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Aus dem Wald in die Stadt

Gerade bei temporären Bauten steht die Frage der Recyclingfähigkeit mehr und mehr im Vordergrund. Der „Kreislaufpavillon“, den das Architekturbüro PARTNERUNDPARTNER für die 3. Hamburger Klimawoche Ende September entwarf, gibt darauf eine besonders radikale Antwort.

Michael Braungart, Miterfinder des „Cradle-to-Cradle“-Konzepts, hat folgende Vision für künftige Produkte und Gebäude: Ihre Komponenten müssen sich ohne großen Aufwand sortenrein trennen und dann entweder der „Technosphäre“ oder der Biosphäre zuführen lassen. Mit anderen Worten: Sie müssen entweder ohne Qualitätsverluste immer wieder verwendbar (oder recyclingfähig) sein oder rückstandslos in den Kreisläufen der Natur aufgehen, sprich: verrotten.

Der „Kreislaufpavillon“ der Hamburger Klimawoche ist eine geradezu exemplarische Interpretation des Cradle-to-Cradle-Prinzips. Sein äußeres, tragendes Skelett bestand aus Baumschnitt aus Hamburger Grünanlagen, das nach der Klimawoche wieder geschreddert und dem Waldboden als Nährstoff zugeführt wurde.

Die Innenhülle des Pavillons bestand hingegen aus transluzentem Polyestergewebe, das nachts von 16 LED-Strahlern grün hinterleuchtet wurde. Tagsüber bildete die Membran eine „Leinwand“ für das ständig sich verändernde Schattenspiel der Zweige. Das Gewebe ist komplett recyclingfähig und aufgrund seiner Schadstofffreiheit mit dem Oekotex-100-Label zertifiziert. Als Bodenbelag verwendeten die Architekten Teppichfliesen, die ebenfalls komplett recycelt werden konnten.

Bevor es jedoch so weit ist, hat der Pavillon einen zweiten „Auftritt“ in zwei Jahren: Geplant ist, ihn im Rahmen der Internationalen Gartenschau, die zeitgleich zur IBA 2013 in Hamburg-Wilhelmsburg stattfinden soll, erneut zu errichten.

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