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Talstation am Stubaier Gletscher von Architekturbüro Orgler

Akustik für Talstation

Die vom Architekturbüro Arch. Orgler ZT-GmbH geplante und umgesetzte neue Talstation am Stubaier Gletscher sollte nach Vorgaben des Bauherrn ein ästhetisches Erscheinungsbild mit der Funktionalität und dem Komfort eines modernen Gebäudes vereinigen. Komfort vor allem auch in der Raumakustik war gefordert.

Bei der Ankunft an der Talstation Mutterberg sorgt eine überdachte Kassenhalle mit acht Schaltern für den schnellen Erwerb von Tickets. Auf einer Gesamtnutzfläche von cirka 6.000 Quadratmetern steht den Besuchern eines der größten Self-Service Depots Österreichs mit Platz für 1.500 Paar Ski und 1.200 Paar Schuhen zur Verfügung. Zudem bietet ein großer Shop ein vielfältiges Sortiment an Winterausrüstung. Damit die jährlich rund eine Million Gäste zügig auf den Gletscher kommen, wurde ein neues Zu- und Abgangskonzept entwickelt, das die Wartezeiten auf ein Minimum reduziert: Breite überdachte Aufgangsrampen sorgen für einen reibungslosen und trockenen Aufstieg. Auch das mühsame Treppensteigen mit Skistiefeln gehört somit der Vergangenheit an.

Für die Architekten stellte sich die Herausforderung, die bereits bestehenden und über mehrere Jahrzehnte entstandenen Baukörper zu einer Einheit zusammenzufassen. Dabei mussten die internen und öffentlichen Abläufe entsprechend neu organisiert und die Logistik optimiert werden. Zudem sollte die Einbindung des Gesamtbaukörpers in die Landschaft mit entsprechender architektonischer Umsetzung der Schutzfunktion, wie zum Beispiel Lawinenbelastung, gewährleistet werden. Die Architekten setzten bei der Gestaltung auf eine zurückhaltende Materialsprache: Stahl, Glas und Sichtbeton sind die vorherrschenden Baustoffe.

Um neben einem ansprechenden Erscheinungsbild auch ein angenehmes Ambiente zu schaffen, war es wichtig, eine gute Raumakustik zu gewährleisten. Daher wurden in den stark frequentieren Bereichen, der Kassenhalle sowie dem Zugangs- und Wartebereich vor den Bahnen, Heradesign Dekorplatteneingesetzt um den Lärmpegel gering zu halten. Die cha­rakteristisch lebendige Oberfläche und edle Faserstruktur der baubiologisch unbedenklichen Holzwolleplatten sorgen für eine attraktive Decken- und Wandgestaltung. Zudem ermöglichen die Dekorplatten eine einfache und optisch ansprechende Integration von Leuchtkörpern und Revisionsöffnungen.

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