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Shuktara Nature Retreat Khadimnagar, Sylhet Architect: Zarina Hossain, Foto: Iwan Baan

Bengal Stream. Die vibrierende Architekturszene von Bangladesch.

Bangladesch, das erst seit 1971 ein politisch unabhängiges Land ist, taucht in den westlichen Ländern selten in der Presse auf und wenn, dann oft auf eher negative Art und Weise – sei es nun aufgrund von Umweltkatastrophen oder den schlechten Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie.
Die Ausstellung »Bengal Stream« wirft nun ein etwas anderes, positiveres Licht auf Bangladesch und will auf seine gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Erfolge aufmerksam machen.

Fokussiert auf drei Themen zeigen die Kuratoren Niklaus Gruber, Andreas Ruby und Viviane Ehrensberger die architektonische Entwicklung Bangladeschs, das sowohl von Tradition und Lokalität als auch von Moderne und Internationalität geprägt ist.

Im ersten Thementeil der Ausstellung werden anhand von schematischen Plänen verschiedene typologische Stränge in der geschichtlichen Entwicklung veranschaulicht. Besondere Aufmerksamkeit wird hier dem Denker und Architekten Muzharul Islam gewidmet, der als Begründer der Bengalischen Moderne gilt und internationale Architekten wie Stanley Tigerman, Paul Rudolph und Louis I. Kahn ins Ganges-Delta geholt hat. Bis heute prägt seine Denkweise auch die neue Generation von Planern und ist in deren Bauvorhaben sichtbar.

Der Hauptteil der Ausstellung dreht sich um aktuelle Positionen in der Entwicklung Bangladeschs. Hier werden 60 Projekte von etablierten und aufstrebenden Architekturschaffenden vorgestellt, unterstrichen durch Fotografien von Iwan Baan. Alle Projekte befassen sich mit einer innovativen Herangehensweise an schwierige, oft global verursachte Fragestellungen und Probleme. Dabei wird der Einfallsreichtum der Projekte zum Beweis dafür, dass Architektur als Disziplin dazu fähig ist, relevante Antworten auf die wichtigsten Fragen in Gesellschaft, Ökologie und Ökonomie zu erarbeiten. Das Thema »Architektur als soziale Verantwortung« spielt hier eine wichtige Rolle, da vor allem nachhaltige, gemeinschaftliche Projekte zunehmend relevant sind. Oft werden diese als Reaktionen auf vorangegangene Naturkatstrophen von den Architekten selbst initiiert.

Die Ausstellung findet noch bis zum 06. Mai 2018 im S AM Schweizerisches Architekturmuseum in Basel statt. Produziert wurde sie in Zusammenarbeit mit dem Bengal Institute for Architecture, Landscapes and Settlements, Dhaka. 

Weiter Information zur Ausstellung finden Sie hier.

Parallel zur Ausstellung ist auch die Publikation »Bengal Stream. The Vibrant Architecture Scene of Bangladesh« erschienen. (Hg. Niklaus Graber, Andreas Ruby, Viviane Ehrensberger, Englisch, Christoph Merian Verlag. ISBN 978-3-85616-843-8).

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