You are using an outdated browser. Please upgrade your browser to improve your experience.

print article Artikel drucken
John Puttick Associates, Preston, Building Design Partnership

Brutalismus wiederbelebt: Busbahnhof in Preston

Seit seiner Eröffnung 1969 bildete der Busbahnhof im nordenglischen Preston eine große Insel aus Beton in einem Meer aus Asphalt. 80 Bussteige reihten sich an beiden Seiten des 190 m langen, von Building Design Partnership und Ove Arup and Partners entworfenen Gebäudes auf. Die westlich anschließende Freifläche diente als Busparkplatz, den die Passagiere auf behelfsmäßig abgesperrten Gehwegen überquerten, nachdem die ursprünglich angelegten Fußgängerunterführungen nicht auf Akzeptanz gestoßen waren. Die vier oberen Etagen und das Dach des Bauwerks beherbergen bis heute ein Parkhaus mit 1100 Stellplätzen in Split-Level-Anordnung. Über zwei geschwungene Brücken gelangen die Autos von der Straße direkt ins erste Obergeschoss und wieder zurück ins Freie.

Noch vor sieben Jahren war der Busbahnhof, der heute als führendes Beispiel des britischen Nachkriegs-Brutalismus geschätzt wird, akut abrissgefährdet. Die Stadt Preston wollte ihn trotz Bürgerprotesten durch ein Einkaufszentrum ersetzen. Ein Umdenken setzte ein, nachdem das Gebäude 2013 auf Antrag der Twentieth Century Society in die Denkmalliste aufgenommen wurde. 2016 fand ein Architektenwettbewerb für seine Sanierung statt, den John Puttick Associates gewannen. Neben der behutsamen Instandsetzung umfasste ihr Auftrag auch die autofreie Neugestaltung des westlichen Vorplatzes. Die Insellage des Gebäudes ist damit Geschichte, die Bussteige auf der Westseite sind entfallen und diese fungiert nun als dezidierte Eingangsseite. Inmitten der Halle steht ein größtenteils zweigeschossiger Gebäudekern, in dem Läden, Cafés und Toiletten zusammengefasst sind.
Die besondere Qualität der Sanierung liegt darin, dass John Puttick Associates die Atmosphäre der 1960er-Jahre in den Innenräumen weitgehend erhalten haben. Der Gummiboden ist noch der alte, die Kassettendecken aus Betonfertigteilen wurden lediglich gereinigt und zahlreiche Einbauten aus späterer Zeit entfernt, um den Raum wieder als gestalterische Einheit in Erscheinung treten zu lassen.

Kurze Werbepause

Weitere Informationen:
Landschaftsarchitekten: Lancashire County Council Highways Department, Plant-IE
TGA-Planung: Skelly & Couch

Eine ausführliche Print-Dokumentation finden Sie in unserer Ausgabe DETAIL 3/2020 mit dem Themenschwerpunkt »Mobilität«.
> Online Shop

Weitere Artikel zur Ausgabe DETAIL 3/2020 finden Sie hier.

Dieser Artikel ist aus dem Heft:
DETAIL 3/2020
DETAIL 3/2020

Mobilität

Zum Heft
Shop-Empfehlung
Anzeige

ARCHITEKTUR & DESIGN

Detail Newsletter

Wir informieren Sie regelmäßig über internationale Projekte, Neuigkeiten zu Architektur - und Designthemen, Research und aktuellen Veranstaltungen in unserem Newsletter.