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Barrierefreiheit planen

Der Schindler Award 2008 - "Acces for All" wurde am 14. November 2008 in Luzern vergeben. Gewinnen konnten Nils Krieger und Thorsten Stelter von der Fachhochschule Koblenz mit ihrem Projekt „Triangle“. DETAIL war vor Ort und hatte Gelegenheit mit den Gewinnern zu sprechen.Das Thema „Access for All“, Teilhabe für jeden Menschen, erfordert einen Ruck in unserer Gesellschaft, damit nicht länger allein an den so genannten „normalen“ Menschen gemessen wird, was uns im Alltag bewegt, was unseren städtischen Raum normiert, standardisiert und gestaltet.

„Access for all“ soll nicht nur Barrierefreiheit für behinderte Menschen in Gebäuden sondern im gesamten öffentlichen Raum schaffen. Dabei stehen nicht nur die Bedürfnisse von Rollstuhlfahren, sondern von Menschen mit allen möglichen Handicaps, auch alten Menschen im Mittelpunkt. Verschiedene Handicaps fordern verschiedene architektonische und städtebauliche Lösungen. Der Wettbewerb will die Architekten von Morgen ganz besonders in diese Aufgabe einbeziehen und sie darauf sensibilisieren.

Wettbewerbsaufgabe war es in diesem Jahr ein verfallenes, brachliegendes Areal in Wien zu revitalisieren. Die Teilnehmer wurden hierbei mit einer Menge traditioneller städtebaulicher Probleme konfrontiert: Viel Verkehr, abgeschnittene, oder verwahrloste Bereiche in denen keine Parks oder Gärten angelegt waren, keine sozialen Begegnungsstätten. Es galt außerdem den vorhandenen öffentlichen Verkehrsknotenpunkt und einen Bereich des Flusses zu integrieren.

Die 14-köpfige Jury unter Leitung von Francoise-Hélène Jourda war beeindruckt von der regen Teilnahme und der Anzahl und Hochwertigkeit der eingereichten Arbeiten. Waren es im letzten Jahr noch 88 Arbeiten, sind es in diesem Jahr 126. Ganz neue und interessante Ideen für eine Verbesserung der Mobilität behinderter Menschen im städtischen Raum sind aus den Arbeiten hervorgegangen. Manche, die vielleicht nicht die Anforderungen des Wettbewerbs erfüllen konnten, bekommen dennoch einen Anerkennungspreis.

10 Projekte waren nominiert, den diesjährigen Schindler-Award zu bekommen. Eine Woche hat die internationale Jury gebraucht bis aus den 125 eingereichten Arbeiten die zehn nominierten gekürt waren. Alle samt sind überaus unterschiedlich. Die fünf besten Projekte wurden mit Geldpreisen bedacht.

Der erste Preis ging an das Projekt "Triangle" von Nils Krieger und Thorsten Stelter. Betreut wurden sie von  Prof. Eva von Mackensen und Dipl. Ing. Sabine Hopp von der Fachhochschule Koblenz. Den zweiten Preis erhielt die Arbeit "Vienna Carpet" von Martina Sotkovska und Jakub Krcmar von der CTU – Faculty of Architecture aus der Tschechischen Republik. Platz drei ging an "Rough Sketch" von den slowakischen Studenten Krisztian Csemy und Prof. Jan Bahna von der Academy of Fine Arts and Design, Bratislava.

Den vierte Preis erhielt "Border Line" von Anne-Emmanuelle Métivier, Anne-Laure Touchais und Virginie Février von der französischen Ecole Nationale Supérieure d'Architecture de Bretagne, den fünften "All Together" von Lydia Anukka Lehmann von der Tampere University of Technology aus Finnland.

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