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Architektur-Gesellschaft München: 12,5 qm schönste Stadt

Ein Parkplatz hat eine Größe von 12,5 qm. 2005 hat eine Gruppe aus San Francisco beschlossen genau diese Fläche in einen Pop-Up Park umzuwandeln um zu zeigen wie viel Fläche Parkplätze in unseren Städten einnehmen. Zu Gast auf der Architektur-Gesellschaft waren Miriam Breuning und Hanka Griebenow die den Park(-ing) Day nach Stuttgart geholt haben.

Der Park(-ing) Day ist ein weltweiter Event der einmal im Jahr in über 35 Ländern stattfindet. Die Aktion will Bewusstsein für die Notwendigkeit von mehr öffentlichem Raum schaffen, mehr grün in die graue Stadt bringen. Unsere Ehrengäste haben in Stuttgart vor zwei Jahren mit dem Park(-ing) Day begonnen. Stuttgart ist bekannt als Industrie- und Autostadt und auch die Topographie in Stuttgart macht es einem einfach sich für ein Auto zu entscheiden. Es wird zwar öffentlicher Platz geschaffen, wie zum Beispiel Fußgängerzonen oder Treffpunkte vor dem Einkaufszentrum aber auch diese Plätze scheinen oft nicht „richtig“ genutzt zu werden. Fußgängerzonen sind, sobald die Geschäfte geschlossen sind leer, auch Treffpunkte sind oft mit ungemütlichen Bänken ausgestattet sodass sich niemand setzen möchte.

Impressionen vom Park(-ing) Day in Stuttgart.

Der Wunsch nach mehr öffentlichem Raum ist unter anderem mit weniger Autos verbunden. In den letzten Jahren hat das Carsharing in den Großstädten Deutschlands immer mehr Anklang gefunden. Viele junge Menschen verzichten heutzutage auf ein Auto, was früher ein Statussymbol war gilt immer mehr als unwichtig. Durch das Angebot des Carsharings braucht man kein eigenes Auto mehr. Aber gerade diese Autos sind häufig genau in den Stadtzentren zu sehen, anstatt auf den Bus zu warten, schaut man kurz ob ein Auto in der Nähe ist und stellt es dann im Zentrum wieder ab, so ein Gast. Im Moment bedeuten die Angebote des Carsharings noch nicht, dass es weniger Autos in der Stadt gibt aber man ist auf dem besten Wege dorthin.

Bewusstsein schaffen für die Fläche die ein Parkplatz einnimmt.

Kopenhagen gilt als beliebtes Beispiel für eine fahrradfreundliche und „autofreie“ Stadt. Aber dieses Beispiel ist natürlich nicht auf alles anzuwenden, Stuttgart ist ein Talkessel. Fahrradfahren ist somit nicht sehr attraktiv. Hanka Griebenow erklärt, dass es sehr gut möglich wäre mit einem Elektrofahrrad Stuttgart zu „bezwingen“.

Unsere Ehrengäste Miriam Breuning und Hanka Griebenow (mittig).

Mit ihrem Einsatz zum Park(-ing) Day haben Hanka Griebenow und Miriam Breuning die Aufmerksamkeit der Universität Stuttgart geweckt. So startet im Januar 2015 ein neu initiiertes Forschungsprojekt „Reallabor für nachhaltige Mobilitätskultur“ bei dem disziplinenübergreifend die neuen Formen des Wissenstransfer umgesetzt werden. Das Projekt läuft über drei Jahre und fordert die Bürger auf ihr Mobilitätsverhalten zu überdenken und neue Formen der Mobilität zu erproben.

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