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Ai Wei Wei Ausstellung

Ai Weiwei. So Sorry


Mit seinen zahlreichen Ausdrucksformen in Kunst und Architektur, Design, Film und Fotografie gehört der Chinese Ai Weiwei zu den faszinierensten Künstlern der Gegenwart, der mit seinen Aktionen und Internet-Blogs auch immer wieder die politischen Missstände in seinem Heimatland anprangert. Mit seiner Ausstellung »So Sorry« - der Titel zielt auf die neue Entschuldigungskultur, mit der Politiker und Manager auf die Finanz- und andere globale Krisen reagieren - bespielt er nahezu das gesamte Haus der Kunst.

Das beginnt mit der pixelhaften Installation »Rembering« aus 9000 eigens gefertigten Kinderrucksäcken, die mit 100 Metern Länge die gesamte Fassade des Bauwerks bedeckt und an die Schulkinder erinnert, die bei dem Erdbeben 2008 in Sichuan ihr Leben verloren. Im Gebäude schließlich werden neben verschiedenen Großplastiken und einer eindrucksvollen Sammlung bizarrer Wurzeln auch Fotoinstallationen und Filme gezeigt. Nachdenkenswert stimmt dabei immer wieder Ai Weiweis eigenwillige Interpretation von Denkmalpflge.

Pressekonferenz zur Fassadeninstallation „Remembering“.

Aufbau der Fassadeninstallation „Remembering“.

Die aus farbigen Kinderrucksäcken gebildeten chinesischen Schriftzeichen zitieren den Ausspruch der Mutter von einer bei dem Erdbeben 2008 in Sichuan getöteten Schülerin: „Sieben Jahre lebte sie glücklich in dieser Welt.“

Aufbau der Installation "Template".

Holztüren und Fenster der zerstörten Häuser aus der Ming und Qing Dynastie (1368-1911)

Ai Weiwei vor der Installation "Template"

„Rooted Upon“ aus 100 Baumteilen auf dem Wollteppich „Soft Ground“, der exakt den Originalbodenbelag nachbildet.

Im Hintergrund: "Fairytale",1001 chinesische Besucher (anlässlich der Dokumenta 12 in Kassel

"Table and Beam"/ "Through"

„Dust to Dust“

Zermahlene Tonwaren im Glasgefäß

"Fairytale"

Fotos: Christian Schittich, München

Dieser Artikel ist aus dem Heft:
DETAIL 11/2009

Umnutzung, Ergänzung, Sanierung

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