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Der »Superdome« in New Orleans nach Sanierung mit neuer Aluminiumhülle

Kalzip, Fassade, Superdome, New Orleans, Sanierung

Der 80 m hohe Louisiana Superdome ist architektonisches Wahrzeichen und bildprägendes Element der Skyline von New Or­leans. Die überdachte Arena zählt seit ihrer Eröffnung 1975 zu den wichtigsten US-amerikanischen Sportstätten. Außerhalb des Sports finden im Superdome Konzerte, Ausstellungen und Messen statt. Als der Hurrikan Katrina 2005 New Orleans heimsuchte, erlangte die riesige Multifunktionsarena weltweit traurige Berühmtheit als Notunterkunft für über 30 000 Menschen. Erst im September 2006 konnte das Objekt nach einer vollständigen Innensanierung wieder eröffnet werden.

Die Instandsetzung der äußeren Hülle dauert jedoch bis heute an. Die Erneuerung der Fassade ist angesichts der architektonischen Bedeutung des Objekts eine Aufgabe, die international große Beachtung findet. Pünktlich zum Start der Football-Saison wurde im August 2009 planmäßig die erste Phase der Neugestaltung, der untere Teil des Gebäudes mit 85?000 m2, abgeschlossen. Der obere gekrümmte Teil des Gebäudes mit 280?000 m2 soll bis zum Mai 2010 fertiggestellt sein. Dann wird der Superdome vollflächig mit einer Kalzip-Aluminiumhülle ummantelt sein. Das Anforderungsprofil sah vor, das ursprüngliche Erscheinungsbild wiederherzustellen. Eine Aufgabe, die sich jedoch schwieriger gestaltete als ursprünglich gedacht. Das federführende Architekturbüro Trahan Architects, das das Projekt zusammen mit Billes Architecture und Sizeler Thompson Brown Architects bearbeitet, stellte bei der Schadensaufnahme fest, dass das alte, genietete Fassadensystem nicht?ausgebessert werden konnte,?ohne das architektonische Erscheinungsbild zu zerstören: hätte man nur die beschädigten Paneele ausgetauscht, wäre eine gestreifte Fassade mit »Zebra-Optik« entstanden.

Auf der Suche nach einem Fassadensystem, bei dem ohne erheblichen Montageaufwand einzelne Paneele ausgetauscht werden können, kam das »Kalzip FC Fassadensystem« buchstäblich ins Spiel. Denn aufgrund seiner besonderen Befestigungstechnik lassen sich einzelne Paneele schnell und problemlos austauschen. Die innovative, flexible »Vario-Systemmontage« erlaubt die Installation der Elemente sowohl von unten nach oben als auch von oben nach unten. Dabei werden die großflächigen Paneele durchdringungsfrei ohne Nieten oder Schrauben auf spezielle Rasterklickschienen montiert. Das rollgeformte Aluminium-Profil wird einseitig in die Rasterklickschiene eingehängt und anschließend durch leichtes Andrücken vollständig in die Halterung eingeklickt. Diese einzigartige Befestigungstechnik ist das Hauptmerkmal des neuen Kalzip FC Fassadensystems und soll den Planern und Architekten insbesondere bei der Montage messbare wirtschaftliche Vorteile bringen.

Die Ausrichtung und Justierung des Systems erfolgt ausschließlich über bewährte am Markt verfügbare Unterkonstruktionen, die zusammen mit den Rasterklickschienen montiert werden. Zeitaufwändige Nachmessungen bei der Montage der Paneele sind nicht erforderlich. Aufgrund der Befestigungsflexibilität können einzelne Fassadenöffnungen zurückgelassen und später installiert werden. Dadurch wird der eigentliche Montageablauf nicht gestört. Dieser Systemvorteil war beim Superdome besonders wichtig, denn eine Vielzahl der Bleche wurde erst später montiert. In New Orleans ist man begeistert von der neuen Aluminiumhülle, denn sie erhält das Erscheinungsbild, ist einfach zu installieren, spart Zeit, Arbeit und somit auch Kosten.

Dieser Artikel ist aus dem Heft:
DETAIL 4/2010

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