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best architects 15 award

Eine bunte Mischung unterschiedlichster Arbeiten schaffte es trotz strengster Auswahlkriterien auch dieses Jahr wieder die Jury zu überzeugen und zu beweisen, was die deutschsprachige Architekturszene so alles zu bieten hat. Neben bekannten Büros, die sich schon seit Jahren durch bemerkenswerte Bauten auszeichnen, stechen dabei auch immer wieder Neuentdeckungen hervor.

Die Jury bestand aus, im oberen Bild von links nach rechts zu sehen, Martin Lesjak (Graz), Niklaus Graber (Luzern) und Professorin Donatella Fioretti (Berlin). Unter den 415 Einreichungen wurde 62-mal die begehrte Auszeichnung »best architects 15« vergeben. Neun außergewöhnliche Projekte, die besonders herausstachen erhielten die Auszeichnung in Gold.


Die Gold-Gewinner nach Kategorien

Wohnungsbau | Einfamilienhäuser

Corinna Menn dipl. Architektin ETH SIA, Chur, CH
Umbau Chesa Gabriel in Samedan

Zahlreiche Transformationen der ursprünglichen Gebäudesubstanz veränderten das Gebäude nicht nur in seiner Volumetrie, sondern führten auch zu dem architekonischen Konzept der Überlagerung. Bewusst gliedert sich das Haus so in zwei Teile: Wohnen in historischer Substanz und freigelegter ursprünglicher Raumtypologie und einem, sich innerhalb der Grundmauern befindenden, aber völlig freiem Grundriss im Dachgeschoss. In der Fassade verbinden sich so neue Elemente mit den Spuren der Vergangenheit und umgekehrt.

FINCKH ARCHITEKTEN BDA, Stuttgart, D
Haus F in Esslingen

Nur 4.70m breit und 14m lang schmiegt sich der schmale Körper in den Hang und bietet durch beidseitig traufseitige Verglasung Ausblick in die Umgebung. Transluzente Giebelseiten ermöglichen mithilfe einer Kombination von Polycarbonatelementen und transparenter Wärmedämmung (TWD) gleichmäßige Belichtung, eine maximale lichte Breite des Innenraums und natürliche Wärmegwinnung.


Wohnungsbau | Mehrfamilienhäuser

Ken Architekten BSA AG, Zürich und Baden, CH
Bruggerberg in Brugg

Bewusst schiefwinklig zum Hang präsentiert sich das abgetreppte Mehrfamilienhaus mit 16 Eigentumswohnungen anders als die herkömmlichen Terrassenhäuser. Klare Ränder an den Terrassen, grob erscheinende Brüstungen und die Einstellhalle im Erdgeschoss sollen die Wohnungen vor dem Lärm der vielbefahrenen Hauptstraße schützen.

Michael Meier und Marius Hug Architekten AG, Zürich, CH
Alterswohnungen Sonnenhof in Wil

Während sich das Gebäude mit seiner Fassadenfarbigkeit der vertikal angeordneten grünen Keramikplatten an die Pflanzen der Umgebung anpasst, setzt es sich volumetrisch von seiner Nachbarbebauung deutlich ab. Die Position des Treppenhauses als zentrales Element entsteht durch die Topographie der Hügelkuppe und lässt die Bewohner die schräg ausgerichteten Raumgruppen erschließen.


Gewerbe- und Industriebauten

EM2N Architekten AG, Zürich und Baden, CH
Erweiterung Serviceanlage in Herdern

Ein zwar knappes Budget, aber ein großer gestalterische Wille führen in diesem Projekt ohne Zweifel zu einer Fassade, die wie von den Architekten beabsichtigt, mehr sein soll als nur eine technische Hülle. Modulare gerundete Faserzement-Elemente bringen Struktur, Licht- und Schattenspiel in die über 400m lange Fassade. Zwei glatte Schnitte bilden die beiden Enden der Serviceanlage am Rande des Gleisfelds.


Öffentliche Bauten

Baumberger & Stegmeier Architekten AG BSA SIA, Zürich, CH
Primarschulzentrum in Laufen

Im Zentrum der Stadt Laufen entsteht durch den Neubau einer Mehrzweckhalle ein belebter und öffentlicher Platz. Das Gebäude bildet den Abschluss für die umgebenden Schulbauten. Durch den Einsatz von Jurakalkbeton gelingt es den Architekten, an die Geschichte der Stadt als ehemaligen Steinbruch anzuknüpfen. Den Sockel bildet die tieferliegende Turnhalle, darüber legt sich eine gefaltete Dachkonstruktion zur Überbrückung der großen Spannweite. Im Inneren beeindruckt diese einzigartige Dachlandschaft und erinnert an die Struktur eines Pavillons.

Riegler Riewe Architekten, Graz, Österreich
Schlesisches Museum in Katowice

Die Lage des Museums auf einem alten Kohlegrube-Gelände machte es möglich äußerlich mit nur minimalen Eingriffen, ein unteriridisches Museumsprogramm zu entwickeln. So entstand ein vielfältiges Angebot an Museumsnutzungen, welches sich zu seiner Außenwelt nur durch abstrakte Glaskuben präsentiert, in denen sich Erschließung und Vewaltung befinden.


Sonstige Bauten

Bögl Gierer Architekten GmbH, München, D
Park-Garage am Bodensee

Durch die Nähe zu einer Villa auf einem Anwesen unmittelbar des Seeufers, enstand der Gedanke einer Kopie des Hauptgebäudes der Villa, das anschließend durch »skalieren und linerares Verzerren« die Hülle der neuen Garage erzeugen sollte. (Bögl Gierer Architekten) Der Neubau setzt sich vom Originalbau durch eine gestrichene Holzfassade ab und passt sich so wiederum der gewohnten Bauweise der Nebengebäude an. Äußere Feinheit im Gegensatz zum profanen Inhalt schlagen hier die Brücke zur klassischen Parkarchitektur.


Innenausbau

Marc Benjamin Drewes und Thomas Schneider, Berlin, D
BOX117 in Berlin

Für den Ausbau eines Lofts auf einem ehemaligen Fabrikgelände in Berlin stecken Drewes Schneider es sich zum Ziel, die Geschichte des Ortes nicht zu verbergen, sondern sichtbar zu machen. Kochen, Essen, Wohnen gehen als Räume ineinander über und werden von zwei autarken Boxen für Bad und Kinderzimmer unterbrochen. Durch Schattenfugen und die Materialien Eichenparkett und Zementfliesen werden sie vom Bestand optisch getrennt. Die ursprüngliche industrielle Atmosphäre wird durch die roh belassenen Betondecken und das Fischgrätparkett spürbar.

weitere Informationen:
www.bestarchitects.de

Liste aller prämierten Projekte des »best architects 15 award«


Im Herbst 2014 erscheint eine zweisprachige Publikation zum »best architects 15 award«, die im Fachbuchhandel erhältlich sein wird.

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