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Architektur zwischen Landart und Konzeptkunst

Bestandsverpflanzung - Architektur als Performance

Bestandsverpflanzung ist eine performative Methode zur verorteten Auseinandersetzung mit städtebaulicher Entwicklung und Phänomen des Wandels. In München wurden drei Studentenbungalows aus dem Olympischen Dorf an exemplarische Orte der stadträumlichen und strukturellen Konversion verpflanzt, die als räumliche Zäsuren signifikant die Geschichte und den aktuellen Wandel der Stadt darstellen. Das Material und die Geschichte der verpflanzten Objekte und ihrer Bestandteile ebenso wie die Orte und deren Entwicklungsgeschichte werden dabei zur unmittelbaren Reaktionsmasse sowie zum tatsächlichen Diskursraum.

Ziel der temporären Intervention ist eine modellhafte Transformation am Ort zu beginnen, um die vielfältigen Potentiale und Formen von Wandlung aufzuzeigen sowie die zahlreichen zwischenzeitlichen und zwischenräumlichen Möglichkeiten als Teil der Entwicklung zu fördern. Die Stadt aus Orten, Material und Geschichte ist Grundlage für das kollektive Gedächtnis und den wirklichen Handlungsraum ihrer Bewohner, die wiederum Grundlage sind für einen partizipationsoffenen und prozesshaften Städtebau unter sozial und ökologisch nachhaltigen Bedingungen.

Die Werthaltungen zwischen alt und neu, die Auseinandersetzung mit Bestand und Geschichte sind dabei entscheidend für die Nachhaltigkeit in der Stadtentwicklung sowie in einem gesamtgesellschaftlichen Kontext. Die Bestandsverpflanzung schafft dafür Begegnungsräume in einer flüchtigen Situation in der Material und Geschichte mit dem Ort und den städtischen Akteuren interagieren.

Bestandsverpflanzung

Robert Huber (München / Berlin / Shanghai)

Robert K. Huber, geboren 1980, Dipl.-Ing. Architektur und Gesellschafter von zukunftsgeraeussche GbR (zkg), schloss 2008 sein Architekturstudium an der Hochschule München ab. 2009 erhielt er den Hochschulpreis der Landeshauptstadt München für seine Diplomarbeit, die Grundlage des Projekts „Bestandsverpflanzung“ (2008-2009) von zukunftsgeraeusche war. Seit 2010 arbeitet er an dem Projekt „Plattenvereinigung“ mit zukunftsgeraeusche in Förderung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) sowie in Kooperation mit der TU Berlin, Bundeszentrale für politische Bildung (bpb), UdK Berlin, u.v.a.; davor zahlreiche Projekte und Ausstellungen.

Tätigkeit als freier Journalist seit 2001 sowie u.a. für Detail und Abendzeitung München. Mitarbeit und Konzeption von Seminaren und Workshops an der Hochschule München sowie Kuratorentätigkeit für die Ausstellungskooperation „zkg-fhm“ (2006-2008). Mitglied im Deutschen Journallistenverband. Mitglied im Deutschen Werkbund. Zur Zeit Aufbaustudium Dual Master Urban Design an der TU Berlin und Tongji University Shanghai als Stipendiat des DAAD.

Hochschule München
Fakultät für Architektur
SS 2011
Audimax, Karlstrasse 6
25. Mai 2011
18:00 Uhr

Stichworte:
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