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Baulücke in Berlin, Walter Nägeli

Baulücke in Berlin (2002)

Folge 6

Architekten:
Walter Nägeli, Sascha Zander, Berlin
Ausführungsplanung:
zanderroth architekten, Berlin

Die Baulücke im Stadtteil Prenzlauer Berg galt wegen ihres ungünstigen Zuschnitts lange als unbebaubar. Mit ihrem ungewöhnlichen Konzept fanden die Architekten jedoch eine ökonomische und architektonisch reizvolle Lösung: Die Fassade springt teilweise weit hinter die Baulinie zurück. Es entsteht eine »Nische« in der Blockrandbebauung, welche die Geschlossenheit des Blocks, die scharfe Grenze zwischen Öffentlichkeit und Privatheit, aufbricht. Die Trennung von Innen und Außen wird durch die »Nische« relativiert. Im Erdgeschoss vermittelt der innen und außen durchgängige Plattenbelag den Eindruck einer öffentlichen Passage. Die raumhohe Glasfassade der Bar schafft einen fließenden, transparenten Übergang zum Straßenraum und verleiht dem Gebäude einen schwebenden Charakter.

Die loftartigen Wohnungen sind 26 Meter tief und maximal 5,70 Meter breit. In dem Wohnbereich mit offener Küche gibt es eine eher introvertierte Zone, die hin zu den Brandwänden der Nachbarbebauung orientiert ist, während zur Straße hin ein zweiseitig verglastes Podest den Ausblick auf die Umgebung bietet. Dieser Teil des Raumes, »Mírame« genannt, dient den Bewohnern als eine Art »Schau-Fenster«.
Im zweiten, privateren Wohnbereich befindet sich das Bad. Die durch Schiebewände abteilbare Badewanne ist hier wie ein Möbel in den Raum eingestellt.

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