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Junya Ishigami, Ausstellung, Paris

Befreit von Konventionen: Junya Ishigami, Freeing Architecture

Die von Isabelle Gaudefroy kuratierte Ausstellung „Freeing Architecture“ in der Pariser Fondation Cartier dokumentiert anhand von insgesamt 20 Projekten das Verständnis zeitgenössischer Architektur von Junya Ishigami. Als ehemaliger SANAA-Schüler ist die Traditionslinie einer filigran-transparent anmutenden Architektur zwar leicht zu erkennen, dennoch geht Ishigamis Portfolio über diesen stilistischen Kanon hinaus: So treffen waldähnliche Strukturen des KAIT-Workshop-Building in Kanagawa, die vermeintlich schwebende Wolken- und Wasserlandschaft des House of Peace in Kopenhagen und das aus Beton gegossene, höhlenartige House and Restaurant in Yamaguchi in dieser Ausstellung aufeinander.

Kuratorischer Schwerpunkt ist daher das Aufzeigen der Verbindung zwischen Architektur und ihrer Umwelt. Obwohl die Beziehung zwischen Mensch und Natur in der japanischen Kultur eine große Rolle spielt, nimmt Ishigami keine genuin japanische, sondern vielmehr eine kosmopolitische Haltung ein, indem er danach fragt, welche Auswirkungen Architektur auf unsere Umwelt und Gesellschaft im 21. Jahrhundert hat. Dabei scheut Ishigami nicht davor zurück, architektonische Konventionen aufzubrechen, um ein neues Nachdenken über das grundsätzliche Wesen der Architektur einzufordern.

Jedes Projekt wird von handgefertigten und speziell für diese Ausstellung konzipierten Modelle illustriert. Handschriftliche Notizen von Ishigami erläutern zusätzlich die vielfältigen Entwurfsprozesse. Begleitet wird die Ausstellung zudem von einem Film, welcher in gedichtartiger Narration die einzelnen Projekte darstellt und den Besuchern selber einen Raum zur eigenen Reflektion bietet, was Architektur heute sein kann. Das Ausstellungskonzept ist also nicht lediglich eine deskriptive Abhandlung bisheriger und noch im Bau befindlicher Werke von Ishigami, sondern beinhaltet explizit eine intellektuelle Aufforderung an die Besucher – ganz im Sinne der Ausstellung <Penser l’architecture librement – Thinking about architecture freely>.

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