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BMW Guggenheim Lab

Weltpremiere: Das BMW Guggenheim Lab eröffnet in New York.

3. August 2011

Das innovative mobile Forschungslabor BMW Guggenheim Lab untersucht das städtische Leben und bietet mehr als 100 kostenfreie, öffentlich zugängliche Programme. In den kommenden sechs Jahren wird die urbane Ideenschmiede in neun Weltstädte reisen. Nach New York werden Berlin und Mumbai die nächsten Stationen sein.

Das BMW Guggenheim Lab startet im East Village in Manhattan seine Welttournee, die es in neun Städte führen wird. Als urbane Ideenschmiede, öffentliches Forum und Gemeindezentrum zugleich, bietet das BMW Guggenheim Lab kostenfreie Programme, die die Herausforderungen des modernen städtischen Lebens untersuchen. Eine mobile Architektur wurde eigens für dieses urbane Experiment entworfen. In den nächsten sechs Jahren durchläuft das BMW Guggenheim Lab drei aufeinander folgende Zyklen, die sich drei verschiedenen inhaltlichen Themen widmen.

Dabei werden jeweils speziell entworfene mobile Architekturen dem Lab eine neue Gestalt verleihen. Jeder Bau wird in je drei Städten installiert, wo lokale und Online-Communities, die sich rund um das BMW Guggenheim Lab etablieren, das Bewusstsein für wichtige Themen stärken, spezifische Ideen für die Situation in der jeweiligen Stadt entwickeln und sich mit innovativen und nachhaltigen Designs auseinandersetzen sollen. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse sollen für Megastädte auf der ganzen Welt dauerhaft nutzbar gemacht werden.

Nach Ablauf des ersten Zyklus in 2013 wird das Solomon R. Guggenheim Museum in New York die Ergebnisse der ersten drei Austragungsorte des BMW Guggenheim Lab – New York, Berlin und Mumbai – in einer Sonderausstellung zusammenfassen. Die Orte für die beiden folgenden Zwei-Jahres-Zyklen werden zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.

Das erste BMW Guggenheim Lab liegt First Park, Ecke Houston Street und Second Avenue, auf einem Grundstück der „New York City Parks“. Vom 3. August bis 16. Oktober ist das Lab kostenfrei für die Öffentlichkeit zugänglich. Ein breit gefächertes Programm, das mehr als 100 verschiedene Angebote umfasst, setzt sich mit dem Thema des ersten Zyklus des BMW Guggenheim Lab, Confronting Comfort, auseinander. Dabei geht es um die Frage, wie das städtische Umfeld besser an die Bedürfnisse seiner Bewohner angepasst werden kann. Im Zentrum stehen Aspekte wie Lebensqualität oder das Gleichgewicht zwischen Wohlstandsstreben und der Forderung nach Nachhaltigkeit und gesellschaftlicher Verantwortung.

Zu den Programmpunkten gehören das umfassende interaktive Gruppenspiel "Urbanology", das sowohl vor Ort als auch online gespielt werden kann, sowie Workshops, Experimente, Diskussionen, Filmvorführungen und verschiedene Off-Site-Touren. Die Teilnehmer von "Urbanology", spielen Szenarien für die Neugestaltung von Städten durch. Sie treten mit ihrem Handeln für Bildung, den Wohnungsbau, das Gesundheitswesen, Nachhaltigkeit, eine gute Infrastruktur und Mobilität ein. So können sie eine Stadt entstehen lassen, die ihren individuellen Bedürfnissen und Wünschen entspricht.

Zu den führenden Architekten, Akademikern, Vordenkern und Unternehmern, die vor Ort öffentliche Vorträge halten werden, zählen Yoshiharu Tsukamoto (Mitinhaber von Atelier Bow-Wow); Elizabeth Diller (Gründerin des Büros Diller Scofidio + Renfro); Nicholas Humphrey (Mitglied des Advisory Committee, emeritierter Professor für Psychologie an der London School of Economics); Juliet Schor (Professorin für Soziologie am Boston College); Saskia Sassen (Professorin für Soziologie an der Columbia University); und Gabrielle Hamilton (Köchin und Eigentümerin des Restaurants PRUNE).

Das gesamte Programm finden Sie unter: bmwguggenheimlab.org

Die Website und der Blog des BMW Guggenheim Lab bieten einem virtuellen Publikum weltweit vielfältige Möglichkeiten zur Teilnahme an diesem multidisziplinären Projekt. Über den Blog werden Details zu den Aktivitäten im Lab verbreitet. Zudem bietet dieser Beiträge von renommierten Gastautoren sowie regelmäßige Interviews mit den Partnern des BMW Guggenheim Lab. Alle sind eingeladen, sich den Social Communities des BMW Guggenheim Lab bei Twitter (@BMWGuggLab, Hashtag #BGLab verwenden), Facebook, YouTube, Flickr und Foursquare anzuschließen.

