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Bang & Olufsen überträgt sein typisches Design auf die Architektur des neuen Sotrese Nexus

Paneele von KME
Arkitec A/S, DK–Herning

Im dänischen Herning entstand im Januar 2014 der erste B & O Concept Store nach einem neuen Gestaltungskonzept von Bang & Olufsen. Dem dänischen Architekturbüro Arkitec ist es gelungen, die Material- und Formensprache des B&O-Designs in eine faszinierende Architektursprache zu übersetzen.Der Store belegt auf zwei Stockwerken eine Gesamtfläche von 450 m². Dem Kunden und den Besuchern soll mit dem neuen Store-Konzept eine komplexe Designerfahrung geboten werden, die die Produkte mit der Raumgestaltung und der Architektur des Gebäudes vereint. Da die Formen und Farben der bebauten Umgebung im Entwurf berücksichtigt wurden, fügt sich das Gebäude mit seiner kubischen Form sehr gut in den baulichen Bestand an einem zentralen Platz von Herning ein. Die Materialoberfläche wurde als ideale visuelle Ergänzung zu den Kupferdetails der benachbarten Kirche sowie den am Platz vorherrschenden rotbraunen Backsteinfassaden favorisiert. Die dominierenden Fassadenwerkstoffe sind Kupfer und Glas. Vertikale, gerundete Kanten sorgen in Verbindung mit den umlaufenden Paneelen aus der goldfarbenen Kupfer-Aluminium-Legierung für den reizvollen Charakter des Stores. Dieser ästhetische Ansatz ist ein Verweis auf die Formensprache vieler Bang & Olufsen-Produkte, denn weiche, gerundete Details ergänzen die ansonsten strengen Geometrien durch eine designtypische humane Komponente. Diese gelungene Kombination aus Designorientierung und eigenständiger Architektur setzte eine enge Zusammenarbeit des Architekten Lars Sternberg mit Johannes Torpe, dem Kreativdirektor von B&O, voraus. Die »Tecu Gold«-Paneele von KME erhalten ihre besondere Komponente durch eine matte Brünierung. Tecu Gold ist eine Legierung aus Kupfer und Aluminium der Qualität CuAl5. Die Tafeln und Bänder werden nach EN 1652 und nach KME-eigenen strengen Richtlinien auf modernsten Anlagen gefertigt. Das Material besitzt eine gute Schweiß- und Lötbarkeit und lässt sich unabhängig von der Temperatur und der Walzrichtung ausgezeichnet umformen. Der ursprüngliche goldene Farbton der Oberfläche mattiert schon bald nach der Verarbeitung am Objekt und entwickelt sich bei freier Bewitterung mit einer ganz eigenen Charakteristik allmählich zu einer eindrucksvollen goldbraunen Oberfläche weiter. Jede Blendwirkung wird in direktem Sonnenlicht auf ein Minimum reduziert, wobei der tageslicht- und witterungsabhängige Wechsel im Erscheinungsbild der Oberfläche nicht beeinträchtigt wird. Die Tecu-Tafeln sind in verschiedenen Größen und die -Bänder in Längen von 600 bis 1000 mm erhältlich. Zudem bieten die »Goldplatten« eine mechanische Abriebfestigkeit, hohe Korrosionsbeständigkeit und Dauerhaftigkeit sowie gute Festigkeit und Materialsteifigkeit. Der Werkstoff ist kalt gut umformbar und in gewohnter handwerklicher Technik verarbeitbar. Um die Gebäudehülle noch lebendiger wirken zu lassen, wurden die Metallpaneele mit einem speziell vom Architekten entwickelten Perforationsmuster aus kleinen Rundöffnungen versehen, die in Gestalt von ineinander verwobenen Schlangenlinien über die gesamte Fassade verlaufen. Im Abendlicht durchdringt die LED-Hintergrundbeleuchtung das Muster und die Fassade wird durch einen rhythmischen Glimmerverlauf scheinbar in Bewegung versetzt, da die Beleuchtung nach dem Zufallsprinzip mit einem langsamen »fade in?/?fade out-Effekt« programmiert werden kann. Der gesamte Platz wird sowohl bei Tag als auch bei Nacht in einem charakteristisch wechselnden Glanz visuell neu erfahrbar.

Arkitec A/S, DK–Herning
Arkitec A/S, DK–Herning
KME, D–Osnabrück
Arkitec A/S, DK–Herning
KME, D–Osnabrück
Stichworte:
Dieser Artikel ist aus dem Heft:
DETAIL 7+8/2014

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