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Álvaro Siza – Von der Linie zum Raum

Der portugiesische Stararchitekt Álvaro Siza Vieira erhält den Goldenen Löwen der diesjährigen Architektur-Biennale von Venedig. Der Preis würdigt Sizas Lebenswerk und wird zur Eröffnung der Biennale am 29. August überreicht. Die Ausstellung "Von der Linie zum Raum“ präsentiert zehn aktuelle Bauten und Projekte des Architekten.

Ort: aut. architektur und tirol, Lois Welzenbacher Platz 1, 6020 Innsbruck
Eröffnung: 28. Juni 2012, 19 Uhr
Dauer: 29. Juni bis 22. September 2012

Iberê Camargo Stiftung, Porto Alegre, Brasilien, 1998 – 2009, Foto: Fernando Guerra
Iberê Camargo Stiftung, Porto Alegre, Brasilien, 1998 – 2009, Foto: Fernando Guerra

„Ich weiß kaum, welche Materialien ausgewählt werden sollten. Ideen kommen immateriell auf mich zu – Linien auf weißem Papier. Sobald ich sie bestimmen will, habe ich Bedenken und sie fliehen, in der Ferne wartend.“ (Álvaro Siza)

Das wichtigste Werkzeug im Entwurfsprozess ist für Álvaro Siza die Skizze. Mit dem Zeichenstift entwirft er komplexe räumliche Situationen, skizziert Ideen und untersucht Formen. Neben den Skizzen dienen ihm Arbeitsmodelle zur Überprüfung und Weiterentwicklung der Projekte bis ins Detail. Dieser Arbeitsweise gilt das Hauptaugenmerk der Ausstellung „Von der Linie zum Raum“. Anhand von 10 aktuellen Bauten und Projekten aus dem Kulturbereich – darunter das Museum der Iberê Camargo Stiftung in Brasilien, der Anyang Pavillon in Süd-Korea, die Kirche Santa Maria in Marco de Canavezes und der Portugiesische Pavillon der Expo 2000 in Hannover – veranschaulichen zahlreiche Skizzen und Arbeitsmodelle, großformatige Fotografien und Pläne, wie Álvaro Siza Projekte entwickelt. Filme zu und Möbel von Siza vervollständigen die von Rudolf Finsterwalder und Wilfried Wang für den Siza- Pavillon auf der Insel Hombroich konzipierte und für das aut adaptierte Ausstellung.

Álvaro Siza beim Skizzieren, Foto: Carlos Castanheira
Álvaro Siza beim Skizzieren, Foto: Carlos Castanheira
Skizze Anyang Pavillon, Young-Il Park, Südkorea, Foto: Álvaro Siza
Skizze Anyang Pavillon, Young-Il Park, Südkorea, Foto: Álvaro Siza

Álvaro Siza, 1992 mit dem Pritzker-Preis ausgezeichnet, gilt als einer der wichtigsten portugiesischen Architekten des 20. Jahrhunderts. Seit den späten 1950er Jahren realisierte er zahllose Bauwerke, anfänglich vorwiegend in Portugal, später auch in ganz Europa, Amerika und Asien. Es gibt fast keine Bauaufgabe, der sich Siza nicht widmete; er entwarf Einfamilienhäuser und große Wohnanlagen, Universitäten, Schulen und Bibliotheken, Ausstellungspavillons und Museen, Sakralbauten, Verwaltungsgebäude und Einkaufszentren, Gewerbebauten und Infrastruktureinrichtungen, ganze Stadtviertel und nicht zuletzt auch Möbel.
Schon an seinen ersten Hauptwerken, dem Teehaus von Boa Nova (1958–61) und der in die Felslandschaft eingebetteten Schwimmbadanlage (1961–66) in Leca de Palmeira wird deutlich, was Siza’s Architektur auszeichnet. Ausgangspunkt seiner Entwürfe ist immer der konkrete Ort und dessen kultureller und architektonischer Kontext – sei es das urbane Umfeld, ein historisches Gebäude oder die Landschaft.

Anyang Pavillon, Young-Il Park, Südkorea, 2005 – 2006, Foto: Fernando Guerra
Anyang Pavillon, Young-Il Park, Südkorea, 2005 – 2006, Fotos: Fernando Guerra
Anyang Pavillon, Young-Il Park, Südkorea, 2005 – 2006, Foto: Fernando Guerra

Zur Ausstellungseröffnung sprechen die Botschafterin der Portugiesischen Republik Ana Maria Marques Martinho und der Ausstellungskurator Rudolf Finsterwalder.

Der Eintritt ist frei.

aut. architektur und tirol. Öffnungszeiten:
Di - Fr 11.00 - 18.00 Uhr
Do 11.00 - 21.00 Uhr
Sa 11.00 - 17.00 Uhr
an Feiertagen geschlossen

www.aut.cc

Kirche Santa Maria, Marco de Canavezes,
Kirche Santa Maria, Marco de Canavezes, Portugal, 1990 – 96, Fotos: Fernando Guerra

Begleitpublikationen:

Álvaro Siza: Von der Linie zum Raum
Begleitkatalog zur Ausstellung im Architekturmuseum der Museumsinsel Hombroich Herausgeber: Rudolf Finsterwalder und Wilfried Wang Broschur, 29 x 25,5 cm, 120 Seiten, 150 Abbildungen, Deutsch/Englisch erschienen 2011 im Springer-Verlag, Wien, 24 Euro

Gerade erschienen ist ebenfalls ein Buch über Sizas Laborgebäude auf dem Novartis Campus in Basel. Mit einem Text von Ákos Moravánszky, einer Einleitung von Ulrike Jehle-Schulte Strathaus und Fotografien von Johannes Marburg. 
NOVARTIS CAMPUS –VIRCHOW 6 Álvaro Siza
80 Seiten, 24 x 31 cm, 75 Farbabbildungen und Pläne. Leinen, gebunden, Christoph Merian Verlag, Basel, Deutsch/Englisch, 32 Euro

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