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Arbeitsplatz mit bester Aussicht – veränderte Strukturen bei Telefonica im Uptown München

Net’n’Nest-Konzept von Vitra
Für die Abteilung Marketing wurde in den beiden obersten Geschossen des Uptown-Towers eine offene Bürolandschaft mit verschiedenen Zonen geschaffen. Alle Fotos: Eduardo Perez, D – Frankfurt

Stetiger Wandel und schnelle Veränderungen prägen unsere heutigen Arbeitsbedingungen. Dies betrifft die ständig wechselnden Tätigkeitsfelder ebenso wie die Um­gebung, in der wir arbeiten. Bei Telefonica Deutschland kümmert sich die Abteilung Corporate Real Estate Management (CREM) um die Entwicklung neuer Arbeitsplatzkonzepte und deren Umsetzung. Aktuell wurden in der Deutschlandzentrale am Standort München zwei Pilotprojekte umgesetzt: zum einen sollten für die Abteilung Marketing die beiden obersten Geschosse des Uptown-Hochhauses mit einer BGF von über 1300 m2 pro Etage in nur 6 Wochen ausgebaut werden (Architekt: Stürzl Planung und Projektmanagement GmbH, Regensburg; Innenarchitekt: m2plan., München), zum anderen galt es, die eigenen, vom CREM genutzten Flächen im EG des flankierenden Campus-Gebäudes nach heutigen Kriterien umzugestalten (Architekt: Kessel Innenarchitektur, Lauf-Weigenhofen; Innenarchitekt: Cleon Studios, Rosenheim).

 

Net’n’Nest-Konzept von Vitra

Wenig erfolgreiche Open-Office-Konzepte Ende der 1990er Jahre hatten bei Telefonica zum Umdenken und einer veränderten Herangehenesweise an die bevorstehenden Um- und Ausbaumaßnahmen geführt. Deutlich stärker als in der Vergangenheit setzt das Unternehmen jetzt auf die Einbeziehung der Mitarbeiter und die Zusammenarbeit mit einem versierten Industriepartner. Im Rahmen der »New Ways of Working«-Initiative galt es, vernetzte, effektive und mobile Arbeitsweisen durch innovative, offene Flächenkonzepte zu unterstützen. Die Kommunikation der Mitarbeiter untereinander sollte verbessert und der Austausch von Wissen verstärkt werden. Zudem wünschte man sich eine optimierte Work-Life-Balance sowie mehr Flexibilität und Agilität. Auch das Einsparen von Kosten durch den Wegfall von zukünftigen Umzügen sowie den Abbau der Festnetztelefonie und Reisekosten durch neue technische Features war ein wesentliches Kriterium. Um diese Ziele in konkrete planerische Ideen zu überführen, arbeitete eine interne Gruppe von Mitarbeitern, die sogenannten »Workplace-Agents«, in Kooperation mit dem CREM. Die Anforderungsprofile, die sich dabei herauskristallisierten, bildeten die Basis für die Entwürfe der hinzugezogenen Innenarchitekten. Durch das spezielle Produktangebot von Vitra im Home- und Office-Sektor ließ sich vor allem in den Räumen der CREM-Abteilung eine spezielle Atmosphäre realisieren, die aus einer Mischung zwischen Office, Showroom und privatem Wohnraum resultiert. Anstelle der vorherigen Zellenstruktur bestimmen nun ein offener Eingangsbereich mit flexiblen Arbeitsplätzen, abgeschlossene Besprechungsboxen und eine multifunktionale wohnlich gestaltete Arbeitsfläche mit Bencharbeitsplätzen, Rückzugsmöglichkeiten und diversen Sitz- und Arbeitsplatzvarianten die Räumlichkeiten. Entgegen dieser fast privat anmutenden Raumstruktur geht es im 36. und 37. OG des Towers deutlich »büromäßiger«, aber nicht weniger offen und flexibel zu. Die bis auf die nötigen Brandschutzabschnitte völlig frei gestaltete Fläche bietet Platz für rund 150 Arbeitsplätze nach dem Net’n’Nest-Konzept von Vitra. Entlang der Fensterfronten finden sich auch hier diverse Bench-Arbeitsplätze, dort, wo klassischerweise die hochwertig ausgestatteten Eckbüros liegen, gibt es Gemeinschaftsflächen für die einzelnen Teams, die mit Sofas, Loungechairs und niedrigen Beistelltischen locker möbliert sind und sich für informelle Besprechungen eignen. Ergänzt wird das Arbeitsplatzangebot durch eine zentrale Marketinglounge, eine Cafébar sowie diverse, komplett unterschiedlich gestaltete Besprechungs-, Rückzugs und Fokusräume. Zur Arbeit der Ab­teilung CREM gehört jedoch nicht nur die Planung und Umsetzung, sondern auch die Auswertung der durchgeführten Aktionen. Im Herbst soll das Ergebnis einer professionellen Studie zur Analyse der Maßnahmen vorliegen. Das bisherige Feedback der Kollegen ist jedenfalls positiv – an einen tradi­tionellen Arbeitsplatz möchte hier niemand mehr zurückkehren. 

Net’n’Nest-Konzept von Vitra
Die Abteilung CREM im EG hat mit Lounge-Chair »Repos«, dem »Place«-Sofa und abgepassten Teppichen fast privaten Wohnraumcharakter. Für die Einrichtung bedienten sich die Planer aus dem Home- und dem Office-Segment von Vitra.
Stichworte:
Dieser Artikel ist aus dem Heft:
DETAIL 10/2012

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