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Lärmschutzwand, Hochregallager, Schallschutz, Lärmschutz, Bauphysik, Außenanlagen, Krombach, Otto Quast, Reckli

Begrünte Lärmschutzwand

Mit dem Neubau eines Hochregallagers auf dem Firmengelände der Krombacher Brauerei musste eine Lärmschutzwand gebaut werden. Die Aufgabe, die umliegende Landschaft mit seinen Hügeln und dem Krombach mit einer bis zu 12 m hohen Wand und dem dahinterliegenden Werk in Einklang bringen, übernahm der Duisburger Landschaftsarchitekt Andreas Kipar. Er interpretierte das Bauwerk als Landschaftswand. Die Formensprache der aufsteigenden Kohlensäurebläschen fügt der zunächst funktional ausgeprägten Lärmschutzwand eine zweite parallele geschwungene Membran hinzu. Um das Bauwerk leichter zu gestalten, wurde die Wand wellenförmig angelegt und erhielt zudem eine Struktur auf der Oberfläche. Die Landschaft der Krombacher Inseln wird auf die zweite Ebene der Lärmschutzwand projiziert. Die Inseln liegen als Moosflächen in der vertikalen geschwungenen Wand. Das Moos wurde als Mix aus Zellulose, natürlichem Klebstoff, Gartenerde und zerkleinerten Pflanzenteilen auf die Matten aufgesprüht. Nach dem Anwachsen dient es als Feinstaubfilter für die Abgase, die am Leergutlager entstehen.

Die Lärmschutzwand ist 185 m lang, 6 bis 10 m hoch, bis zu 1,90 m tief und kragt bis zu 2,40m aus der Achse heraus. Gebaut wurde sie von Otto Quast. Sie besteht aus 63 Stützen, 93 Sockeln, 78 gekrümmten und 103 geraden Wandelementen mit Matrize. Gegründet ist diese auf 142 Vollverdrängungsbohrpfählen von Quast. Auf diesen Pfählen sitzt das Pfahlkopffundament mit einem integrierten Köcher, die Stützen bis zu 11 m Länge einbetten.

Um die Wand mit Moos und anderen Pflanzen in der Vertikalen zu begrünen, muss die Oberfläche rau und mit vielen Hinterschnitten versehen sein. Hierzu verwendete das Unternehmen die Matrize Cheyenne von Reckli. Sie prägt eine Felsstruktur der französischen Alpen in den Beton. Die Lärmschutzwand besteht aus 274 verschiedenen Schallschutzelementen mit einer Verwindung von bis zu 1,5 m in der Höhe. Die Schallschutzwandelemente sind bis zu 3,3 m x 4,5 m groß.

Das Grundgerüst der Schalung bestand aus einzelnen Holzschalungsträgern, die die erforderliche Kontur der einzelnen Schallschutzelemente abbildeten. Die Matrize wurde wesentlich dicker ausgeführt und die Abstände der Holzschalungsträger so angepasst, dass auf eine zusätzliche Schalschicht verzichtet werden konnte. Diese aufeinander abgestimmten Hauptschalungskomponenten erleichterten die Realisierung der Welligkeit. Auf die Matrize wurden individuelle CNC Gefräste Seitenschaler gesetzt, die die Kontur der einzelnen Wandelemente abbildeten.

www.quast.de

www.reckli.de

 

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