You are using an outdated browser. Please upgrade your browser to improve your experience.

print article Artikel drucken

Alterszentrum in Maienfeld

Fotos: Andreas Gabriel

Das Gebäude des Alterszentrums Bündner Herrschaft in Maienfeld soll den Austausch zwischen Generationen fördern und gleichzeitig seinen Bewohnern sowohl Aufenthaltszonen als auch Rückzugsnischen bieten.

Objekt: Alterszentrum Bündner Herrschaft, Maienfeld
Architekten: Arbeitsgemeinschaft Isler Gysel / bhend.klammer Architekten, Zürich
Standort: Törliweg 5, CH-7304 Maienfeld, Graubünden, Schweiz

Foto: Andreas Gabriel

Das Alterszentrum Bündner Herrschaft liegt direkt unterhalb des Schlosses in unmittelbarer Nähe zur Altstadt von Maienfeld. Neben einer Schulanlage in den Grünraum der Gemeinde im Churer Rheintal eingefügt, orientiert sich das stark gegliederte Volumen ringsum nach allen Seiten. Vor- und Rücksprünge sorgen für einen dem Umfeld angemessenen Maßstab und bieten auf allen Geschossen Platz für Terrassen. Neben öffentlich zugänglichen Bereichen wie zum Beispiel einer Cafeteria enthält das Gebäude Pflegezimmer sowie Seniorenwohnungen.

Der Zugang führt direkt in den wichtigsten Raum, der die innere räumliche Organisation prägt: die zentrale dreigeschossige Eingangshalle, die über mehrere Oberlichter in den Ecken des polygonalen Raums belichtet wird. Sie ist zugleich bestimmendes Identifikationselement und Hauptorientierungspunkt im Raumgefüge des Gebäudes. Hier befindet sich die Cafeteria, die sowohl für Veranstaltungen wie Vorträge und Feiern, als auch für den Tageshort der benachbarten Schule mit Mittagstisch genutzt wird. So holt die Halle öffentliches Leben in das Haus und fördert den Austausch zwischen den Generationen.

Die Stationen, die sich jeweils paarweise über ein Geschoss erstrecken, sind als große »Wohnungen« mit eigener Küche und Essbereich organisiert. Der umlaufende Korridor als halböffentlicher Erschließungsraum weitet sich immer wieder zu Aufenthaltszonen und Rückzugsnischen. Er bietet sowohl Ausblicke in die umgebende Landschaft als auch Einblicke in die zentrale Halle über innere Fenster in unterschiedlichem Format. So entstehen spannungsvolle Blickbezüge über den Luftraum der Halle hinweg und in allen Stationen bleibt auch das Leben der jeweils anderen spürbar.

Die tragende Fassade des Hauses besteht als einschalige Konstruktion aus Ziegelmauerwerk, auf das außen ein grobkörniger, erdfarben pigmentierter Putz mit Glimmerzusätzen aufgebracht wurde.

Foto: Andreas Gabriel
Foto: Andreas Gabriel
Stichworte:
Dieser Artikel ist aus dem Heft:
DETAIL 9/2012

Konzept Wohnen im Alter

Zum Heft
Shop-Empfehlung
Anzeige

ARCHITEKTUR & DESIGN

Detail Newsletter

Wir informieren Sie regelmäßig über internationale Projekte, Neuigkeiten zu Architektur - und Designthemen, Research und aktuellen Veranstaltungen in unserem Newsletter.