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Boulevard der Stars zum Berlinale-Geburtstag

Berlins Oberbürgermeister Klaus Wowreit
Berlins Oberbürgermeister Klaus Wowreit bei seiner Rede vor der Enthüllung.

Auf dem Mittelstreifen der Potsdamer Straße in Berlin wird am 12. Februar 2010 der Grundstein für den Boulevard der Stars gelegt - genau rechtzeitig zum 60. Geburtstag der Internationalen Filmfestspiele in Berlin.

Den ersten Stern des Boulevards enthüllen die Direktoren von BERLINALE und dem Museum für Film und Fernsehen, Dieter Kosslick und Dr. Rainer Rother. Besucher der Feier können sich neben dem Star fotografieren lassen, dem der erste Stern gewidmet ist.

Der ursprüngliche Initiator des Projektes Gero Gandert freut sich, dass der Terminplan zur Eröffnung der 60. Berlinale geklappt hat: „Das ist doch jetzt ein Signal mit internationaler Beachtung!“ Georgia Tornow, Geschäftsführerin der Gemeinnützigen GmbH für die Erweiterung und Pflege des Boulevards, zeigte sich überzeugt, eine neue Attraktion Berlins für alle Bürger und Besucher geschaffen zu haben, und kündigt an: „Wir werden im Sommer ein richtiges Film-Fest zur Einweihung des Boulevards feiern!"

OB Klaus Wowreit mit dem Hologramm von Marlene Dietrich
OB Klaus Wowreit mit dem Hologramm von Marlene Dietrich, fotografiert durch den von ART+COM und Graft entwickelten Sterngucker.

Konzept

Der Boulevard der Stars in der Potsdamer Straße würdigt ab Sommer 2010 die Größen aus der Welt der deutschen Bewegtbildproduktion aus allen Schaffensperioden bis heute. Im Unterschied zu dem allseits bekannten Walk of Fame in Hollywood inszenieren die beiden Berliner Büros ART+COM und Graft Architekten, unterstützt vom Büro WES&Partner, den Boulevard jedoch nicht nur als Ruhmes-Reihe, sondern als interaktives Premieren-Defilee.

Beginnend am Potsdamer Platz ist ein beständiger roter Teppich auf dem Mittelstreifen, teilweise bis auf die Gehwege „ausgerollt“. In den Boden sind Messingsterne mit den Namen und Lebensdaten herausragender deutschsprachiger Schauspieler, Regisseure, Kameraleute und anderer Film- und Fernsehschaffender eingelassen.

Zu einer Premiere gehören natürlich auch Kameras: Schaut man durch die sogenannten Sterngucker, schwebt der jeweilige Star scheinbar über seinem Messingstern – eine perfekte Illusion mit Hilfe der Pepper’s Ghost Camera. So beleben Stars aus der Gegenwart und aus der Vergangenheit durch kameraartige Stelen betrachtet den Boulevard und laden Besucher zum Mitmachen ein: Jeder kann sich durch die Sterngucker hindurch mit „seinem“ Star fotografieren lassen! Für wahre Fans bieten außerdem alle Sterne die Möglichkeit, das Autogramm des Stars „abzureiben“ – mehr als einen Stift und ein Stück Papier braucht man nicht dazu.

Nachts tauchen Scheinwerfer den Boulevard in bewegtes Premierenlicht oder richten die Aufmerksamkeit der Besucher etwa auf die Geburtstagskinder unter den Stern-Trägern. Der Boulevard der Stars wird mit 40 Ehrensternen eröffnet – jedes Jahr werden dann im Sommer bis zu 10 weitere Sterne feierlich enthüllt. Die Entscheidung über die Ehrungen fällt eine unabhängige Jury.

OB Klaus Wowreit und Gero Gandert (Direktor Deutsche Kinematek)
OB Klaus Wowreit und Gero Gandert (Direktor Deutsche Kinematek) an Marlene Dietrichs Stern.

Hintergrund und Wettbewerb

Für Bau und Unterhaltung dieses „wachsenden Denkmals“ haben sich die Stadt Berlin und die „Boulevard der Stars“ – Gemeinnützige GmbH zu einer Public-Private-Partnerschaft zusammengetan. Zur Gewinnung eines überzeugenden Gestaltungskonzepts hat die Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung in Kooperation mit dem Bezirksamt Mitte und der Boulevard der Stars gemeinnützigen GmbH einen Wettbewerb im Februar 2009 ausgelobt. Dem war ein Teilnehmer-Auswahlverfahren vorausgegangen, an dem sich 153 Bewerber aus Deutschland und vor allem dem europäischen Ausland beteiligt hatten.

Sieben Bewerber wurden aufgefordert, ihre Entwürfe einzureichen und diese bei einem Zwischen-Colloquium vorzustellen. So wurde sichergestellt, dass die Rahmenbedingungen und Vorgaben des Ortes voll erfasst sind – eine Vorsichtsmaßnahme nach den Erfahrungen des ersten Wettbewerbs im Jahr 2004. Die Umsetzung des damals prämierten Entwurfs aus dem Büro Zaha Hadid scheiterte nämlich letztlich an den Zwängen des Ortes.

Die Jury des Wettbewerbs 2009 zeichnete drei Autoren-Gruppen mit zweiten Preisen aus und entschied sich einstimmig für den Sieger- Entwurf von GRAFT und ART+COM.

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