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Baukultur konkret: Baukultur in ländlichen Räumen, Klein- und Mittelstädten

Im Rahmen des Experimentellen Wohnungs- und Städtebaus (ExWoSt) sucht das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt-, Naturschutz, Bau- und Reaktorsicherheit (BMUB) Personen, Vereine, Initiativen oder Organisationen, die in Form von Modellprojekten am Forschungsvorhaben „Baukultur konkret“ teilnehmen wollen. Das Forschungsprojekt setzt sich mit der Baukultur im ländlichen Raum auseinander und unterstützt Projekte, die die ländliche Baukultur fördern. Das Projekt wird von den Architektur-Professoren der Alanus Hochschule in Alfter, Florian Kluge und Swen Geiss, in Kooperation mit dem österreichischen Verein LandLuft, Verein zur Förderung von Baukultur in ländlichen Räumen, und dem Leipziger Büro für urbane Projekte betreut.

Vergoldete Baukulturstelle Dingden (Foto: Alanus Hochschule)

Ziel des Projekts ist es, ländliche Gemeinden darin zu bestärken, ein Bewusstsein für Baukultur und qualitativ hochwertiges Bauen in der Öffentlichkeit zu entwickeln – dabei sollen sowohl formelle als auch informelle Prozesse berücksichtigt und integriert werden. Bürgerschaftliche Initiativen werden beraten und professionell begleitet, um sie in ihrem Engagement zu bestärken. Baukultur findet auf unterschiedlichsten Ebenen statt – ebenso vielfältig sind auch die Formate, die im Rahmen des Forschungsprojekts Anwendung finden werden, wie die Unterstützung von Bürgergruppen, Gestaltungsbeiräten, temporäre Aktionen oder Workshops. Im Jahr 2014 wurden durch die „Arbeitsgemeinschaft Baukultur konkret“ bereits drei Pilotinitiativen in Baiersbronn, Bischofswerda und Dingden umgesetzt.

Strategiewerkstatt Baiersbronn (Foto: LandLuft)

Die Strategie, die für den stark vom Tourismus geprägten Ort Baiersbronn entwickelt wurde, basiert auf einer Exkursion, gefolgt von der Entwicklung eines lokalen Baukulturführers sowie einer Strategiewerkstatt zur weiteren Zukunft der Gemeinde. Die Aufgabe des Forscherteams war es, den lokalen Akteuren unter die Arme zu greifen und eine „Initialzündung“ für die weitere baukulturelle Ausrichtung zu geben. Die Kreisstadt Bischofswerda kämpft hingegen gegen den Leerstand in ihrer Innenstadt. Im Rahmen einer Aktionswoche rief eine lokale Initiative dazu auf, den Marktplatz sowie im Umfeld leer stehende Gebäude als Bühne zu nutzen. Dieses bürgerschaftliche Engagement – als Ausdruck baukulturellen Handelns – hat das Forschungsteam aufgegriffen, um das gemeinsame Bemühen von Initiative, Bürgern, Händlern, Politik und Verwaltung zu unterstützen. Der Ort Dingen hingegen könnte als baukultureller Vorzeigeort fungieren – seit Jahren setzt sich der Verein Dorfentwicklung Dingden e.V. für die lokale Baukultur ein. Die Aufgabe des Forscherteams ist es hier, eine gemeinsame Strategie aufzuzeigen, die alle Aktivitäten bündelt und eine größere Öffentlichkeit erreicht.

Ladenlokal Baukultur Bischofswerda (Foto: Büro für Urbane Projekte)
Strategieworkshop Dingden (Foto: Alanus Hochschule)

Für die Folgejahren 2015 und 2016 werden noch 15 weitere Initiativen gesucht, die sich gemeinschaftlich mit einer qualitätsvoll gestalteten, baulichen Umwelt auseinandersetzen möchten.

Interessierte Baukultur-Initiativen können sich bewerben unter www.baukulturinitiative.de

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