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Chemische Fabrik Dr. Weigert

Chemische Fabrik Dr. Weigert
Architekt: Petersen Ingenieurbüro GmbH
Büroplanung: Salmen Plan Projekt, Hamburg
Ort: Hamburg

Kunden- und Marktorientierung, langlebige Geschäftspartnerschaften, getragen von motivierten Mitarbeitern, die mit ihrer Kompetenz und Kreativität die Säulen des Un-ternehmenserfolges bilden. Mit dieser Maxime wurde die Chemische Fabrik Dr. Wei-gert zu einem der führenden Unternehmen im Bereich betrieblicher Hygienemaß-nahmen. Ihr Firmenneubau in Hamburg transportiert nach innen und außen die Werthaltung eines internationalen Spitzenreiters.
Gegründet wurde das Unternehmen vor knapp 100 Jahren, heute beschäftigt der Hy-gienespezialist für Großküchen, Medizintechnik bzw. Anwendungen in Pharma-, Kosmetik- und Lebensmittelindustrie rund 250 Mitarbeiter und unterhält sechs Tochtergesellschaften.

Strategische Kundenorientierung
Das Firmencredo stellt den Kundennutzen in den unbedingten Fokus des unterneh-merischen Handelns. "Nicht was wir herstellen können, ist entscheidend, sondern welchen Vorteil unsere Kunden davon haben", formulierte es der Firmen gründer Dr. Walter Weigert. Der Unternehmenserfolg basiert neben zeitgemäßer Produktion und Organisation vor allem auf einer effizienten Unternehmensstruktur, gepaart mit der Einsatzbereitschaft, Kompetenz und Kreativität motivierter Mitarbeiter.


Architektur für men at work.
Mit dem neuen bzw. teilweise umgebauten Betriebsobjekt in Hamburg wollte die Un-ternehmensführung diesem Qualitätsansatz auch architektonisch gerecht werden. Zeitgemäß, offen, strukturiert und anregend – so kann man den 2.000 m2 großen Neubau, der sich harmonisch mit dem bestehenden Verwaltungs(um)bau von PRO-JEKT IN GUTER FORM Dr. Weigert GmbH & Co. KG 2/2008 700 m2 verbindet, zwei-felsohne bezeichnen. Vor allem aber: Er passt hervorragend zur Unternehmensphilosophie, die Menschen und Mitarbeiter in den Mittelpunkt stellt, die Kreativität und Motivation auch auf Arbeitsumgebungen und Unternehmenskultur zurückführt.
Unter der Projektleitung der Petersen Ingenieurbüro GmbH und in Teamarbeit mit IHS Intelligent House Solutions GmbH & Co. KG (TGA Planung), Theiling Licht + Ob-jektplanung (Lichtplanung), Wolfgang Andreä (Landschaftsplanung) und Salmen Plan Projekt für die gesamt-künstlerische Baubetreuung im Bereich Innenarchitektur ist ein Büroobjekt entstanden, das viel Raum für künftigen Wandel einkalkuliert und innovativ den zukunftsweisenden Anforderungen von Unternehmensleitung und Mitar-beitern Rechnung trägt.

Ganzheitlichkeit.
Die Einbindung aller Komponenten in ein aufeinander abgestimmtes und funktionie-rendes Gesamtkonzept stand im Mittelpunkt von Planung und Realisation. Dabei wurde auf intelligente Flächennutzung und Raumaufteilung ebenso eingegangen wie auf die Anforderungen hinsichtlich Flexibilität, Funktionalität, aber auch Design. Auf der Ebene der Gebäudetechnik machen individuell steuerbare Komponenten des Raumklimas, der Beleuchtung und der Akustik das Objekt für alle Büronutzer zu einem außergewöhnlich hochwertigen Arbeitsumfeld.

Licht gestaltet.
Eine besondere Rolle übernimmt im Rahmen des architektonischen Konzeptes die Akzent setzende Integration von Licht. Eine über alle vier Geschosshöhen verglaste Halle, die in zwei Lichtöffnungen im Dach mündet, stellt einerseits das Bindeglied zwischen neuer und erneuerter Bausubstanz dar. Andererseits entfaltet sie mit ihrer doppelten Funktion als Eingangshalle und Galerie für großformatige Graffitikunst ihre besondere Ästhetik.
In den Innenflächen und Büroräumen wird Licht in erster Linie als unterstützendes Element genützt, das die Wirkung von Konturen, Linien und Flächen hervorhebt. Fast alle Leuchten sind flächenbündig angebracht, um die freie Raumsicht nicht zu unterbrechen. Wirkung statt Objekt – nach innen und nach außen.

Zwischen Architektur, Technik und Design.
Bemerkenswert auch zwei Architektur-Objekte, die sich trotz Eigenständigkeit perfekt in die Gesamtinnensicht fügen: Selbstbewusst und dennoch mit Zurückhaltung zieht zum einen die in der offenen Halle frontal platzierte Treppe mit ihrem roten Glasgeländer die Aufmerksamkeit der Eintretenden auf sich. Und führt sie mit dem Blick bis zum Dach.
Zum anderen erfüllt ein über 14 m hoher Wasserfall sowohl optisch als auch klima-tisch eine besondere Funktion. Der gleichmäßige und beruhigte Fluss dieser leben-digen Wand gibt dem Raumklima nicht nur unterschwellige Kraft und Harmonie, sondern auch die optimale Lufttemperatur – technisch perfekt gelöst.

Kontinuität des Raumkonzeptes.
In Zusammenarbeit mit Bene Hamburg entstand ein Möblierungskonzept, das in allen Etagen durch konsequente Wiederholung bestimmter Elemente, Materialien und Farben eine gemeinsame Klammer durchgängiger Qualität schafft. Die Kombination von Kirschbaumholz und einem lebendigen Rot setzt dabei warme Akzente in einer insgesamt sehr harmonischen Atmosphäre. Ob Einzeloder Gruppenbüro, Cafeteria, Konferenz, Lounge oder Top Management – die ausgewählte Designsprache wird überdies den hohen Anforderungen des Projektes gerecht. Etwa mit den Bene Pro-dukten für das Back Office und das Management sowie Bene Stauraummöbel.
Von Walter Knoll stammen die Lounge- bzw. Wartemöbel und Konferenztische, von Borks die Präsentationstafeln.
Hochwertige Webteppichböden von Carpet Concept in elegantem Blau sorgen für einen ruhigen Ausgleich. In den Fluren, Büros und Konferenzräumen unterstreicht der Boden die Wirkung der Architektur. Ein Frisé-Teppichboden aus edler Wolle sorgt in der Vorstandsetage für eine ruhige Atmosphäre. Die dezente Farbigkeit der strapazierfähigen Webware bringt die ausgesuchte Möblierung und die Kunstobjekte exzellent zur Geltung.

Qualitätsanspruch an Design und Funktion.
"Gutes Design, das konsequent bis in jedes noch so kleine Detail umgesetzt ist, Komplettbemusterung sowie Flexibilität in der heißen Phase der Realisierung waren die Grundvoraussetzungen für das anspruchsvolle Gesamtergebnis", so Olaf Philippi von Bene Hamburg. Dazu kam die enge und perfekt funktionierende Zusammenar-beit mit allen Beteiligten, insbesondere mit Salmen Plan Projekt, wodurch im Sinne des Kunden hohe Effizienz auch im Bereich Organisation und Koordination sicherge-stellt werden konnte.

Chemische Fabrik Dr. Weigert
Stichworte:
Dieser Artikel ist aus dem Heft:
DETAIL 10/2008

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