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Nora Systems, Bodenbelag, Den Haag

Der Boden als Teil des Farbkonzepts für ein Mutter-Kind-Zentrum in Den Haag

Für die Bauherren sowie die Architekten vom Amsterdamer Büro Koldeweij en S & D Ontwerpers war der Bodenbelag ein wichtiger Teil des Designkonzepts auf der Kinder- und Säuglingsstation im Bronovo-Krankenhaus in Den Haag. Dieser wurde mit dem Produkt Noraplan Signa realisiert, einem Kautschukboden, der sich gerade im Bereich des Gesundheitswesens und für hochfrequentierte Zonen eignet. In der Klinik, die zu den größten Krankenhäusern im Einzugsgebiet der niederländischen Hafenstadt gehört, wurde der elastische Bodenbelag in vier verschiedenen Farben sowie partiell mit bunten Intarsienelementen auf rund 1300 m2 verlegt. In den Fluren und den Patientenzimmern bestimmen unterschiedlich warme Braun- und Beigetöne die Raumatmosphäre, während auf den Gängen bunte Farbstreifen Akzente setzen und zu einem fröhlichen Ambiente beitragen sollen. Die Gestaltung der Wände greift die Farben der Intarsien wieder auf.

Gesundheitsfördernde Eigenschaften des Bodenbelags
Gerade für die Patientengruppe der Säuglinge oder kranken Kinder, deren Immunsystem noch nicht voll ausgebildet beziehungsweise leichter angreifbar ist, sind höhere Anforderungen an die Ausstattung der Raumumgebung gestellt. Da Kautschukbeläge keine Weichmacher und Halogene enthalten, sorgen sie für eine schadstofffreie Raumluft. Dieser Faktor war ebenfalls ausschlaggebend für die Materialwahl auf der Kinder- und Säuglingsstation im Krankenhaus in Den Haag. Bereits im Jahr 2006 erhielten die Kautschukböden als erste elastische Bodenbeläge das Umweltsiegel »Blauer Engel« aufgrund ihrer emissionsarmen Eigenschaften. Die dichte Oberfläche ist laut Hersteller besonders widerstandsfähig und soll eine einfache Reinigung ermöglichen. Durch hohe und dauerhafte Elastizität sollen die installierten Böden auch über einen langen Zeitraum ihre Eigenschaften behalten.
 
Weiterer Gestaltungsspielraum mit Kautschukböden
Inzwischen vermeldet der Hersteller Nora, der seit Anfang 2019 Teil der Interface Gruppe ist, neue Entwicklungen für seine bereits auf dem Markt etablierten Produkte. Im Vordergrund steht der Systemgedanke, bei dem vom unverfugt verlegten Boden als Bahnenware, über die Fliese bis hin zur Fugenmasse oder Sockelleiste alle Elemente aufeinander abgestimmt sind. Im Rahmen der Produktsparte Noraplan Signa, die vor allem im Gesundheitswesen aber auch in Schulen, Universitäten, Industriebetrieben, öffentlichen Gebäuden sowie in Schienenfahrzeugen zum Einsatz kommt, stehen mittlerweile 48 Standardfarben zur Verfügung. Eine Variante mit höherer Trittschalldämmung ist ebenso Teil des Sortiments wie auch eine Ausführung mit besonders rutschhemmender Oberfläche. Zuletzt wurde auch das Granulatdesign überarbeitet, sodass die Granulatstreuung nun auf die jeweilige Grundfarbe abgestimmt ist. 

Möglichkeiten der Signaletik
Der Hersteller bietet in Hinblick auf Farben, Oberflächen, Intarsien oder Formaten kundenspezifische Lösungen an. So lassen sich beispielsweise Böden in Corporate-Designfarben herstellen oder ein Firmenlogo, Beschriftungen oder Zeichen als Intarsien in den Belag integrieren. Im sogenannten Nora Inlay-Center stehen hierfür Schneideanlagen für eine millimetergenaue Präzession zur Verfügung. Dazu erlaubt es eine 2018 installierte Fräsmaschine, die Intarsien nur oberflächlich in den Bodenbelag einzufräsen. Dadurch bleibt die untere Belagsschicht geschlossen und wasserdicht. Dies kann besonders für hochfrequentierte Zonen einen Vorteil darstellen, wo vermehrt Feuchtigkeit von außen nach innen getragen wird. Wie alle anderen Böden der Serie werden auch die mit Intarsien versehenen Böden unverfugt verlegt. Einen passenden Verlegeplan liefert der Hersteller mit. Für Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen können die intarsienversetzten Elemente zu einem Signaletiksystem beitragen. Oder aber sie ergänzen eine funktionale Raumgestaltung um eine bunte, lebendige Komponente, wie das Beispiel der Kinderstation in Den Haag zeigt.   

 

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