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Erweiterung, Schule, ateliers O-S architectes

Cortenstahl auf Beton: Erweiterung einer Schule von ateliers O-S architectes

Am Südufer des Genfersees, auf französischer Seite mit Blick auf Lausanne, liegt die Gemeinde Lugrin. Schon drei Mal mussten die Schulgebäude dem Wachstum der Bevölkerung entsprechend erweitert und umgebaut werden. Nun hat die Grundschule, die zwischen einer Mädchenschule aus dem Jahr 1850 und einem Unterrichtsgebäude für Jungen aus den 1950er-Jahren liegt, neue Räumlichkeiten bekommen.

Ausläufer der Alpen sorgen dafür, dass die Topografie von Lugrin zum See hin stark abfällt. Das Schulensemble ist im terrassierten Gelände oberhalb von Rathaus und Kirche angesiedelt. Ein Sockelgeschoss aus Sichtbeton schmiegt sich an den Hang an. Daraus entwickeln sich Stützmauern, die den neuen Schulhof aufspannen. Dieser Hof wird an drei Seiten von einem Arkadengang eingefasst, der auch die Verbindung zwischen dem Eingang zum Neubau und den Bestandsbauten herstellt. Darüber hinaus ist er für die Pariser Architekten Ateliers O-S Architectes
mehr als nur ein Gang: Er begünstigt zwischenmenschliche Interaktionen.

Der Baukörper, der oben auf dem Sockel sitzt, ist vom Archetyp der Scheune inspiriert. Ein langer Riegel mit Satteldach ist orthogonal zum Hang und direkt auf die Kirche ausgerichtet. Seine Cortenstahl-Verkleidung fügt sich farblich in die Dachlandschaft aus roten Ziegeln ein. Im langen, offenen Raum ist die Schulmensa mit Küche und Speisesaal untergebracht, während im unteren Bereich mit direkter Verbindung zum Hof drei Klassenräume für die Grundschule und eine Werkstatt für den Kunstunterricht liegen.

Unter der Fassade aus Cortenstahl liegen Wände aus Holzrahmen, die als Tragstruktur dienen. Sparren und Deckenbalken sind aus Vollholz gefertigt und setzen sich von den weißen Plattenverkleidungen ab. Das Gefühl einer offenen Scheune wird dadurch auch im Innenraum als Motiv fortgeführt. Im Sockel hingegen trägt die sichtbare, mit Kiefernplatten geschalte Betonstruktur.

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Weitere Informationen:

Team: Vincent Baur, Guillaume Colboc, Gaël Le Nouëne, Vincent Menuel, Yvanie Wilhelm
Bautechnik: EUCLID
Landschaftsarchitekten: Les architectes du paysage
Akustik: Jean-Paul Lamoureux
Gesamtfläche: 1300 m²
Baukosten: 1630000 €
Baustellenvorbereitung: SATEC
Rohbau: Tanriverdi
Holzrahmen: FARIZON
Cortenstahlfassade: Serrurerie de la Parette
Innen- und Außenraumteppiche: VERGORI
Schlosser: MTF
Malerarbeiten Decke: L’enfant du Léman
Gussestrich: Chapes concept
Parkett: Sols Confort
Bodenfliesen: Diez Carrelage
Aufzüge: CFA NSA
Gebäudetechnik: Saguet Energie
Elektrotechnik: SPIE Sud-Est
Küche: Nevetechnic
Landschaftsgärtner: ID Verde

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