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Baustelle Gleichstellung: Festival Women in Architecture Berlin 2021

Erstmals findet in Berlin ein Festival zum Thema „Frauen in der Architektur“ mit über 60 Veranstaltungen wie Ausstellungen, Filmreihen, Führungen, Symposien, Vorträgen sowie Workshops statt. Organisiert wurde das vierwöchige Programm unter anderem vom Planerinnennetzwerk n-ails e.V. und der Architektenkammer Berlin.

Nach Regula Lüscher, Senatsbaudirektorin und Staatssekretärin in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen Berlin, fördern Frauen in der Architektur die Erschaffung von Orten, die für Menschen in verschiedensten Lebensphasen aus diversesten sozialen und kulturellen Hintergründen lebenswert sind. Der Grad dieser Diversität von Lebensentwürfen, der von unserer gebauten Umwelt ermöglicht und gefördert werden kann, soll den Maßstab für den Erfolg der Planung in Gegenwart und Zukunft darstellen – das Geschlecht der Autorenschaft sollte dabei unwesentlich sein: Frauen gehört Chancengleichheit auf allen Handlungsebenen.

Im „Manifest A“ wurden Themengebiete festgelegt, die sich als roter Faden durch die Festivalbeiträge ziehen. Die Überbereiche „Baustelle Gleichstellung“, „Paritätische Baukultur“ und „Umbau des Berufsbildes“ verfolgen das gemeinsame Ziel der Gleichstellung und Sichtbarmachung von Frauen in der Architektur.

Baustelle Gleichstellung
Die komplexe Baustelle der Gleichstellung in der Architektur bedarf der Beteiligung vieler Akteure und Akteurinnen aus der Baukultur. Sie fördert den öffentlichen und institutionellen Dialog – sowohl zu Institutionen als auch unter den Frauen selbst. Das WIA Festival bildet eine Plattform zur Förderung der besseren Vernetzung, die den Planerinnen individuelle Wege im Bausektor und die Möglichkeiten zum Erlangen von Reichweite in ihrem beruflichen Wirkungskreis aufzeigt.

Paritätische Baukultur
Seit Jahrzehnten liegt der Anteil der weiblichen Architekturstudierenden bei 50 Prozent, dieses Verhältnis zeigt sich jedoch nicht zureichend in der medialen Präsenz von Frauen im Bausektor. Architektonische Entwürfe von Frauen werden im Zuge verschiedener Beiträge des Festivals baukulturell und stadthistorisch aufgearbeitet, somit wird ihnen zu mehr Sichtbarkeit verholfen. Durch die Bühne, die den vielen aktiven Planerinnen in Architektur und Stadtplanung hier zur Verfügung gestellt wird, soll eine größere Beteiligung am öffentlichen Diskurs ermöglicht werden.

Umbau Berufsbild
Das Bild von Planungsberufen benötigt einen Paradigmenwechsel – die Darstellung des Stararchitekten soll ersetzt werden durch kollaborative Arbeitsweisen im Team. Die Verschränkung von Themen, die Verinnerlichung von Diversität und die Anwendung von Beteiligungsverfahren sind Dinge, die Frauen schon lange auszeichnen, so Hille Bekic, Vorstandsmitglied der Architektenkammer Berlin. So soll sich auch die Vereinbarkeit von Erwerbs- und Sorgearbeit in den Planungsbüros etablieren. Um die Präsenz und Gleichstellung von Frauen in der Architektur zu fördern, sind konkrete Maßnahmen zur Umsetzung von mehr Chancengleichheit erforderlich.

Weitere Informationen:

Mehr Informationen sowie das Veranstaltungsprogramm finden Sie unter: www.wia-berlin.de sowie auf Instagram @wia_berlin und Linkedin @WIA Berlin.

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