten Glasdach fügt sich das Hotel perfekt in die natürliche Szenerie der Umgebung ein. Aus den bodentiefen Fenstern bietet sich ein grenzenlos scheinender Blick in die Rheinauen. Selbstverständlich lassen sich alle Fenster öffnen. Als Sonnenschutz fungieren innen liegende Aluminiumlamellen als Raffstores sowie Blend- und Verdunkelungsanlagen. Ein ausgeklügeltes Klimapaket, das die Grundlastversorgung über eine Betonkernaktivierung in den Deckensystemen sicherstellt, sorgt für angenehme Temperaturen zu jeder Jahreszeit.

Die Gesamtbreite des Gebäudes verjüngt sich von 68,50 Meter an der Joseph-Schumpeter-Allee bis auf 59,50 Meter zu den Rheinterrassen. Die beiden 104 Meter langen und im Mittel 16 m breiten Hotelspangen verjüngen sich zum Rhein. Dazwischen spannt sich die filigrane Metallkonstruktion für das Glasdach der Halle, die rund 51 Meter lang ist und sich zum Rhein bis auf eine Breite von 31,50 Meter aufweitet. Das Isolierverbundglas ist ein Sonnenschutzglas, das für Reinigungszwecke betretbar ist. Für jederzeit angenehme Raumtemperatur in der Eventhalle sorgen Sonnenschutzsegel sowie die Hohlprofile der filigranen Metallkonstruktion, die mit Wasser gefüllt als Heiz- beziehungsweise Kühlflächen zusätzlich zum Klimaboden fungieren.

Dieser Artikel ist aus dem Heft:
DETAIL 7+8/2009

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