"New York City ist schon seit langem ein urbanes Labor für neue Ideen und Innovation, und deshalb freuen wir uns, Gastgeber des ersten BMW Guggenheim Lab-Experiments zu sein", so der New Yorker Bürgermeister Michael R. Bloomberg. "Dieses kreative Projekt bietet den New Yorkern eine wichtige Möglichkeit, sich zu vernetzen und Ideen auszutauschen. Wir sind schon gespannt auf die Diskussionen, die sich entwickeln werden, wenn das Lab um die Welt reist."

"Die Eröffnung des BMW Guggenheim Lab in New York City ist erst der Anfang einer spannenden Reise, die wir erwarten", so Richard Armstrong, Direktor des Solomon R. Guggenheim Museum and Foundation. "Das Guggenheim Museum führt damit sein Engagement für Bildung, Wissenschaft und Designinnovation noch einen Schritt weiter – wir führen es rund um die Welt. In New York, Berlin, Mumbai und darüber hinaus werden wir uns den brisanten Fragen widmen, mit denen sich die Metropolen heute konfrontiert sehen, und dabei auch andere Interessierte einbinden. Wir danken BMW sehr für die Zusammenarbeit bei diesem wichtigen Vorhaben."

"Wir sind ein Unternehmen, das sich aktiv engagiert", sagte Harald Krüger, Mitglied des Vorstands der BMW AG. "Uns interessiert die Förderung eines offenen Dialogs über die Herausforderungen, die vor uns allen liegen. Die Weltpremiere der globalen sechsjährigen Initiative BMW Guggenheim Lab ist für BMW ein Meilenstein, der auf unseren Erfahrungen in den Bereichen Nachhaltigkeit und Kulturengagement aufbaut. Es freut uns außerordentlich, eine multidisziplinäre Plattform zur Entwicklung zukunftsweisender Ideen und neuer Lösungen für Millionenstädte unterstützen zu können. Wir sind überzeugt, dass das BMW Guggenheim Lab mit einem hervorragenden Partner wie dem Solomon R. Guggenheim Museum and Foundation, ein großer Erfolg werden wird."

Architektur und Grafikdesign

Die Architekten von Atelier Bow-Wow aus Tokio haben den kompakten Leichtbau für den ersten Zyklus wie eine mobile Toolbox angelegt. Er nimmt eine Fläche von etwa 250 qm ein und lässt sich leicht in dicht besiedelte Gebiete einpassen und von Ort zu Ort transportieren. In New York schmiegt sich der zweigeschossige Bau auf einem T-förmigen, rund 3.000 qm großen Grundstück zwischen zwei Häuser.

An der Südseite öffnet er sich hin zu einem begrünten öffentlichen Platz und einem Café. Die untere Hälfte des Gebäudes ist ein freiliegender Raum mit bühnenartigem Ambiente, das sich den speziellen Anforderungen der verschiedenen Veranstaltungen flexibel anpassen kann. Diese Ebene kann als Vortragssaal oder Bühne fungieren, als Ort für Versammlungen dienen oder als Werkraum für praktisch orientierte Workshops genutzt werden.

Das obere, "Toolbox"-artige Geschoss ist lose von halbtransparentem, maschenartigem Gewebe in zwei Lagen umschlossen, das einen schimmernden Moiré-Effekt erzeugt. Es lässt das Innenleben mit seinen diversen Vorrichtungen erahnen, die mithilfe eines flexiblen Gerüsts gehoben oder gesenkt werden können, um die untere Ebene an die Bedürfnisse der jeweiligen Programme anzupassen. Besonders bemerkenswert: Das BMW Guggenheim Lab ist das erste Gebäude, das über ein Grundgerüst aus Karbonfasern verfügt.

"Statt dass die Architekten den Bürgern sagen, wie sie sich in bestimmten Räumen zu verhalten haben, sollten die Bürger selber entscheiden können, wie sie die städtischen Räume nutzen", so Yoshiharu Tsukamoto und Momoyo Kaijima von Atelier Bow-Wow. "Wir begrüßen es seit jeher, wenn Stadtbewohner ihre Handlungsfreiheit zurückgewinnen, um das Umfeld, in dem sie leben, eigenverantwortlich zu gestalten, und freuen uns sehr, am Launch des BMW Guggenheim Lab mitwirken zu können. Wir haben das Lab von Beginn an als öffentlichen Ort konzipiert, der jedermann zugänglich ist."

