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Foto: JTI - Adrien Barakat

Berge und See in Glas und Stahl: Verwaltungsbebäude von SOM

Mit seiner ungewöhnlich gewundenen Gebäudeform stellt der neue Hauptsitz einer japanischen Tabakwarenfirma einen Blickfang im Genfer Quartier Sécheron dar. Zwischen See und Bahntrasse gelegen, ragt er mit neun Geschossen rund 60 Meter in die Höhe. Das rohrförmige, stählerne Raumfachwerk umschreibt einen großzügigen dreieckigen Innenhof und ermöglicht stützenfreie Räume. Es berührt nur an zwei Stellen den Boden, so bleiben öffentliche Verbindungswege erhalten und die Mitarbeiter können die Grünflächen unter dem Bauwerk und im Hof nutzen. Zudem kann die in den verschatteten Bereichen zirkulierende Frischluft der Gebäudelüftung zugeführt werden. Die Ganzglasfassade bringt viel Licht in Großraumbüros, Konferenzzentrum und Restaurant und bietet den Mitarbeitern schöne Ausblicke auf See und Umgebung.

Da das Gebäude den Schweizer Minergie-Standard erreichen musste, entschieden sich die Architekten für eine hochdämmende »Closed-Cavity-Fassade«. Die zweischalige Elementfassade mit geschlossenem Zwischenraum verfügt über eine innere Dreifachverglasung und eine äußere Einfachverglasung mit VSG. Der Zwischenraum wird konstant über ein Druckluftverteilernetz mit trockener, gefilterter Luft befüllt, damit weder Kondensat noch Schmutz anfällt; ein textiler Sonnenschutzrollo verhindert Überhitzung.

Die 4,2 Meter hohen und drei Meter breiten Elemente bespielen je zwei Achsen des Büromodulrasters von 1,5 Metern, wobei die äußere Elementschicht aus zwei dreieckigen Scheiben besteht, getrennt durch eine diagonale Aluminiumsprosse. Diese je nach Himmelsrichtung unterschiedlich geneigten Scheiben reflektieren das Sonnenlicht und verringern so den Wärmeeintrag. Die minimierten Profile der äußeren Einfachverglasung verleihen der Fassade ein sehr filigranes Erschienungsbild, das je nach Wetter, Jahreszeit und Ausrichtung durch die facettenreich geneigten Gläser variiert.

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Dieser Artikel ist aus dem Heft:
DETAIL 6/2016
Fassaden

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