You are using an outdated browser. Please upgrade your browser to improve your experience.

print article Artikel drucken

Bauen in den Alpen

Besonderheiten der Baukultur Südtirols und bei grenzübergreifenden Projekten vermittelte Ende März 2012 die Konferenz »alpitecture code 4-12« in Meran.

31 international tätige Architekten waren eingeladen, sich mit der Besonderheit von Bauaufgaben im alpinen Raum auseinander zu setzen. Zum Auftakt vermittelte die Ausstellung »Neue Architektur in Südtirol 2006 – 2012« erste Eindrücke der spezifischen Anforderungen für Architekten in der autonomen Provinz, wo nur 6 % der Landesfläche überhaupt bebaubar sind. Weiter Impulsvorträge über die Baukultur, Regionalentwicklung und Standortmanagement sowie das Südtirol-Marketing stimmten die Teilnehmer auf die intensiven Tage ein.

Am zweiten Tag fand der erste »alpitecture summit« statt: ein Kongresstag unter dem Thema der länderübergreifenden Projekte. Die Vorträge der erfahrenen Architekten hatten zum Ziel alle Faktoren aufzuzeigen, die eine Rolle spielen um Architektur im Ausland für alle Beteiligte in eine win-win-Situation zu führen. Rund 200 Gäste besuchten dann die Abendveranstaltung und nutzten die Gelegenheit eines Gedankenaustauschs mit Kollegen aus den angrenzenden alpinen Ländern. Anlass waren die Werkberichte von Kjetil T. Thorsen von Snøhetta und Prof. Tobias Wallisser von LAVA.

Dieses Jahr befassten sich die Teilnehmer außerdem während eines eintägigen Ideenwettbewerbs mit der Architektur als Kommunikation von Form und Inhalt Südtirols auf der EXPO 2015 in Mailand. Drei Gruppen arbeiteten parallel an Variationen der Aufgabenstellung.

Die erste Gruppe konzipierte einen Ausstellungspavillon für Südtirol auf dem Gelände der EXPO 2015. Im Diskurs der Aufgabe spaltete sich die Gruppe in zwei Teams. Beide Teams rückten das Thema »Apfelanbau« in den Mittelpunkt ihrer Pavillonkonzeption.

Auch die zweite Gruppe teilte sich in zwei Teams. Deren Aufgabenstellung war es, auf weniger Fläche einen maximal zwei stöckigen Pavillon zu entwickeln, der auch in einer Halle aufgebaut werden kann. Beide Teams legten den Schwerpunkt in eine Raumfolge, die in der Gestaltung emotional auf Südtirol einstimmt. Landschaft und Genuss bilden den Rahmen der architektonischen Inszenierung.

Die dritte Gruppe hatte die Aufgabe eine Intervention zu entwickeln, die auf Südtirol aufmerksam macht ohne eine große Fläche in Anspruch zu nehmen. Einfache, klappbare Bühnenelemente symbolisieren die identifikationsstiftenden Merkmale des Landes. Treffen die Elemente auf dem EXPO-Gelände aufeinander, findet eine Inszenierung Südtirols statt. Menschen agieren zu einem ausgewählten Südtirol-Thema und bespielen alle Bühnenelemente.

Am Sonntag erfolgte die Rückreise mit einem Besuch der Grundschule Sterzing von Calderan & Zanovello (CeZ). Carlo Calderan stellte das Gebäude vor, für welches das Architekturbüro den ersten Platz im Wettbewerb um den 6. Südtiroler Architekturpreis erhalten hat.

www.alpitecture.com

 

Weitere Fotos von den Exkursionen

Aktuelles Heft
DETAIL 7+8/2019
DETAIL 7+8/2019

Architektur und Wasser

Zum Heft
Shop-Empfehlung
Anzeige

ARCHITEKTUR & DESIGN

Detail Newsletter

Wir informieren Sie regelmäßig über internationale Projekte, Neuigkeiten zu Architektur - und Designthemen, Research und aktuellen Veranstaltungen in unserem Newsletter.