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Adäquates Licht für moderne Kunst

Wie sich ein ehemaliges Bankgebäude in ein Museum für moderne Kunst verwandeln lässt, zeigt das Museum Gunzenhauser in Chemnitz. Volker Staab Architekten ist es gelungen, eine respektvolle Synthese aus Bestand und zeitgenössischer Architektur zu schaffen. Dazu trägt auch das vom Büro Licht Kunst Licht entwickelte sensible Beleuchtungskonzept bei, das speziell auf die lichtempfindlichen Exponate, deutsche Kunst aus dem 20. Jahrhundert, abgestimmt wurde.

Alle Räume werden so belichtet, dass nie Beleuchtungsstärken von 50 lx auf den Ausstellungswänden überschritten werden. Lichtdecken sowie Lichtvouten in Decken und Fenstern tragen in Verbindung mit blendfreiem Tageslicht dazu bei, dass die Bilder dennoch optimal zur Geltung kommen. Die Lichtvouten in den Decken betonen die Nahtstellen zwischen nachträglich eingebauten Elementen und ursprünglichem Bestand. So zum Beispiel die Kaskadentreppe, die die Ausstellungsgeschosse miteinander verbindet: Sie wird zum Ausstellungsraum hin von einer durchlaufenden Lichtvoute optisch betont. Die Reflexion des tiefroten Bodens erzeugt eine spannende Atmosphäre von warmer, lichterfüllter Farbigkeit.

Ganz ähnlich verhält es sich im Kassenbereich, wo die roten Flächen im Innern des Kubus ebenfalls durch die Lichtvoute über der Decke sanft eingeblendet werden. Auch in die Fenster wurden Lichtvouten installiert. Hinter einem transluzenten textilen Blendschutz füllt eine T5-Lichtleiste die Fensteröffnungen auch am Abend mit Licht und verhindert, dass sie zu schwarzen Löchern werden. Die Gebäudestruktur bleibt also auch bei Dunkelheit für die Besucher erfahrbar.

Die Lichtvouten wurden mit »MLF-Lichtleisten« von Regiolux realisiert. Die Leuchte punktet auf der ganzen Linie mit Kompaktheit. Als eine der kleinsten T5-Lichtleisten auf dem Markt (33 x 55 mm) findet sie auch bei geringem Installationsraum Platz und entfaltet selbst hier maximale Wirkung. Das macht sie ideal zur indirekten Beleuchtung in Lichtvouten, hinter Blenden oder unterschiedlichsten Diffusormaterialien. Hinzu kommen ihre Montagefreundlichkeit mittels Steckverbindungssystem und Durchgangsverdrahtung sowie eine lange Lebensdauer. So ist beispielsweise die Wärmeabgabe gering, die Ausfallgefahr damit minimiert und folglich auch die Wartungskosten.

Die Wärmelast insgesamt ist ausgesprochen gering. Vorbildlich ist auch, dass vielfältiges lichttechnisches Zubehör zur Verfügung steht, um die gewünschte Lichtwirkung zu erzielen. Da die MLF-Lichtleiste viele Möglichkeiten in Lampenleistung und Dimmtechnologien bietet, ist sie vielfältig einsetzbar.

Dieser Artikel ist aus dem Heft:
DETAIL 12/2009

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