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Foto: Michel Denoncé/EPFL

235 Meter lange Dachkonstruktion für das ArtLab in Lausanne

Das vom japanischen Büro Kengo Kuma and Associates entworfene ArtLab beherbergt für die Öffentlichkeit zugängliche Expositionen an der Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft. Je ein Gebäudeteil widmet sich Ausstellungen zu Big Data, Bildender Kunst und Musik, so ist hier als besondere Attraktion auch das Montreux Jazz Festival Heritage Lab untergebracht.

Kengo Kuma and Associates gingen im Jahr 2012 als Gewinner aus einem Wettbewerb hervor. Das Tokioter Büro setzte dabei den Arbeitstitel des Projekts »Under One Roof« programmatisch um. Die lange und schmale Gebäudekette, die sich in einer Nord-Süd-Achse über den Campus erstreckt, krönt ein schiefergedecktes Dach mit einer Unterkonstruktion aus Holz. Das dekonstruktivistisch anmutende Gebäudeelement mit unregelmäßig abfallenden Seitenflächen verläuft meist parallel zum Gelände und fällt an einem Ende zum Boden ab, so dass ein Vorplatz entsteht. Zwischen den einzelnen Gebäudevolumen überspannt es Freiräume, die großzügige Passagen bilden, so dass das Gebäude durchlässig und das Gelände von der Straße zur Campusmitte hin zugänglich bleibt.

Die Tragstruktur bilden Rahmen aus zwischen teils perforierten Stahlflächen eingebettetem Brettschichtholz. Insgesamt 56 solcher Rahmenkonstruktionen reihen sich im Abstand von 3,80 Metern aneinander und treten aus den Wand- und Dachflächenmodulen innen wie außen sichtbar hervor. Aufgrund der unterschiedlichen Dachflächenformen und Gebäudebreiten zwischen 6 und 16 Metern, variiert die Konstruktion der einzelnen Rahmen. Je größer die Spannweite, desto dicker die perforierten Stahlflächen und desto dünner der Holzkern. Eine ursprünglich aus der Wettbewerbsphase vorgesehene Hybridkonstruktion mit BSH und Aluminium erwies sich als ungeeignet aufgrund des unterschiedlichen Materialverhaltens bei klimatischen Einflüssen, wie hoher Luftfeuchtigkeit. Mit der Kombination aus Stahl und Holz sowie der innovativen Bauweise in angepassten Proportionen konnte den Herausforderungen begegnet werden. Im Erscheinungsbild wirken die rhythmisierenden Bauteile dennoch einheitlich, zumal die dazwischenliegenden Dach- und Fassadenmodule eine standardisierte Größe aufweisen.

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Weitere Informationen:

Totalunternehmer:
Marti Construction SA

Jahr: 2016

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