Das BMW Guggenheim Lab Team

Das BMW Guggenheim Lab wird von David van der Leer (Assistant Curator, Architecture and Urban Studies) und Maria Nicanor (Assistant Curator, Architecture, Solomon R. Guggenheim Museum) kuratiert. Ein internationales Komitee (Advisory Committee), das sich aus Experten verschiedener Fachrichtungen zusammensetzt, wählte das New Yorker Lab Team aus. Die Mitglieder dieses Teams sind: Omar Freilla, in New York lebender Gründer und Leiter der Green-Worker-Kooperative GWC (Initiative zur Schaffung von ortsansässigen, inhabergeführten Arbeitsplätzen in umweltfreundlichen Betrieben, greenworker.coop); Charles Montgomery, preisgekrönter kanadischer Journalist und Stadtforscher, der die Zusammenhänge zwischen städtebaulicher Gestaltung und Lebensqualität untersucht; Olatunbosun Obayomi, nigerianischer Mikrobiologe und Erfinder, Fellow der TED-Global-Konferenz 2010 (TED = Technology, Entertainment, Design) sowie Elma van Boxel und Kristian Koreman, Urbanisten und Architekten von ZUS (Zones Urbaines Sensibles) in Rotterdam.

Künftige Standorte

Nach der Präsentation in New York wird das BMW Guggenheim Lab im Frühjahr 2012 nach Berlin reisen. Dort wird es in Zusammenarbeit mit dem urbanen Denklabor ANCB am Pfefferberg präsentiert, einem ehemaligen Industriekomplex. Im Winter 2012–2013 reist das BMW Guggenheim Lab nach Mumbai, wo der erste Drei-Städte-Zyklus seinen Abschluss findet. Kooperationspartner vor Ort ist das Dr. Bhau Daji Lad Museum.

Über die Solomon R. Guggenheim Foundation

Gegründet 1937, fördert die Solomon R. Guggenheim Foundation mittels Ausstellungen, Forschungsarbeiten und Veröffentlichungen das Verständnis und die Wertschätzung von Kunst. Im Fokus stehen vor allem moderne und zeitgenössische Kunst. Derzeit besitzt und führt die Solomon R. Guggenheim Foundation das Guggenheim Museum an der Fifth Avenue in New York sowie die Peggy Guggenheim Collection im Palazzo Venier am Canale Grande in Venedig. Daneben stellt sie das kuratorische Programm und Management für das Guggenheim Museum Bilbao. Die Deutsche Guggenheim Foundation in Berlin ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen der Guggenheim Foundation und der Deutschen Bank, die 1997 begann. In Bau ist derzeit das Guggenheim Abu Dhabi, ein Museum moderner und zeitgenössischer Kunst, entworfen von Frank Gehry. Es liegt auf der Saadiyat-Insel nahe der Hauptinsel von Abu Dhabi City, Hauptstadt der Vereinten Arabischen Emirate.

Über das kulturelle Engagement der BMW Group

2011 feiert die BMW Group ein Jubiläum: Die internationale Kulturförderung der BMW Group mit über 100 Projekten weltweit ist seit 40 Jahren essentieller Bestandteil der Unternehmenskommunikation. Schwerpunkte des langfristig angelegten Engagements setzt die BMW Group in der zeitgenössischen und modernen Kunst sowie in klassischer Musik, Jazz, Architektur und Design. 1972 fertigte der Künstler Gerhard Richter drei großformatige Gemälde eigens für das Foyer der Münchener Konzernzentrale an. Seither haben Künstler wie Andy Warhol und Roy Lichtenstein, Olafur Eliasson, Thomas Demand und Jeff Koons mit BMW zusammengearbeitet. Außerdem beauftragte das Unternehmen berühmte Architekten wie Karl Schwanzer, Zaha Hadid und Coop Himmelb(l)au mit der Planung wichtiger Gebäude und Werke des Unternehmens. Bei allem Kulturengagement setzt die BMW Group stets auf die absolute Freiheit des kreativen Potentials – denn sie ist in der Kunst genauso Garant für bahnbrechende Werke wie für Innovationen in einem Wirtschaftsunternehmen.

Weitere Informationen finden Sie hier

Bildrechte:Teaser:Roger Kisby;Photo 1, 3, 4:Paul Warchol;Photo 2:Kristopher McKay;Solomon R. Guggenheim Foundation
Photo 5:Atelier Bow-Wow

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