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Belastungsversuche an Betonbauwerken

Die experimentelle Tragsicherheitsbewertung in Form von Belastungsversuchen stellt eine wichtige Methode zur Bewertung bestehender Tragwerke dar, wenn der Nachweis der Sicherheit allein rechnerisch nicht erbracht werden kann. Die Durchführung der Versuche wird seit dem Jahr 2000 durch die Richtlinie »Belastungsversuche an Betonbauwerken« des Deutschen Ausschusses für Stahlbeton (DAfStb) geregelt. Allerdings basierte diese bislang auf Forschungsergebnissen, die aus den1980er- und 1990er-Jahren stammen. Besonders im Bereich der echtzeitfähigen und flächig überwachenden Messtechnik hat sich jedoch in den letzten Jahrzehnten extrem viel verändert.

Bauteile, die bisher aufgrund von fehlenden Bewertungskriterien nicht beurteilt werden konnten, werden nun durch die Neufassung der Richtlinie durch Prof. Dr.-Ing. Steffen Marx am Institut für Massivbau der Leibniz Universität Hannover berücksichtigt. »Damit ist die Bewertung von Bauteilen mit der Gefährdung eines spröden Querkraftversagens oder von Spannbetonbauteilen sicher experimentell möglich. Diese neuesten Erkenntnisse der Forschung wurden mit den Erfahrungen in der Durchführung von Belastungsversuchen ausgewertet und für eine Überarbeitung der Richtlinie aufbereitet«, wird in der Projektbeschreibung erläutert. »Die Überarbeitung der Bewertungskriterien hinsichtlich ihrer praktischen Anwendbarkeit zur Detektion beginnender Schädigungen während des Versuchs, die Gewährleistung der Passfähigkeit zur europäischen Normung und die Erarbeitung von Teilsicherheitsbeiwerten für Belastungsversuche, sind die Hauptanliegen des Forschungsprojekts.« Die Richtlinie wird nun im Rahmen der Tagung »Existing Structures – Bauen im Bestand« an der TU Kaiserslautern vorgestellt

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