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Norell/Rodhe, Schweden, House RR

Abtauchen im Sommerhaus: House RR von Norell/Rhode

Rund 70 km südlich von Stockholm, auf einem kleinen Hügel gelegen, steht das House RR. Nebenan beginnt der Mischwald, der Blick reicht über weite Felder und Wiesen – die Voraussetzungen für einen idyllischen schwedischen Sommer sind also ideal. Aus der Ferne scheint es, als würde dort oben ein kleines Haus mit Satteldach stehen. Erst beim Näherkommen offenbart sich der langgestreckte Baukörper hinter der Giebelfassade. „Anstatt sich der Landschaft und dem Ausblick zuzuwenden, ist das Haus nach innen, zum Wald ausgerichtet. Die dem Garten zugewandte Fassade wird von den Holzstützen in fünf Segmente unterteilt und verleiht dem Haus trotz seiner bescheidenen Größe einen beinahe monumentalen Ausdruck.“, stellt Einar Rodhe, Mitbegründer des Büros Norell/Rodhe, fest.

Jene Holzstützen tragen das Dach über der Veranda, die sich über die gesamte Länge des Hauses erstreckt und so einen großen, überdachten Außenraum erzeugt. In jedem Feld der durch die Stützen segmentierten Fassade findet eine großformatige Öffnung Platz. Nur ein Feld bleibt geschlossen und damit unabhängig vom Innenraum. Die Strenge der Fassade lockern die Architekten im Inneren des Hauses auf. Der lange Raum ist hauptsächlich durch vier eingestellte Möbel und Höhenversprünge im Boden zoniert. Zu beiden Enden befinden sich die Schlafzimmer, das Badezimmer kommt in einem eingestellten Zylinder im Eingangsbereich unter.

Die Verwendung von einfachen Materialien soll den entspannten Ansatz der Grundrissgestaltung widerspiegeln. Dort, wo der Boden durch einen Aufbau erhöht ist, besteht er aus geseiftem Kiefernholz. Durch die aufhellende Bearbeitung trägt er mehr Tageslicht ins Innere des Hauses. Die Leerräume zwischen der Bodenplatte und dem Aufbau lassen sich dank eingebauter Luken als Stauraum nutzen. Die runde Wand des Badezimmers ist mit Kork verkleidet; die restlichen Wände sind hellgrau verputzt, sodass ein freundlicher Kontrast zu den Brauntönen von Holz und Kork entsteht. In Verbindung mit der Gartengestaltung, die heimische Bäume und vorgefundenes Gestein einbezieht, bildet das Haus einen ganz eigenen Kosmos, in dem die junge Familie ganz für sich sein kann.

Weitere Informationen:

Fotos: Mikael Olsson und Norell/Rodhe

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