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Amt für Abfallwirtschaft in München (1999)

Anlässlich der Ausstellung »High Energy. Ingenieur-Bau-Kultur« erscheint auf unserer Homepage ein Rückblick auf ausgewählte Projekte aus dem Büro Schlaich Bergermann und Partner, die in DETAIL dokumentiert wurden.

Architekt: Ackermann und Partner, München
Tragwerksplaner Überdachung Carport: Schlaich Bergermann und Partner, Stuttgart

Amt für Abfallwirtschaft München, Ackermann Partner, Schlaich Bergermann Partner
Foto: Hans Neudecker, Rotis

Die Gesamtanlage des Abfallwirtschaftsamts besteht aus drei Bauteilen. Ein zehngeschossiger, nördlich zur Straße hin gelegener Verwaltungsbau in Stahlbetonskelettbauweise mit Elementfassade, ein Werkhof mit dreischiffigem LKW-Werkstattgebäude und der östlich gelegene Carport für 150 Müllfahrzeuge.

Die Überdachung des Carports ist als ringsum offene punktgestützte Membrankonstruktion aus transluzentem PTFE-beschichtetem Glasfasergewebe ausgeführt. Darunter befinden sich auf zwei Ebenen die Fahrzeugstellplätze. Die Zwischendecke ist als Betontisch in diemassive Untergeschosswanne eingestellt. Auf ihr befinden sich neben Stellplätzen auch die Umkleide- und Duschräume für 500 Müllwerker. 88 Stahlstützen im Raster von 10 x 12 Meter tragen die insgesamt über 8400 Quadratmeter große Membranfläche, die auf der Baustelle aus 12 Meter breiten vorkonfektionierten Streifen verschweißt wurde.

Amt für Abfallwirtschaft, Ackermann Partner, Schlaich Bergermann Partner
Randstütze Aufsicht

Die Innenstützen besitzen Betonsockel als Anprallschutz, alle Fußpunkte sind gelenkig ausgebildet. Die Horizontallasten werden über schräge Randstützen in das Untergeschoss geleitet.

Jedes der 70 Membranfelder wird durch eine zentrale, diagonal unterspannte Luftstütze aus Stahl vorgespannt. Die Spannvorrichtung für die Hochpunkte wurde hierzu in die als Baumstützen ausgebildeten Luftstützen integriert. Die Entwässerung der Dachfläche erfolgt im Unterdrucksystem über die Stahlstützen.

Amt für Abfallwirtschaft München, Ackermann Partner, Schlaich Bergermann Partner
Amt für Abfallwirtschaft, Ackermann Partner, Schlaich Bergermann Partner
Fotos: Andreas Gabriel, München

Das Membrandach ist vollkommen ohne biegebeanspruchte Tragelemente konstruiert, wodurch es im Vergleich zu anderen elementierten Hochpunkt-Konstruktionen an Leichtigkeit gewinnt. Die gesamte Dachfläche ist als zusammenwirkende Konstruktionseinheit behandelt, die Grenzen der Felder werden lediglich durch dünne Stahlseile oberhalb der Membran markiert.

Amt für Abfallwirtschaft, Ackermann Partner, Schlaich Bergermann Partner
Foto: Andreas Gabriel, München

Themenserie »Schlaich Bergermann + Partner«:

Stichworte:
Dieser Artikel ist aus dem Heft:
DETAIL 6/2000

Bauen mit Membranen

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