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Das Haus aus dem Drucker: Building Bytes

Bisher nutzen wir den 3D-Printer vor allem für die Herstellung von Modellen und Miniatur-Kunst. Auch die Vorstellung, ihn demnächst im Rahmen der Eigenproduktion von Haushaltsgegenständen oder anderen kleinen Dingen einzubinden, rückt dank sinkender Herstellungskosten der Drucker in immer greifbarere Nähe. Doch was der niederländische Architekt und Designer Brian Peters mit seinem Projekt Building Bytes vorschlägt, geht noch einen Schritt weiter: Er verwandelt den kleinen 3D-Desktop-Drucker in eine veritable Haus-Fabrik. Wie das geht? Indem er eine neue Technologie – den 3D-Drucker – für die Verarbeitung traditioneller und damit bekannter Baumaterialien nutzbar macht.

Modell aus sich verzahnenden Building Bytes für Kuppeln und Bögen

Die Idee dazu entstand im Rahmen eines sechswöchigen Workshops im European Ceramic Work Centre in Holland. Kern der Neuentwicklung ist ein innovatives Extrusions-System, also ein System zum Fließ-Pressen, das es erlaubt, jedwedes flüssige Material für den Drucker zu nutzen. Durch die einfachen Anpassungsmöglichkeiten können Nutzer auf bekannte und lokal vorhandene Baustoffe zurückgreifen – von Beton bis Lehm und Ton.

Sich verzahnende Building Bytes für Kuppeln und Bögen

Gleichzeitig bietet Building Bytes Designern und Architekten viele verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten: Die ausgedruckten Bausteine – „printed Bricks“ – können komplexe Oberflächen aufweisen. Dadurch sind wiederum Kurven oder Verzahnungen der jeweiligen Konstruktionen möglich, die am Ende aus den einzelnen Elementen errichtet werden sollen. Ganz anders als bei herkömmlichen modularen Bauelementen wie Backstein können Form, Geometrie und Struktur der jeweiligen Bausteine so komplex geplant, konstruiert und optimiert werden, dass das Gewicht reduziert oder die Tragfähigkeit erhöht wird. Bei allen Neuerungen bleibt der Vorteil des vertrauten Umgangs mit einem traditionellen Baumaterial jedoch erhalten.

X-förmige Building Bytes für vertikale Schichtungen

Während des Workshops in Holland entwickelte und testete Brian Peters vier verschiedene Mustergeometrien für Building Bytes:


1. Gerippte Steine für Säulen und Türme

2. Sich verzahnende Elemente für Kuppeln und Bögen

3. Kreuzförmige X-Steine für vertikale Schichtungen

4. Wabenförmige Elemente für modular stapelbare Wabenstrukturen

Building Bytes bietet so das Potenzial, mobil, preiswert und einfach unterschiedliche Bausteine für großformatige Konstruktionen zu fabrizieren.

Alle Fotos: Building Bytes.

Weitere Informationen:
buildingbytes.info


Gerippte Building Bytes für Säulen und Türme
Wabenförmige Building Bytes zur Konstruktion von modular stapelbaren Wabenstrukturen
Wabenförmige Building Bytes zur Konstruktion von modular stapelbaren Wabenstrukturen
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