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Bamberg baut Passivhaus-Schwimmbad

Hallenbäder und Energieeffizienz – passt das zusammen? Wo ständig „Badehosentemperaturen“ herrschen müssen, scheint ein energiesparender Betrieb auf den ersten Blick schwierig. Doch in Bamberg fand nun der erste Spatenstich für ein Hallenbad mit Passivhausstandard statt. Es soll bis 2011 fertiggestellt sein.

Bambados, Bamberg, pbr Planungsbüro Rohlfing, Schwimmbad
Grafik: pbr

Kaum ein Schwimmbad geht heute noch ohne eingängigen Namen an den Start, der nach Südsee und Exotik klingt. Auch in Bamberg nicht: „Bambados“ soll das neue Sport- und Freizeitbad heißen, das dort fortan nach Entwürfen des Gesamtplaners pbr Planungsbüro Rohlfing aus Osnabrück entsteht. Es vereint einen Sportbereich für die Schul- und Vereinsnutzung und einen Erlebnisbereich mit großzügiger Saunaanlage für den Familienbetrieb.

Der Neubau unterscheidet sich von einem Hallenbad in Standard-Bauweise einerseits durch seine aufwändig gedämmten Gebäudehülle. Andererseits helfen unterschiedlich temperierte Badzonen und ein gesteuertes Luftaustauschsystem, Wärmeenergie einzusparen. Darüber hinaus verringern Schleusen zwischen den Badebereichen und den Außenanlagen den Wärmeverlust. Transparente Fassadenflächen im Norden werden auf ein Mindestmaß reduziert. Elementar ist für ein Passivhaus-Schwimmbad das Vermeiden von Kondenswasser: Zur Verringerung der Wasserverdunstung werden der Hubboden hochgefahren, die Wasserflächen im Nachtbetrieb durch Planen abgedeckt und der Wasserspiegel abgesenkt.

Da eine natürliche und somit unkontrollierte Lüftung über Fensteröffnungen zu hohe Wärmeverluste zur Folge hätte, ist eine Be- und Entlüftung mit hocheffizienter Wärmerückgewinnung ein grundlegender Bestandteil der Passivhauskonzeption.

Im Wettbewerb „Energieoptimiertes Bauen 2009 – Architektur mit Energie“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) wurde das pbr-Konzept für „Bambados“ mit einem von 10 gleichwertigen Preisen ausgezeichnet. Die Preisverleihung fand Anfang Mai im Ludwig Erhard Haus in Berlin statt. In dem BMWi-Wettbewerb wurden Konzepte gesucht, die hohen Komfort bei minimalem Energiebedarf, niedrige Betriebskosten, effiziente Technologie und herausragende Architektur miteinander vereinen.

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