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Auf der Spur der Töne: »SoundCloud Headquarter« in Berlin

Explizit wünschte sich das Start-up mit einer überwiegend jungen, internationalen Mitarbeiterschaft keine hochglänzende, gelackte Arbeitsumgebung – im Gegenteil, die Arbeitsräume sollten eine behagliche Atmosphäre ausstrahlen. So bestimmen die Materialien Asteiche und Holzwolle mit ihrer Faserstruktur das gestalterische Erscheinungsbild. In Kombination mit den Reminiszenzen des alten Fabrikgebäudes wie Backsteinmauern, rohen Betonpfeilern und »offenen Decken«, die Installationen sichtbar lassen, sorgen sie für rauen Charme, der Authentizität und Urbanität verspricht.

Den größten Eingriff, den das Büro Kinzo vornahm, ist eine Öffnung, die Ebene zwei und drei miteinander verbindet. Um den etwa fünf mal acht Meter großen Deckenausschnitt mit Treppe herum ist das kommunikative Zentrum der Agentur angesiedelt. Hier befinden sich Eingang und Empfang, tribünenartige Podeste als Treffpunkt für Gäste und Mitarbeiter sowie ein Gemeinschaftsbereich mit Kantine im oberen Stockwerk.

Austausch und Kommunikation werden groß geschrieben. Offene Büroräume mit langen Tischen für Gruppenarbeitsplätze unterstützen Teamarbeit und wechseln mit intimeren, jedoch durch Glaswände einsehbaren Besprechungsräumen. In jeder Hinsicht einzigartig sind die verschiedenen Themenräume, die das Kinzo-Team liebevoll plante: Neben dem »Classroom«, einem Raum für Videokonferenzen und intensive Besprechungen, dem »Greenroom«, der mit zahlreichen Pflanzen ausgestattet wurde, und einem Tischtennisraum sorgen ein Kaminzimmer, eine kojenartige Bibliothek sowie ein Schlafzimmer für eine nicht alltägliche Büroumgebung.

Derart umsorgt soll die Kreativität der Mitarbeiter gefördert werden und der nötige Freiraum für unorthodoxe Ideen geschaffen werden. Nicht erst seitdem Stefan Camenzind das Google-Headquarter in Zürich als außergewöhnliche Spiel- und Arbeitslandschaft plante und Standards setzte, umgarnen Agenturen und erfolgreiche Start-ups mit inszenierten Bürolandschaften ihre meist jungen Mitarbeiter. Es gilt, lange Arbeitszeiten attraktiv zu gestalten, etwaige Zeitverschiebungen zu überbrücken – und mit einer gebauten Realität womöglich einen Kontrapunkt zur rein virtuellen Arbeitswelt zu setzen.

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Projektbeteiligte:

Projektleiter: Kelly Robinson 
Lichtplaner: Dinnebier + BlieskeTechnische
Gebäudeausrüstung: Häfner Ingenieure GmbH
Einbauten: Daniel Peters Möbelbau, Delafair GmbH, kubix GmbH, Zimmerservice Scheuerling + Neumann GbR
Klimatechnik: Cofely Deutschland GmbH
Elektrotechnik: Elaro GmbHLose Möbel: PLY unestablished furniture
Raumakustik: Akustikbüro Rahe & Kraft GmbH

Weitere Informationen zu diesem und anderen Projekten zum Thema »Arbeits- und Besprechungsräume« lesen Sie in unserem kommenden Innenarchitektur-Magazin DETAIL GRID 2014/3, eine Beilage zu Heft DETAIL 2014/10.

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