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Between Walls and Windows

Im Rahmen der Ausstellung "Between Walls and Windows. Architektur und Ideologie" wird das Haus der Kulturen der Welt in Berlin mit künstlerischen Interventionen bespielt.

Ort: Haus der Kulturen der Welt, Berlin
Eröffnung: 01. September 2012, 16.00 Uhr
Dauer: 01. - 30. September 2012

Öffnungszeiten: Mo – So: 10 – 19 Uhr, Sa 8.9. und 15.9.: 10 – 22 Uhr

Eintritt frei

Das Haus der Kulturen der Welt ist ein architektonisches Wahrzeichen der Nachkriegsmoderne. Im Kontext der Internationalen Bauaustellung war es 1956 durch den amerikanischen Architekten Hugh Stubbins erbaut worden. Das Gebäude, das ursprünglich als Kongresshalle diente, wurde als weithin sichtbares Symbol der Freiheit auf einem künstlichen Hügel platziert.

Die von Valerie Smith kuratierte Ausstellung "Between Walls and Windows. Architektur und Ideologie" inszeniert das Gebäude als Großskulptur und versucht das ideologische Programm der Nachkriegsmoderne offen zu legen. In den Räumen und im Außenbereich des Haus der Kulturen der Welt werden 10 ortsspezifische Interventionen von internationalen Künstlern und Architekten präsentiert. Das Bauwerk wird zum Ausgangspunkt einer Auseinandersetzung mit den politischen, ideologischen und philosophischen Bedeutungen von Architektur.

Gezeigt werden unter anderem Arbeiten von Amateur Architecture Studio, Arno Brandlhuber, Ângela Ferreira, Terence Gower, Eran Schaerf, Studio Miessen und Supersudaca.

Zu den temporären Installationen der Ausstellung gehört beispielsweise das „Tile Theatre“ von Amateur Architecture Studio. Die Architekten Wang Shu und Lu Wenyu üben konzeptionelle und philosophische Kritik an der globalisierten Architekturpraxis, insbesondere an dem Hochgeschwindigkeitsbauen in China. In ihren Entwürfen greifen sie lokale Handwerkstraditionen auf und bringen sie in Einklang mit zeitgenössischem Design. Sie verwenden traditionelle Materialien wie Bambus, Holz oder Backstein und kombinieren sie mit scheinbar kontrastierenden Baustoffen wie Beton. Für ihr „Tile Theatre“ recyceln sie rund 60.000 traditionell gefertigte chinesische Dachziegel aus ihrer Arbeit für die 10. Architektur-Biennale in Venedig 2006 und schaffen damit eine begehbare Pavillonskulptur auf dem Dach des Haus der Kulturen der Welt.

Die Initiative Weltkulturerbe Doppeltes Berlin setzt das Haus der Kulturen der Welt als Wahrzeichen der westlichen Moderne in Bezug zu seinem östlichen Gegenstück: der Kongresshalle am Alexanderplatz von Hermann Henselmann. Zwischen 1945 und 1989 entstanden in beiden Teilen Berlins symbolträchtige Staats-, Wohn- und Kulturbauten, die oftmals als Projektionsfläche für ideologische Botschaften fungierten. Als Ergebnis dieses „architektonischen Wettrüstens“ lässt sich noch heute eine Dopplung von Bauwerken in Ost- und West-Berlin erkennen: zwei Kongresshallen, zwei Volksbühnen, etc. Die "Initiative Weltkulturerbe Doppeltes Berlin" startet im Rahmen der Ausstellung eine Kampagne, um das "Doppelte Berlin" und damit auch das Haus der Kulturen der Welt zum UNESCO-Weltkulturerbe zu erheben.

Zur Ausstellungseröffnung am 1. September erscheint ein Katalog mit zahlreichen Texten und einem umfangreichen Bildteil im Hatje Cantz Verlag. Das Rahmenprogramm beinhaltet Vorträge, Diskussionen und Expertenführungen.

Mehr Informationen zur Ausstellung und zu dem begleitenden Rahmenprogramm finden Sie hier

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