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Der Roboter als Bauarbeiter

In einem sechsjährigen Planungs- und Bauprozess haben sechs Professuren der ETH Zürich das Arch_Tec_Lab auf dem Campus Hönggerberg errichtet. Der Neubau auf dem Dach einer Parkgarage wurde in Leichtbauweise erstellt und soll im Betrieb keine CO2-Emissionen verursachen. In seinem Erdgeschoss beherbergt er das von Gramazio Kohler Research initiierte Robotic Fabrication Laboratory.

Ein besonderer Blickfang ist die Dachkonstruktion aus 48000 einzelnen Kanthölzern mit je maximal 3,10 Meter Länge, die stützenfrei eine Distanz von 15 Meter überspannen. In die genagelte Dachkonstruktion ist auch die gesamte Gebäudetechnik vom Brandschutz bis zur Beleuchtung integriert. Erstellt wurde das Dach von Europas größtem Portalroboter, den die Güdel AG gemeinsam mit der ausführenden Firma Erne entwickelt hat. Der Roboter kann Werkstücke bis 48 Meter Länge und 5,6 Meter Breite bearbeiten.

Seine sechs bzw. sieben Achsen machen ihn sehr beweglich. Der Roboter kann fräsen, schrauben, nageln, schweißen und einiges mehr, sodass ihn die Erne AG mit einem riesigen 3-D-Drucker vergleicht. Als Vorteil der robotergestützten Fertigung nennt das Unternehmen die Zeitersparnis. Bei manueller Bauweise hätte die Erstellung jedes der Fachwerkträger im Dach rund 60 Stunden gedauert.

Weitere Informationen: ERNE AG Bauunternehmung


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Arch_Tec_Lab auf dem Campus Hönggerberg

Foto: Andrea Diglas/ITA/Arch_Tec_Lab AG

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Dieser Artikel ist aus dem Heft:
GREEN G1/2017
Green 1/2017

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